Stadtnachricht

Pfandschalen statt Einwegmüll: Gastronomen, Metzgereien und Cafés führen Mehrweg-Pfandgeschirr in Kirchheim unter Teck ein


Pfandsystem für Coffee-to-go und Takeaway

Am reCIRCLE-Pfandsystem beteiligen sich das Hotel Fuchsen & Küblers Restaurant, das Queens  und die Metzgerei Gasthof Rössle, das Alte Forstamt und die Metzgerei Frik, das Café Hope und Pippo’s Pizza Express sowie die Gaststätte an den Bürgerseen und das Café Sulzburghof. Den RECUP-Becher gibt es bereits in den Filialen der Bäckerei Scholderbeck, der Shell-Tankstelle im Gewerbegebiet Kruichling und der Cafeteria der medius Klinik in Kirchheim - neu hinzugekommen sind das Caffe Adoro und das Buchcafé Aroma sowie das Café Sulzburghof.

Die Verwendung der jeweiligen Pfandsysteme ist denkbar einfach. Kunden der teilnehmenden Betriebe erhalten ihre Bestellung in einem umweltfreundlichen Mehrwegbehälter und bezahlen Pfand in Höhe von 10 Euro für das Essen in einer reCIRCLE Mehrwegbox bzw. 1 Euro für den RECUP-Mehrwegbecher. Beides kann behalten oder bei einem beliebigen reCIRCLE- bzw. RECUP-Partner abgegeben werden. Die Kunden erhalten dann wahlweise das Pfand zurück, oder beispielsweise im Fall einer weiteren Bestellung einen neuen, sauberen Mehrwegbehälter.

Ein Mehrwegbehälter der Firma reCIRCLE mit Esstäbchen, Curry, Reis und Salat neben einem Laptop und einem Getränk.
Mit dem Mehrweg-Pfandsystem reCIRCLE genießen Kunden der teilnehmenden Betriebe in Kirchheim unter Teck ihr Essen in umweltfreundlichen Mehrwegbehältern bequem zuhause oder unterwegs. (Foto: reCIRCLE Deutschland)


Mehrwert durch Mehrweg

„Ich freue mich sehr, dass es in unserer Stadt so viele engagierte und interessierte Mitstreiter für das Thema Mehrweg gibt“, erklärt Oberbürgermeister Dr. Pascal Bader. Die Themen Nachhaltigkeit, Ressourcen- und Klimaschutz sowie die Vermeidung von Plastikmüll in der Umwelt spielen hier eine wichtige Rolle. „Durch die Corona-Pandemie hat der Außer-Haus-Verkauf in der Gastronomie und damit auch das Müllaufkommen deutlich zugenommen – umso mehr Anerkennung verdient es, dass die teilnehmenden Betriebe sich gemeinsam für eine nachhaltige Verpackungslösung einsetzen.“

Erste Impulse in Richtung Mehrweggeschirr lieferte eine Seminararbeit von Studierenden am Pädagogischen Fachseminar in Kirchheim unter Teck zum Pfandsystem „RECUP“. Ende 2019 lag auch ein Antrag aus den Gemeinderatsfraktionen der Grünen und der Freien Wähler zur Einführung von Mehrwegpfandbechern vor.

Seitdem gab es mehrere Unternehmerdialoge und Informationsveranstaltungen, zu denen die Stadt mit tatkräftiger Unterstützung der Arbeitsgruppe „Kirchheim plastikfrei“ interessierte Betriebe aller gastronomischen Branchen eingeladen hatte. „Nachdem wir das Interesse und den Markt nach geeigneten Lösungen sondiert hatten, sind wir stolz, mit reCIRCLE und RECUP nun zwei Systeme anbieten zu können, die deutschlandweit verfügbar sind und den Anforderungen der Kirchheimer Betriebe entsprechen“, erklärt Dr. Beate Arman, Klimaschutzmanagerin der Stadtverwaltung Kirchheim unter Teck.

Vermeidung von Verpackungsmüll als gemeinsames Ziel

Laut einer Studie des NABU werden in Deutschland jährlich rund 360.000 Tonnen Abfall durch Einweggeschirr und To-Go-Verpackungen produziert. „Dies müssen wir deutlich reduzieren. Hier ist jeder Einzelne gefragt, und mit ihrem Einsatz zählen die Gastronomen zu den Pionieren in Kirchheim unter Teck“, betont Dr. Beate Arman. „Nur durch das Engagement aller können wir einen Beitrag dazu leisten, die Umwelt weniger zu belasten.“

Je mehr Betriebe mitmachen, umso erfolgreicher ist das Projekt – und umso attraktiver wird es auch für die Kunden. Deshalb sollen künftig weitere Bäckereien, Kantinen, Tankstellen, Cafeterien und Metzgereien für die Zusammenarbeit gewonnen werden.

Interessierte Betriebe können sich melden und informieren bei: Dr. Beate Arman, Klimaschutzmanagerin der Stadt Kirchheim unter Teck, Telefon: 07021 502-615, E-Mail: b.arman@kirchheim-teck.de.

Pressemitteilung Nr. 254/20 vom 18.11.2020