Modellprojekt Stadtmarketing 4.0

Besonders kleinere und mittlere Städte leiden erheblich unter Frequenzverlusten. Wesentliche Gründe sind die Anziehungskraft der Metropolen sowie die zunehmende Bedeutung des Onlinehandels. Die betroffenen Städte und Gemeinden müssen sich deshalb klar positionieren und benötigen auch eine digitale Strategie, um die Menschen und die Kaufkraft in den Städten und Gemeinden zu binden. In diesem Zusammenhang wird sehr kontrovers über kommunale, virtuelle Marktplätze diskutiert. Es gibt inzwischen eine Reihe an Projekten mit höchst unterschiedlichen Zielen, technologischen Grundlagen, eingesetzten Instrumenten und beteiligten Partnern. Man findet reine Content-Portale ebenso wie kommunale Marktplätze oder auch umfassende und integrierte Ansätze zur Präsentation von Städten im Internet.
Was es noch nicht gibt, sind gebündelte Erkenntnisse zum Thema sowie praxisgerechte Empfehlungen zur Konzeption und Umsetzung ganzheitlicher Plattformen unter Berücksichtigung aller Interessengruppen, die dadurch auch nachhaltigen Erfolg versprechen.

In Abgrenzung zu den bisher bekannten Initiativen geht es beim dem Pilotvorhaben in Kirchheim unter Teck ausdrücklich nicht nur um eine Plattform für den Einzelhandel (Commerce). Vielmehr soll die gesamte Stadt in den Blickpunkt gerückt werden – kommerzielle Aspekte sind ein Teil davon (Community, Context und Content).
Ziel ist es, ein multiplikationsfähiges und gleichzeitig individualisierbares Modell zu entwicklen. Schließlich werden explizit Konzepte und Instrumente zur Qualifizierung und zum Change-Management eingebunden, um die Nachhaltigkeit sicher zu stellen.