Stadtnachricht

Wichtige Hinweise für Eltern: Teilschließungen von Kitas im Herbst und Winter sowie Maskenpflicht bei Schulbetreuungen ab Montag, 19. Oktober 2020


Junge Frau und Kinder bei der Hausaufgabenbetreuung

Teilschließungen von Kitas aufgrund von Personalausfällen möglich


„Gegenwärtig sehen wir uns in allen Einrichtungen mit Krankheitsausfällen konfrontiert, die aus unserer Sicht ungewöhnlich für diese Jahreszeit sind“, erklärt Michaela Göhler-Bald, Leiterin der Abteilung Bildung der Stadtverwaltung Kirchheim unter Teck. Dass sich während der Erkältungszeit die Reihen lichten, komme vor – Herbst und Winter haben in den vergangenen Jahren diverse Krankheitswellen ausgelöst, so Göhler-Bald. In diesem Jahr seien die Ausfälle aber bereits ungewöhnlich früh aufgetreten, teilweise unmittelbar nach den Sommerferien.

„Das hängt mit Sicherheit mit der Sensibilisierung aufgrund von Covid-19 zusammen. Sowohl Eltern als auch Beschäftigte vermeiden bei Krankheitssymptomen den Kontakt zu anderen und begeben sich in häusliche Isolation, bis Klarheit besteht - was während der Pandemie natürlich richtig ist“, betont Göhler-Bald. Erschwerend komme aber hinzu, dass Kindertageseinrichtungen nur einen „Regelbetrieb unter Pandemie-Bedingungen“ anbieten dürfen, der einen wechselnden Einsatzort der vorhandenen Springkräfte ausschließt.

„Es ist nicht auszuschließen, dass uns ein ähnlich holpriger Winter bevorsteht“, gibt Göhler-Bald zu. In den vergangenen Wochen kam es bereits zu Teilschließungen oder freiwilligen Gruppenreduzierungen, um den Kernbetrieb aufrechterhalten zu können. Dass dies bei den betroffenen Eltern zu Schwierigkeiten geführt hat, ist nachvollziehbar. „Diese Maßnahmen sind aber unser allerletztes Mittel, wenn keine Alternativen vorhanden sind.“

Maskenpflicht in der Früh- und Spätbetreuung ab Montag, 19. Oktober 2020


Mit der zum heutigen Tag in Kraft getretenen Änderung der Corona-Verordnung Schule der Landesregierung kann das Kultusministerium bei Feststellung einer landesweiten 7-Tages-Inzidenz von 35 und mehr Neuinfektionen je 100.000 Einwohner (Pandemiestufe 3) durch das Landesgesundheitsamt eine Maskenpflicht im Unterricht ab Klassenstufe 5 anordnen.

Die Stadt Kirchheim unter Teck möchte dazu beitragen, dass der Betrieb der Schulkindbetreuung in Pandemie-Zeiten möglichst reibungslos ablaufen kann. Hierzu gehört auch, dass das Infektionsrisiko in der städtischen Betreuung reduziert wird. Wegen der vorhandenen Personalkapazitäten ist es nicht möglich, Kinder nur in der jeweiligen Jahrgangsstufe zu betreuen. Aus diesem Grund wurde eine Einteilung in feste Gruppen vorgenommen.

Dies ist jedoch in der Regel in der ergänzenden Betreuung und in der Frühbetreuung aufgrund deutlich geringerer Betreuungszahlen nicht möglich. Aus diesem Grund ist für Kinder in dieser Betreuungsform eine Maskenpflicht notwendig.

Ab kommender Woche ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in der Frühbetreuung von 07:00 bis 08:45 Uhr und in der Spätbetreuung von 15:00 bis 17:00 Uhr verpflichtend für alle Kinder. Dies gilt auch zu anderen Zeiten, wenn sich die Gruppen während eines städtischen Betreuungsangebots an ihrem Schulstandort mischen. Eltern und Sorgeberechtigte werden gebeten, ihren Kindern ab nächster Woche einen Mund-Nasen-Schutz mitzugeben. Die Teilnahme in der Früh- und Spätbetreuung ist ohne Einhaltung der Maskenpflicht nicht mehr möglich.

Der Stadtverwaltung Kirchheim unter Teck ist bewusst, dass viele Eltern in den letzten Monaten besonders gefordert und belastet waren und möchte sich ausdrücklich für die Geduld und Disziplin bedanken. Gleichzeitig bittet die Stadtverwaltung um Verständnis und appelliert an die Bevölkerung, die Einhaltung der infektionsschützenden Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus ernst zu nehmen und insbesondere Risikogruppen wie ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen zu schützen. 

Pressemitteilung Nr. 227/20 vom 16.10.2020