Stadtnachricht

Krebspest im Trinkbach breitet sich weiter aus – Krebssperren werden erneut errichtet


Ausgehend vom Trinkbach stellt die Krebspest, bei der es sich um einen Eipilz aus Nordamerika handelt, eine Gefahr für alle heimischen Krebse im gesamten Einzugsgebiet der Lindach dar. Die Krankheit ist für die Krebse zu 100 Prozent tödlich und kann zur Ausrottung des gesamten Bestandes führen.

Um die Ausbreitungsgefahr einzudämmen, hat die Stadtverwaltung Kirchheim unter Teck in Abstimmung mit dem Regierungspräsidium Stuttgart und dem Landratsamt Esslingen im Sommer 2019 sogenannte Krebssperren im Trinkbach errichtet. Diese sollen eine  weitere Verbreitung der Pilzsporen weiter bachaufwärts verhindern. Zunächst schien dies eine erfolgversprechende Maßnahme zu sein, nachdem keine weiteren verendeten Krebse mehr entdeckt wurden.

Leider hat sich bei der Kontrolle des Krebsbestandes vergangene Woche herausgestellt, dass die Verbreitung der Krebspest weiter vorangeschritten ist, weshalb in dieser Woche erneut Krebssperren im Trinkbach im Bereich der Gemarkungsgrenze zu Holzmaden errichtet werden. Auch die Gemeinde Holzmaden beteiligt sich an der Maßnahme und baut eine Barriere im Seebach. Der Bau der Sperren erfolgt in enger Abstimmung mit dem Regierungspräsidium Stuttgart und dem Amt für Wasserwirtschaft des Landkreises Esslingen.

Doch auch die Bevölkerung kann sich aktiv am Schutz der heimischen Krebsbestände beteiligen. Die Stadtverwaltung bittet darum, weder den Trink- und Seebach noch deren Zuflüsse zu betreten – dadurch kann eine weitere Verschleppung verhindert werden. Die Pilzsporen verfangen sich auch sehr leicht im Fell von Hunden und in Gummistiefeln, und können dadurch rasant in andere Gewässerabschnitte übertragen werden. So gerne viele Hunde auch ins Wasser gehen – Hundebesitzer werden um Mithilfe gebeten und sollten den Badespaß der Vierbeiner unterbinden.

Die Stadtverwaltung Kirchheim unter Teck hat schon im vergangen Jahr Hinweisschilder zum Betretungsverbot und Verhaltensregeln aufgestellt. Die Allgemeinverfügung des Landkreises, die den Gemeingebrauch des Trinkbaches inkl. Zuflüsse einschränkt, gilt weiterhin bis mindestens zum 30.06.2020 und wird voraussichtlich noch verlängert.

Detaillierte Informationen finden Sie hierzu auch in der Allgemeinverfügung des Landkreis Esslingen zur Krebspest unter https://bit.ly/2LF3OVT.

Pressemitteilung Nr. 104/20 vom 14.05.2020