Stadtnachricht

Projekt „Energiesparen an Kirchheimer Schulen“ geht am Dienstag, 30. März 2021 an den Start


Die öffentliche Vorstellung findet von 14:00 bis 15:00 Uhr über eine Videokonferenz statt. Wer an der Auftaktveranstaltung teilnehmen möchte, kann sich bis einschließlich Donnerstag, 25. März per E-Mail an b.arman@kirchheim-teck.de bei Dr. Beate Arman, der Klimaschutzmanagerin der Stadt Kirchheim unter Teck, anmelden.

„Mit dem Projekt sollen die Themen Energiesparen und Klimaschutz sowie Abfall in den Schulen in den Fokus gerückt werden“, erläutert Oberbürgermeister Dr. Pascal Bader. Zwar sind Umweltbildung und Klimawandel bereits fester Bestandteil von Lehrplänen. „Häufig fehlen jedoch direkte Anreize, um dieses Wissen vor Ort anzuwenden und CO2 oder Müll einzusparen.“ Aus diesem Grund soll das Projekt deutlich machen, wie sich ein verändertes Verhalten durch die Nutzerinnen und Nutzer der Schule (Lehrpersonal und Schülerschaft) auf den Energieverbrauch und das Abfallaufkommen auswirkt.

Am Projekt beteiligt sind mindestens neun Schulen aus Kirchheim unter Teck: die Freihof-Grundschule, die Freihof-Realschule, die Grundschule Nabern, die Lindachschule Jesingen, die Konrad-Widerholt-Grundschule, das Ludwig-Uhland-Gymnasium sowie das Schlossgymnasium, die Teck-Realschule und die freie Waldorfschule.

Begleitete Projekte an Schulen in Kirchheim unter Teck

In den kommenden vier Jahren wird es an den Schulen vielfältige Aktivitäten zu verschiedenen Bereichen des Energie- und Abfallsparens geben. Damit die gesamte Schule mitmachen kann, werden die Themen vermehrt im Unterricht behandelt, an Projekttagen vertieft und über praktische Arbeiten in Arbeitsgruppen oder unterrichtsbegleitend umgesetzt.
 
Sogenannte „Energiespar-Teams“ sollen Maßnahmen planen und begleiten. Dazu gehört beispielsweise die Benennung von Lichtwarten und Lüftungsverantwortlichen in den Klassen, die Kontrolle der Raumtemperatur, die Suche nach Stromfressern, aber auch die Veranstaltung von Info-Aktionen oder ein Energie-Quiz. Dabei steht es jeder Schule frei, im Austausch miteinander ein eigenes Konzept zu entwickeln und eigene Ideen umzusetzen.
 
Begleitet werden die Teams durch eine Energieberaterin und einen Energieberater der Arqum GmbH aus Stuttgart, die bei Vor-Ort-Begehungen auch technische Möglichkeiten zum Energiesparen aufzeigen. Auch Angebote von externen Referenten, Exkursionen zu Unternehmen oder Energieerzeugungsanlagen können zusätzliche Projektbestandteile sein. „Auch Referenten der lokalen Agenda-Gruppe „Bildung für Nachhaltige Entwicklung“ können angefragt werden“, erläutert Klimaschutzmanagerin Dr. Beate Arman. „Wir sind gespannt, welche Ideen und Aktivitäten die Schulen entwickeln und unterstützen gerne dabei.“
 
Als Anreiz für die Aktivitäten erhalten Schulen eine jährliche Prämie, die sich an den Einsparerfolgen und den durchgeführten Aktivitäten bemisst. So werden eigene Ideen und Bemühungen belohnt und gleichzeitig die kommunalen Ausgaben gesenkt.
 

Aktivierung ungenutzter Einsparpotentiale als Ziel

Schulen haben einen erheblichen Anteil an den Energiekosten einer Stadt. Laut dem letzten Energiebericht der Stadt Kirchheim unter Teck tragen die Schulen zum Verbrauch von 53 Prozent der Heizwärme und 35 Prozent des Stroms bei. „Mit der Einführung eines Energiesparmodells sollen der Energieverbrauch, die Emissionen und das Abfallaufkommen verringert werden, und die Kosten für Energie und Abfallentsorgung zu sparen“, informiert Dr. Beate Arman. „Ziel ist es, die schlummernden Einsparpotentiale durch das Nutzerverhalten und unerschlossene technische Maßnahmen zu mobilisieren und darüber hinaus die Themen Klimaschutz und Ressourcenschonung in den Kirchheimer Schulen zu verankern und zu fördern.“

Das Projekt wird aus Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert.

Würfel mit Aufschrift Klimaschutz / Wandel

Pressemitteilung Nr. 052/21 vom 19.03.2021