"Next Office" - Neue Arbeitsformen für die Region Stuttgart

In Kirchheim unter Teck startet ein Pilotprojekt. Dieses soll die Verzahnung von Arbeit & Wohnen, Mobilität und Digitalisierung voranbringen.

Die Region Stuttgart unternimmt etwas gegen den Verkehrskollaps. Mit dem Aufbau von Büroflächen am Rande des Ballungsraumes soll den Arbeitnehmern im Großraum die Möglichkeit gegeben werden, auf zeitfressende und oftmals frustrierende Wege zur Arbeitsstätte zu verzichten. Im Kern geht es darum, Arbeitswelt und Mobilität neu zu denken und Bürostandorte mit flexiblen Arbeitsplätzen für Pendler zu schaffen. Die Standorte liegen strategisch günstig in Mittelzentren rund um Stuttgart. Der Vorteil: Die Wege vom Wohnort zum flexiblen Stadtbüro im nächstgelegenen Mittelzentrum sind kurz, das spart gegenüber Pendelfahrten ins Regionszentrum  wertvolle Zeit – ohne die Nachteile des Home Office. Firmen können in diesen Pendlerstationen Kontingente für ihre Mitarbeiter buchen.

Auf dieser Seite können alle interessierten Pendler ab sofort einen Fragebogen öffnen und ihre speziellen Wünsche und Anforderungen an einen solchen flexiblen Bürostandort äußern. Als kleinen Anreiz zur Teilnahme loben Kirchheim unter Teck und die WRS ein Gewinnspiel mit attraktiven Preisen aus – darunter ein Rundflug über die Teck und Gutscheine vom Kirchheimer Einzelhandelsversband City Ring.

Hier geht's zum Fragebogen!


Die Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH (WRS) und die Stadt Kirchheim unter Teck möchten testen, inwieweit die Pendlerbüros auf fruchtbaren Boden fallen – sowohl bei Mitarbeitern als auch bei Unternehmen. Am Beispiel des Pilotstandortes in Kirchheim unter Teck soll nun anhand einer Online-Befragung eruiert werden, wie groß die Nachfrage bei den Pendlern nach einer solchen neuen Arbeitsform ist und ob das Projekt den Weg von der Ideenphase in die konkrete Umsetzung gehen kann. Für Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker hat das Kirchheimer Pilotprojekt eine große Bedeutung: „Wir wollen erfahren, ob die Idee bei unseren Bürgerinnen und Bürgern Anklang findet. Falls das Interesse groß genug ist, könnten wir in unserer Stadt ein Angebot schaffen, dass einerseits die Vereinbarkeit von Familie und Beruf stärkt, anderseits Ressourcen schont". WRS-Geschäftsführer Dr. Walter Rogg sieht ebenfalls viel Positives in diesem Projekt: „Im Vergleich zum Büro zuhause bieten Coworking Spaces große Vorteile: Mitarbeiter arbeiten eng mit ihren Kolleginnen und Kollegen zusammen, der Kontakt mit Mitarbeitern anderer Firmen kann zu Synergieeffekten führen. Wenn die Pilotphase in Kirchheim unter Teck Hinweise auf einen entsprechenden Bedarf gibt, kann die ganze Region profitieren".

Ab Mitte März 2019 werden von der Stadtverwaltung zwei Wochen lang Postkarten an den Kirchheimer Bahnhöfen verteilt, die auf das Projekt und die Online-Befragung hinweisen und zur Teilnahme animieren sollen. Per QR-Code auf der Postkarte gelangt man direkt auf den Online-Fragebogen. Die Teilnehmer können auch direkten Einfluss auf die Namensfindung nehmen. Denn „Next Office“ ist lediglich der vorläufige Projektname. Alle Pendler haben dabei auch die Chance, einen potentiellen Standort zu bewerten. Mit dem Otto-Ficker-Areal verfügt Kirchheim unter Teck über ein ehemaliges Industriegelände, in dessen besonderem Ambiente zentrumsnahe, moderne Wohn- und Arbeitsflächen entstehen. Das Areal verfügt damit über gute Voraussetzungen, um dort ein erstes „Next Office“ zu installieren. Das Pilotprojekt soll Erkenntnisse für eine Strategie in der gesamten Region Stuttgart bringen, in der Pendler schon bald Zeit und Fahrtkosten sparen können. Sie verbringen weniger Zeit auf der Straße, sind stressfreier und erlangen somit mehr Lebensqualität – und die Arbeitgeber freuen sich über zufriedenere Mitarbeiter.

Das Otto-Ficker-Areal verfügt über gute Voraussetzungen, um dort ein erstes „Next Office“ zu installieren.
Das Otto-Ficker-Areal verfügt über gute Voraussetzungen, um dort ein erstes "Next Office" zu installieren.