Stolpersteine

Broschüre

Eine einfühlsam gestaltete 28-seitige Broschüre wurde von der Kirchheimer Stolpersteininitiative herausgegeben und ist für 2,00 € erhältlich bei:

Kirchheim-Info

Max-Eyth-Straße 15
73230 Kirchheim unter Teck
07021 502-555
E-Mail senden / anzeigen

Stolpersteine

Verschaffen Sie sich online einen Überblick über die bisher verlegten Stolpersteine.

Zur Übersicht

Kirchheimer "Stolpersteine"

Der Künstler Gunter Demnig erinnert an die Opfer des Nationalsozialismus, indem er vor ihrem letzten selbstgewählten Wohnort Gedenksteine aus Messing ins Straßenpflaster einlässt. Auf ihnen ist zu lesen: HIER WOHNTE, darunter Name und Geburtsjahr sowie das weitere Schicksal der Menschen, an die erinnert wird.

Inzwischen liegen mehr als 15.000 Stolpersteine in über 300 Orten in Deutschland, Österreich, Ungarn und den Niederlanden. Beinahe täglich kommen noch neue hinzu. „Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist", sagt Gunter Demnig. Mit den Steinen will er die Erinnerung an die Menschen lebendig halten, die einst hier wohnten, bevor sie durch Flucht, Festnahme, Deportation und Mord von heute auf morgen aus ihrem Lebensumfeld verschwanden.

Stolpersteine für Kirchheim unter Teck


Im Bewusstsein, dass es diese Schicksale auch in unserer Stadt gegeben hat, startete die Stadträtin Dr. Silvia Oberhauser im Oktober 2006 die Initiative „STOLPERSTEINE für Kirchheim" und erhielt uneingeschränkte Unterstützung von Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker und der Stadtverwaltung.

Wesentlich unterstützt wurde sie von Brigitte Kneher, die die Lebensgeschichten der jüdischen Mitbürger bereits über Jahre akribisch recherchiert und veröffentlicht hatte. Ohne ihre Arbeit wäre die Stolpersteininitiative undenkbar gewesen.

Des Weiteren von Gunter Basler, der sich die schwierige Aufgabe gestellt hatte, aus den lückenhaften Dokumenten, die zu den „Russengräbern" auf dem Alten Friedhof in Kirchheim vorliegen, die Geschichte der russischen und polnischen Zwangsarbeiter nachzuzeichnen. Stadtarchivar a.D. Rainer Kilian stand der Initiative beratend zur Seite.

Am 10. April 2007 und am 16. Februar 2008 verlegte Gunter Demnig insgesamt 14 Stolpersteine in das Straßenpflaster von Kirchheim unter Teck, davon 11 für jüdische Bürger Kirchheims und drei für Zwangsarbeiter aus Russland und Polen. Sponsoren für die Steine waren in der Kirchheimer Bevölkerung ohne Probleme zu finden.

Im Wissen, dass es noch weitere Opfer des Nationalsozialismus in Kirchheim unter Teck geben mag, beispielsweise unter den Zigeunerfamilien Reinhardt, die ausdrücklich keine Steine für ihre Angehörigen verlegt haben möchten, unter den Zeugen Jehovas und unter Kranken und Behinderten (Euthanasieopfer), kann nicht ausgeschlossen werden, dass auch in Zukunft noch weitere Stolpersteine in Kirchheim unter Teck verlegt werden.

  • Stadt Kirchheim unter Teck
  • Marktstraße 14
  • 73230 Kirchheim unter Teck
  • Telefon: 07021 502-0
  • info@kirchheim-teck.de