Projekte der Wirtschaftsförderung

Die Stadtverwaltung Kirchheim unter Teck setzt zur Wirtschaftsförderung Schwerpunkte in verschiedenen Bereichen. In Zusammenarbeit mit zahlreichen Akteuren stellen wir uns den verschiedenen Herausforderungen wie Digitalisierung, Bestandsentwicklung, Attraktivierung der Stadt, Innovation, Kooperation und Bildung.

Projekte & Maßnahmen der Wirtschaftsförderung in Kirchheim unter Teck

Sie haben Fragen zur Gewerbeansiedlung oder zur Vergrößerung Ihres Betriebs?

Gerne unterstützen wir Sie bei Standort- und Verfahrensfragen. Auch bei der Suche nach zusätzlichen Büro- und Gewerbeflächen sind wir der richtige Ansprechpartner - sowohl für Firmen aus Kirchheim als auch für externe Unternehmen, die sich neu in Kirchheim ansiedeln wollen.

Bei Flächenanfragen senden Sie uns bitte folgenden Fragebogen zur Unternehmensansiedlung ausgefüllt an unsere Wirtschaftsförderin Saskia Klinger (s.klinger@kirchheim-teck.de). Sie wird sich dann umgehend bei Ihnen melden. Herzlichen Dank.

Außerdem organisieren wir regelmäßig Veranstaltungen, bei denen Informationen zu relevanten Themen vermittelt werden und der direkte Kontakt zwischen Unternehmen, Verwaltung und Verbänden ermöglicht wird. Aktuell führen wir ein Gewerbeflächenentwicklungskonzept durch. Wenn Sie Interesse an den Ergebnissen haben, sprechen Sie uns einfach an!
320.000 Einweg-Kaffeebecher werden pro Stunde in Deutschland weggeworfen. Dem möchte die Stadt Kirchheim unter Teck in Zusammenarbeit mit dem Pädagogischen Fachseminar entgegenwirken - mit einem Kirchheimer-Mehrwegbecher. Hergestellt in Deutschland und aus nachhaltig produziertem Bambus. Damit ist der Kaffeebecher nach Ende seiner Nutzungsdauer biologisch abbaubar. Der Kirchheimer Kaffeebecher ist für 6,90 € erhältlich. Pro verkauftem Becher geht zudem 1 EUR an die Initiative „Starkes Kirchheim“.

Der Becher ist an folgenden Verkaufsstellen erhältlich:
 

Kirchheim-Info
Weltladen Kirchheim
Bäckerei Kienzle
Authenrieth
Sport Räpple
Aussagen bzw. Prognosen darüber zu treffen, welche Qualifikationen in Zukunft wann und wo in welcher Masse gebraucht werden, fällt den Unternehmen zunehmend
schwerer.

Für Baden-Württemberg wird prognostiziert, dass es aufgrund der demografischen Entwicklung sowie wachstums- und strukturwandelbedingter Trends in den kommenden Jahren zu einem erheblichen Fachkräftemangel kommen wird. Ausbildung ist wichtiger denn je. Viele Unternehmen sind zunehmend herausgefordert, Jugendliche aktiv auf sich aufmerksam zu machen. Auch die Ausbildungsorganisation muss sich an den veränderten Voraussetzungen und Bedürfnissen von Jugendlichen orientieren.

Die Stadtverwaltung bringt sich hier aktiv in der Arbeitsgruppe Kirchheimer Initiative für Ausbildung (KIA) bestehend aus Mitgliedern der Agentur für Arbeit, dem Beruflichen Ausbildungszentrum Esslingen (BAZ), dem Bund der Selbständigen (BDS) Kirchheim, der IHK Bezirkskammer Esslingen-Nürtingen, der Jugendagentur Kirchheim-Nürtingen e.V., der Kreishandwerkerschaft Esslingen-Nürtingen und der Stadt Kirchheim unter Teck. KIA ist ein starkes regionales Netzwerk und Bündnis rund um die Themen Ausbildung und Karriere und organisiert dazu regelmäßig Veranstaltungen zugeschnitten auf den aktuellen Bedarf. Zielgruppen sind neben Unternehmen in der Teckregion u.a. Jugendliche, Eltern sowie verschiedene Bildungseinrichtungen mit ihrer Lehrerschaft. Kontakt: kia@kirchheim-teck.de  

Ein Beispiel war die Veranstaltung "Karriere mit Lehre" in den Räumlichkeiten der SOMMER Antriebs- und Funktechnik GmbH in 2017. Im Fokus der Veranstaltung standen die duale Ausbildung für gewerblich-technische und kaufmännische Berufe sowie die damit verbundenen Karrierechancen. Das Hauptziel ist es, junge Menschen auf ihrem Weg in die berufliche Zukunft Hilfestellungen zu geben. Gleichzeitig kann durch eine Informationsplattform für die duale Ausbildung geworben und frühzeitig Fachkräfte für hiesige Unternehmen gesichert werden.
Mit dem Institut für Stadt- und Regionalentwicklung (IfSR) in Nürtingen wurde eine Gewerbeflächenanalyse erstellt. Ziel ist es, den Gewerbeflächenbedarf in der Stadt zu bilanzieren. Um den Bedarf in Kirchheim unter Teck solide einschätzen zu können, wurden entsprechende Daten abgefragt. Das Interesse an Investitionen in der Region ist immens. Befragungen zeigen, dass allein im Gewerbegebiet Bohnau eine zusätzliche Fläche von 9,8 Hektar benötigt wird.
Gründerinnen und Gründer leisten einen wichtigen Beitrag zur Wirtschaft und schaffen Arbeitsplätze. Doch für viele Menschen ist die unternehmerische Selbständigkeit noch keine selbstverständliche Perspektive.

Die Gründerwoche Deutschland ist eine bundesweite Aktionswoche des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi), bei der es um die Förderung von Gründergeist und Unternehmensgründungen geht. Sie ist Teil der internationalen Global Entrepreneurship Week, einer weltweiten Aktionswoche zur Förderung von innovativen Ideen und Unternehmertum, die zeitgleich in 160 Ländern stattfindet. Insgesamt gab es 2017 über 1.700 Veranstaltungen von über 1.200 Partnern.

Auch in Kirchheim unter Teck finden regelmäßig im Rahmen der deutschlandweiten Gründerwoche kostenlose Abendveranstaltungen im Gewölbekeller der Kirchheimer Volksbank statt. Aktuelle Veranstaltungen finden Sie auf www.gruenderwoche.de

Zudem erstellt die Stadt in interkommunaler Zusammenarbeit mit Filderstadt und Nürtingen ein Konzept zur gründungsfreundlichen Kommune. Dazu gibt es Fördermittel vom Land in Höhe von insgesamt EUR 5000. Gerne können Sie bei Fragen sich an unsere Wirtschaftsförderin, Frau Saskia Klinger, wenden.
In Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau finden jährlich im Herbst die landesweiten Frauenwirtschaftstage statt. Unternehmen und vor allem alle interessierten Frauen und Männer haben die Möglichkeit, sich in regionalen Veranstaltungen zu informieren bzw. sich beraten zu lassen.

Mit den Frauenwirtschaftstagen soll die große Bedeutung der Frauen für das Wirtschaftsleben Baden-Württembergs aufgezeigt werden, denn Frauen stellen einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor dar. Sie sind als Unternehmerinnen, Fachkräfte, Wissenschaftlerinnen oder Forscherinnen Mitgestalterinnen in Wirtschaft und Gesellschaft.
Bewerbung bis zum 31.05.2018 möglich
 
Der Innovationspreis des Landes Baden-Württemberg wird an im Land ansässige kleine und mittlere Unternehmen aus Industrie, Handwerk sowie technologischer Dienstleistung vergeben für beispielhafte Leistungen
  • bei der Entwicklung neuer Produkte, Verfahren und technologischer Dienstleistungen oder
  • bei der Anwendung moderner Technologien in Produkten, Produktion oder Dienstleistungen.


Auch im Jahr 2018 vergibt das Land Baden-Württemberg Preisgelder von insgesamt 50.000 Euro sowie Urkunden.

Bewerben können sich kleine und mittlere Unternehmen aus Industrie, Handwerk sowie technologischer Dienstleistung
  • mit Sitz in Baden-Württemberg und
  • einem Jahresumsatz bis zu 100 Mio. € und
  • max. 500 Beschäftigten.

Weitere Informationen finden sie auf der Website des Innovationspreises.
Der Megatrend der Digitalisierung macht auch vor Kirchheim unter Teck nicht halt. Für den digitalen Wandel ist die Versorgung mit Breitbandnetzen eine Grundvoraussetzung. Ein glasfaserbasiertes Netz ist unerlässlich für die heutige Kommunikation und Infrastruktur der Wirtschaft und für die Attraktivität des Standorts Kirchheim unter Teck essentiell. Derzeit plant ein Telekommunikationsunternehmen für die Kirchheimer Gewerbetreibenden einen Ausbau eines nachhaltigen Glasfasernetzes - wenn sich genügend Unternehmen finden, die auch die höhere, symmetrische Bandbreite bezahlen.
Als eine Art Wissensdrehscheibe bzw. Kommunikationsplattform für die Themen Bildung, Strategie, Innovation und Kompetenz der individuellen und organisierten lokalen Akteure dient das virtuell und real zu konstituierende Netzwerk „TecKtum" (rekurrierend auf das geographische Wahrzeichen der Stadt und den lateinischen Namen tectum = Dach), das im kommenden Jahr in Form einer Genossenschaft gegründet werden soll. TecKtum versteht sich als Leuchtturm für eine zukunftsfähige kommunale, wirtschaftliche und soziale Zusammenarbeit. Die Entwicklung von TecKtum ist erfolgs- und bedarfsorientiert gestaltet – entsprechend der individuellen und institutionellen Erfordernisse und der Veränderungen im politischen, ökonomischen und sozialen Terrain.
Im Rahmen des vergangenen Forschungsprojektes unter Leitung von Prof. Dr. Funk vom Fachbereich Kooperationsmanagement der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt (HfWU) Nürtingen-Geislingen beschäftigten sich Studierende mit der Attraktivität und Anziehungskraft unserer Stadt. Insgesamt wurden 547 Personen befragt.
 
Im Wintersemester lag der Schwerpunkt auf dem Thema „Onlinemarktplatz für Kirchheim unter Teck“.
 
Stadtverwaltung, der Bund der Selbständigen sowie der City Ring haben die Studierenden zum Semesterbeginn über ihre Tätigkeiten informiert. Anschließend lernten sie im Rahmen einer historischen Stadtführung die Fachwerkstadt kennen und konnten als Abschluss hinter die Kulissen einiger Einzelhändler schauen.
 
Unterschiedliche Fokusgruppen (je nach Alter und Beruf) wurden gebildet und befragt um die Kirchheimer Verbrauchersicht zu analysieren. Auch der Einzelhandel ist wieder in seiner Expertise gefragt. Schließlich wird immer mehr online konsumiert.

Die Studierenden präsentierten die Forschungsergebnisse im Januar im Rahmen einer Veranstaltung in den Räumlichkeiten der KSK Esslingen-Nürtingen. Unter den Augen interessierter Zuschauer aus Bürgerschaft, City Ring, BDS und Verwaltung wurden neue Erkenntnisse zu den Chancen und Bedarfen eines Onlinemarktplatzes vorgestellt.  Im Ergebnis empfahlen die Studierenden die Einrichtung eines ganzheitlichen Modells. Dort sollten nicht nur die Einzelhändler mit einer Schaufensterfunktion ihre Produkte bewerben können, sondern auch Gastronomen, Dienstleister und Handwerker vorgestellt werden. Veranstaltungen und Aktionen öffentlicher und privater Organisatoren wären ebenfalls zu ergänzen. Dagegen sei die Einrichtung eines Onlineshops und einer App-Funktion nicht zu empfehlen.

Alle Resultate und Forschungsergebnisse wurden von Prof. Dr. Funck am 02.03.2017 in der Stadthalle vorgestellt. Unter dem Motto „Kirchheim – lebendig, lebenswert – digital?“ fand ein sehr gut besuchter Vortrag zum Thema digitaler Wandel und den Auswirkungen für den Kirchheimer Einzelhandel statt. „Mehr als 100 interessierte Kirchheimerinnen und Kirchheimer, darunter viele Fachleute und Einzelhändler sind gekommen“,  stellt die Wirtschaftsförderin Saskia Klinger fest, die die Projekte zusammen mit dem Bund der Selbstständigen und dem City Ring begleitet hat. Prof. Dr. Funck schloss sich in seinem Vortrag der Analyse seiner Studierenden an. Ein reiner Online-Shop sei im Gegensatz zu den großen Konkurrenten wie Amazon nicht wettbewerbsfähig. Stattdessen müsse man mit einem Konzept, das alle Akteure in Kirchheim umfasst, Begeisterung für Einkauf bei lokalen Anbietern erzeugen. Außerdem sollte man die gute Vernetzung der Kirchheimer Betriebe nutzen, um über den Online-Marktplatz Synergien aufzubauen. Gleichzeitig betonte Prof. Dr. Funck, das solch einer virtuellen Plattform professionell betrieben werden müsse und nicht von einigen ehrenamtlichen Helfern zu bewältigen sei. Zur Umsetzung des Online-Marktplatzes empfahl der Hochschulprofessor eine enge Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, City-Ring und BDS. Die Präsentation zum Vortrag finden Sie hier: Vortrag Onlinemarktplatz Kirchheim unter Teck

Auch im Rahmen des Handelstages in der Stadthalle Nürtingen wurden die Themen Onlinemarktplatz und Digitalisierung in Kooperation zwischen der Stadt Kirchheim und der HfWU weiter behandelt. Unter anderem nahm Frau Oberbürgermeisterin Matt-Heidecker dort an einer Podiumsdiskussion über Stadtmarketing und virtuelle Marktplätze teil.
 
Unsere Stadt als Einkaufsstadt und Mittelzentrum attraktiver zu machen ist lohnenswert. Die einzelhandelsrelevante Kaufkraft des Landkreises Esslingen ist 2016 eine der höchsten in der Region Stuttgart. Mit 3,7 Milliarden Euro liegt die Kaufkraft nach der Stadt Stuttgart und dem Landkreis Ludwigsburg auf Platz 3, vor den Landkreisen Rems-Murr, Böblingen und Göppingen. Die Einwohnerinnen und Einwohner in Kirchheim unter Teck verfügen über rund 282 Millionen Euro, die sie für den Einkauf zur Verfügung haben. Mit 123,7 Punkten (IHK, 2016) ist die Kaufkraft in Kirchheim unter Teck nach wie vor sehr hoch und der Einzelhandel zieht noch stets Kundschaft aus dem Umland an – ein Indiz für die Attraktivität unserer historischen Marktstadt. Dennoch gibt es zugleich Handlungsbedarf, um unsere gute Stellung als Erlebnis- und Einkaufsstadt zu halten. .
Besonders kleinere und mittlere Städte leiden erheblich unter Frequenzverlusten. Wesentliche Gründe sind die Anziehungskraft der Metropolen sowie die zunehmende Bedeutung des Onlinehandels. Die betroffenen Städte und Gemeinden müssen sich deshalb klar positionieren und benötigen auch eine digitale Strategie, um die Menschen und die Kaufkraft in den Städten und Gemeinden zu binden. In diesem Zusammenhang wird sehr kontrovers über kommunale, virtuelle Marktplätze diskutiert. Es gibt inzwischen eine Reihe an Projekten mit höchst unterschiedlichen Zielen, technologischen Grundlagen, eingesetzten Instrumenten und beteiligten Partnern. Man findet reine Content-Portale ebenso wie kommunale Marktplätze oder auch umfassende und integrierte Ansätze zur Präsentation von Städten im Internet.
Was es noch nicht gibt, sind gebündelte Erkenntnisse zum Thema sowie praxisgerechte Empfehlungen zur Konzeption und Umsetzung ganzheitlicher Plattformen unter Berücksichtigung aller Interessengruppen, die dadurch auch nachhaltigen Erfolg versprechen.

In Abgrenzung zu den bisher bekannten Initiativen geht es beim dem Pilotvorhaben in Kirchheim unter Teck ausdrücklich nicht nur um eine Plattform für den Einzelhandel (Commerce). Vielmehr soll die gesamte Stadt in den Blickpunkt gerückt werden – kommerzielle Aspekte sind ein Teil davon (Community, Context und Content).
Ziel ist es, ein multiplikationsfähiges und gleichzeitig individualisierbares Modell zu entwicklen. Schließlich werden explizit Konzepte und Instrumente zur Qualifizierung und zum Change-Management eingebunden, um die Nachhaltigkeit sicher zu stellen.
Jeder Mensch hat sein ganz eigenes Talent. Nur welches?

Diese Begabung zu entdecken und weiterzuentwickeln ist eine Herausforderung. Denn hat sich ein Talent herauskristallisiert, wird es durch das prägende Umfeld entweder gefördert oder gebremst. Umso wichtiger ist es, rechtzeitig die Fühler auszustrecken und die individuell passende Ausbildung zu finden - egal ob im Handwerk, in der Industrie oder der Wissenschaft.

Ziel dieses Pilotprojektes – eine Kooperation mit Kreativen und der Stadt Kirchheim –  ist es, Schülerinnen und Schülern gemeinsam mit Freunden, Eltern und Lehrern einen authentischen Einblick in die vielfältigen Ausbildungsmöglichkeiten unserer Region zu vermitteln. Und dazu zu motivieren, die Gelegenheit zu einem Praktikum zu nutzen, das die meisten Unternehmen gerne anbieten. Der Fokus liegt insbesondere auf solchen Berufen, welche nicht in aller Munde sind. So wurden zunächst zehn Auszubildende bei ihrer spannenden Arbeit begleitet und ihre individuellen Erfahrungen in Wort und Bild festgehalten.

Im Sommer 2017 war die Ausstellung „Forum für Talente“ in der Kirchheimer Innenstadt zu sehen. Ein Folgeprojekt ist in Planung. Mehr Info finden Sie unter www.forumfuertalente.de