Stadtnachricht

Ab in den Ring mit dem Pfandgut: Pfandringe für Abfallbehälter am Rossmarkt und bei der Stadtbücherei


In der Corona-Zeit hat sich das Müllaufkommen spürbar gesteigert, und es wird sich vermehrt im Freien getroffen. Leere Pfandflaschen landen dabei viel zu häufig im Gebüsch oder im Mülleimer statt in den dafür vorgesehenen Pfandautomaten der Supermärkte. Das Stadtbild leidet unter den überfüllten Müllbehältern und herumstehenden Flaschen. „Durch die beiden installierten Pfandringe sollen Müllverringerung und Verbesserung des Stadtbildes mit sozialen Aspekten verknüpft werden. Mit dem Konzept der Pfandringe an öffentlichen Mülleimern adressieren wir also gleich mehrere Themen“, erklärt Klimaschutzmanagerin Dr. Beate Arman. „Besonderer Dank gilt den Kolleginnen und Kollegen aus den Bereichen Tiefbau, Grünflächen und Baubetrieb für die schnelle und unkomplizierte Umsetzung der Idee, die im Rahmen der Sauberkeitskampagne 'Mach mit! Für ein sauberes Kirchheim' entstanden ist.“

Einerseits werden durch die Ergänzung zu den öffentlichem Mülleimern mehr wertvolle Rohstoffe recycelt, Ressourcen geschont und das Restmüllvolumen in öffentlichen Mülleimern reduziert. Neben dem Sparpotenzial durch geringere Kosten für Restmüllentsorgung und positiven Aspekten für die Umwelt gibt es einen weiteren, wichtigen Vorteil: Menschen, die ihren Lebensunterhalt durch Pfandflaschen aufbessern, müssen nicht mehr in die Mülleimer greifen, wo häufig nicht nur klebrige Kaugummis und Essensreste warten, sondern auch ein Verletzungsrisiko durch scharfkantige Gegenstände lauert.

Gerade diese Menschen, die aufgrund von Altersarmut, Arbeitslosigkeit oder niedrige Löhne auf das Sammeln von Pfand angewiesen sind, können so die Flaschen besser und leichter erreichen. „Die Pfandringe sollen diese bedürftigen Menschen vor der Entwürdigung durch das Herumsuchen in Mülleimern bewahren“, so Oberbürgermeister Dr. Pascal Bader. Die Stadtverwaltung hofft, dass die Pfandringe nicht dazu beitragen, dass den Sammlerinnen und Sammlern künftig weniger Pfandflaschen als seither zur Verfügung stehen, da diese nun leichter zu erreichen sind. Aus diesem Grund wurde zunächst mit zwei Pfandringen als Testmöglichkeit begonnen. Da das Konzept bereits in vielen Städten erprobt wird, kann auf diverse Erfahrungen zurückgegriffen und von anderen gelernt werden. Sollte es sich auch in Kirchheim unter Teck bewähren, könnte es auf weitere Standorte ausgeweitet werden.

Statt Pfandflaschen und -dosen in den Müll zu werfen, können Passanten sie am Rossmarkt und an der Stadtbücherei in eine dafür vorgesehene Halterung stellen - den Pfandring.

Pressemitteilung Nr. 101/21 vom 20.05.2021