Stadtnachricht

Trampelpfad im Rauber von April bis September 2022 zum Schutz von Fröschen, Kröten und Molchen gesperrt


Bei dem betroffenen, etwa 400 Meter langen Wegstück handelt es sich um eine sogenannte Rückegasse - ein unbefestigter, forstwirtschaftlicher Weg, der aus den Transportwegen von gefällten Bäumen (Holzrücken) hervorgegangen ist. In den nahegelegenen Kleingewässern sind zahlreiche Amphibienarten wie beispielsweise Bergmolch, Erdkröte, Grasfrosch und die streng geschützte Gelbbauchunke beheimatet. Insbesondere die Gelbbauchunken sind auf Pfützen angewiesen, welche durch die Befahrung durch Maschinen während der Holzernte bisweilen unbeabsichtigt entstehen. Gelbbauchunken zählen zu den Pionierarten, welche neue, noch unbesiedelte Gewässer für die Entwicklung ihres Nachwuchses brauchen, da sich hier noch keine Fressfeinde etablieren konnten. Die Wanderung dieser Arten zu ihren Laichgewässern hat bereits begonnen, und bis September halten sich die jungen Amphibien im nahen Umfeld auf.

Der etwa ein Meter breite Weg wird häufig von Joggern und unerlaubterweise von Mountainbikern als Trail genutzt. Bei diesen Begegnungen werden immer wieder zahlreiche Amphibien zerfahren oder zertreten. Das Radfahren auf Waldwegen mit weniger als 2 Metern Breite ist grundsätzlich verboten. Zum Schutz der Amphibien und aufgrund der untergeordneten Bedeutung des Pfades wird der Pfad deshalb von Anfang April bis Ende September 2022 gesperrt.

Die Maßnahme wurde gemeinsam mit der Ortsgruppe Teck des Naturschutzbundes (NABU), dem Forstamt im Landkreis Esslingen, dem Forstbezirk Schurwald, der Ortschaftsverwaltung Jesingen und der Stadtverwaltung Kirchheim unter Teck abgestimmt.

Blick auf vier hintereinanderlaufende Wanderer vor der Burg Teck

Pressemitteilung Nr. 079/22 vom 08.04.2022