Stadtnachricht

Für ein sauberes Kirchheim: Mit der Stadtreinigung unterwegs in der Fußgängerzone


An sechs Tagen in der Woche werden vom Stadtreiniger-Team des städtischen Baubetriebs die Mülleimer im gesamten Stadtgebiet geleert. An manchen Plätzen wie am Rossmarkt fährt Düzgün Cifci mit seinem wendigen E-Mobil sogar zwei Mal hin. „Lieber leere ich manche Mülleimer zwei Mal am Tag, die Leute werfen sonst alles auf den Boden“, weiß der erfahrene Straßenreiniger, der bereits seit sieben Jahren seine Runden dreht. Bei sonnigem Wetter ist das Müllaufkommen höher, erklärt er und kontrolliert, ob genug Hundekotbeutel im Spender vorhanden sind.

Egal ob am Kraut- oder Rossmarkt, in den Parkanlagen beim Vogthaus und der Bastion, am Kirchheimer Schloss oder in der Fußgängerzone - kein Mülleimer bleibt unentdeckt. Sofort klappert der Schlüssel um an den Einschub des Mülleimers zu gelangen. Das Innenleben kommt so schnell ans Tageslicht: Bäckertüten, Kassenzettel,  Kaffee- und Eisbecher oder Reste von Obst  sind noch die „einfacheren“ Rückstände, die aus dem Eimer purzeln. Die eingebauten kleinen Aschenbecher werden gleich mit entleert.  Länger und umständlicher wird es mit entsorgten Pizza- oder Schuhschachteln, die sich im Eimer verkeilen und nicht so einfach entleeren lassen. Zudem fallen die kleineren Abfallreste im Eimer nicht dahin,  wo der Stadtreiniger diese sammeln möchte: „Aber auch da gibt es eine Lösung. Dann kommt die Müllzange zum Einsatz.“ Mit dem handlichen Gerät und seiner Zugvorrichtung mit dem scherenartigen Ende entkommen an diesem Morgen kein Kronkorken, kein Zigarettenstummel und kein vergammeltes Stück Obst.

Düzgün Cifci von der Stadtreinigung bei der Müllbeseitigung in der Kirchheimer Innenstadt.

Unter manchen Sitzbänken wird es dann auch Düzgün Cifci zu bunt und er holt sein Blasgerät von der Pritsche und trägt den Müll so gekonnt zu einem kleinen Haufen zusammen, der kurze Zeit später vom Kollegen mit der Kehrmaschine eingesammelt wird. Sein Gebiet umfasst neben der Innenstadt auch den Ortsteil Nabern. Täglich legt er so etwa 40 Kilometer zurück, um die Stadt sauber zu halten. Bei Sonnenschein und warmen Wetter reicht seine Ladefläche nicht aus und er muss im Baubetriebshof seinen Müll entsorgen, damit er die Runde ordentlich beenden kann. Durchschnittlich kommen so im Jahr rund 200 Tonnen Restmüll zusammen. Hiervon entfallen auf die Straßen und Fußgängerzone im Stadtgebiet Kirchheim unter Teck zirka 65 Prozent, weitere 20 Prozent auf die vier Stadtteile; und etwa 15 Prozent auf Spielplätze und Grünflächen. Die Gesamtmenge ist jährlichen Schwankungen unterworfen, aber die Verhältnisse änderten sich nicht gravierend, so Michael Thiehoff, Sachgebietsleiter des städtischen Baubetriebs.

Die Ladefläche des Fahrzeugs der Stadtreinigung mit der bisher gesammelten Müllmenge.

Abgesehen von seinem Fahrzeug, das er seit vier Jahren fährt, hat sich für Düzgün Cifci in den letzten sieben Jahren in der Straßenreinigung nicht viel verändert. „Ich habe nicht das Gefühl, dass der Müll in den Mülleimern mehr wird. Der war von Anfang an genauso wie heute. Aber um die Mülleimer herum und im Gelände liegt oft viel mehr als früher.“ Dabei muss er einem Abfalleimer einen kurzen Hammerschlag versetzen, damit er wieder richtig funktionsfähig ist. Auf die Frage, ob die Menschen, denen er begegnet und die ihn bei der Arbeit sehen, auch mal ein Dankeschön über die Lippen kommt, meint er: „Das ist für die Menschen normal, da erhält man nur ganz selten eine Rückmeldung.“

Pressemitteilung Nr. 115/21 vom 11.06.2021