Stadtnachricht

Öffentliche Bekanntmachung zur Auslegung des ergänzenden Verfahrens gemäß § 214 Abs.4 BauGB des Vorhabenbezogenen Bebauungsplans "Wangerhaldenbach" Planbereich Nr. 12.12, Gemarkung Kirchheim


Der Gemeinderat hat am 05. Juni 2019 beschlossen, für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan Nr. 12.12 ein ergänzendes Verfahren
gemäß § 214 Abs. 4 Baugesetzbuch (BauGB) durchzuführen.
 
Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung vom 05. Juni 2019 ebenfalls beschlossen, für den
vorhabenbezogenen Bebauungsplan Nr. 12.12 „Wangerhaldenbach“ in der geänderten Fassung im Rahmen des Verfahrens gemäß § 214 Abs. 4 Baugesetzbuch (BauGB) die öffentliche Auslegung gemäß § 3 Abs. 2 BauGB durchzuführen und die berührten Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange gemäß § 4 Abs. 2 BauGB zu beteiligen.
 
Im Norden wird das Plangebiet durch die Schlierbacher Straße (B297), im Osten durch das bestehende Wohnhaus Nr. 90, im Süden durch den Wangerhaldenbach (Flurstück 2255) und im Westen wird das Plangebiet vom Flurstück 2407/7 mit bestehender Bebauung begrenzt.
 
Der Geltungsbereich erstreckt sich auf den Flurstücken 2408, 2409 und 2410, alle Gemarkung Kirchheim.
 
Mit der bevorstehenden Bebauungsplanänderung sollen die planungsrechtlichen Grundlagen für drei Mehrfamilienhäuser und mehrere Einfamilienhäuser sowie ein Bürogebäude geschaffen werden.
 
Maßgebend sind die Unterlagen der Stadt Kirchheim unter Teck, nämlich der Lageplan zum Bebauungsplanentwurf mit Textteil 16.01.2015 / 26.05.2015 / 15.12.2016 / 01.03.2017 / 21.08.2017 / 18.04.2019 und die Begründung vom 22.05.2015 / 15.12.2016 / 01.03.2017 / 24.08.2017 / 10.05.2019, sowie die Vorhaben- und Erschließungspläne vom 10.05.2019 und der Freiflächenplan vom 04.07.2017.
 
Der Bebauungsplanentwurf mit Begründung und Vorhaben- und Erschließungsplänen sowie die vorliegenden umweltbezogenen Stellungnahmen und Gutachten liegen vom 24. Juni 2019 bis 26. Juli 2019 einschließlich, während der üblichen Dienststunden bei der Stadt Kirchheim unter Teck, Abteilung Städtebau und Baurecht, Sachgebiet Stadtplanung, Alleenstraße 3, 2. Stock, für jedermann zur Einsichtnahme auf.
 
Folgende Arten umweltbezogener Informationen sind verfügbar:

Umweltbericht vom 22.08.2017 mit Informationen zu den wesentlichen Auswirkungen auf die Schutzgüter:
  • Boden (insbesondere die Auswirkungen der Flächenversiegelung, natürliche Bodenfruchtbarkeit, Ausgleichskörper im Wasserkreislauf, Filter und Puffer für Schadstoffe, Sonderstandort für naturnahe Vegetation),
  • Wasser (insbesondere die Auswirkungen auf das Oberflächengewässer Wangerhaldenbach und das Grundwasser),
  • Klima/Luft (insbesondere die Auswirkungen auf die Kaltluftproduktionsflächen, Kaltluftleitbahnen sowie Flächen mit bioklimatischer Ausgleichs- und Filterfunktion),
  • Arten und Biotope (insbesondere die Auswirkungen auf die hier vorkommenden geschützten Arten (Vögel – Halsbandschnäpper, Star, Haussperling, Gartenrotschwanz, Mehlschwalbe, Gilitz, Dompfaff, Wacholderdrossel, Rotmilan, Amsel, Blaumeise, Kleiber, Kohlmeise, Mönchsgrasmücke, Rabenkrähe, Rotkehlchen, Singdrossel, Zaunkönig, Hausrotschwanzes; Reptilien – Zauneidechse, Blindschleiche; Fledermäuse - Großes Mausohr, Zwergfledermaus, Mückenfledermaus, Bartfledermäuse, Wasserfledermaus, Bechsteinfledermaus, Großer und kleiner Abendsegler, Breitflügelfledermaus, Zweifarbfledermaus, Rauhautfledermaus; Bilche – Haselmaus; Holzkäfer; Libellen; Heuschrecken; Amphibien – Salamander; Schmetterlinge; Krebse – Edelkrebse, Steinkrebs, Flusskrebs) und Biotoptypen (Fettwiese mittlerer Standorte, Zierrasen, grasreiche, ausdauernde Ruderalvegetation, Gebüschen mittlerer Standorte, Holunder-Gebüsch, Brombeer-Gestrüppe, Gebüsch aus nicht heimischen Straucharten, Hecke aus nicht heimischen Straucharten, Einzelbäume, gewässerbegleitender Auwaldstreifen, von Bauwerken bestandenen Flächen, völlig versiegelten Platz, gepflasterte Flächen, Weg oder Platz mit wassergebundener Decke, Kies oder Schotter, Blumenbeete oder Rabatte, Ziergarten)),
  • Landschaftsbild und Erholung (insbesondere die Auswirkungen auf die Landschaftsbildqualität und die Erholungsfunktion),
  • Mensch (insbesondere Auswirkungen durch Siedlungsfläche),
  • Kultur- und sonstige Sachgüter (insbesondere Auswirkungen auf Boden- und Baudenkmale)
und die Wechselwirkungen zwischen den einzelnen Schutzgütern vom 22.08.2017 (Tier- und Landschaftsökologie Deuschle, Köngen).

Artenschutzrechtliche Relevanzprüfung mit Habitatstrukturanalyse mit Informationen zu den Auswirkungen auf die gemeinschaftlich geschützten Arten des Anhangs IV der FFH-Richtlinie und den Verbotstatbeständen nach § 44 Abs. 1 i. V. m. Abs. 5 BNatSchG (insbesondere zu
  • Vögel – Amsel, Blaumeise, Buchfink, Buntspecht, Dompfaff, Eichelhäher, Elster, Feldsperling, Gartenbaumläufer, Gartenrotschwanz, Girlitz, Grünfink, Grünspecht, Halsbandschnäpper, Hausrotschwanz, Haussperling, Kernbeißer, Kleiber, Kohlmeise, Mäusebussard, Mehlschwalbe, Mönchsgrasmücke, Rabenkrähe, Ringeltaube, Rotkehlchen, Rotmilan, Schwanzmeise, Singdrossel, Star, Stockente, Sumpfmeise, Wacholderdrossel, Wintergoldhähnchen, Zaunkönig, Zilpzalp;
  • Reptilien - Zauneidechse, Blindschleiche;
  • Fledermäusen – Kleine und Große Bartfledermaus, Wasserfledermaus, Bechsteinfledermaus, Großer und Kleiner Abendsegler, Breitflügelfledermaus, Zweifarbfledermaus, Rauhautfledermaus, Mückenfledermaus, Zwergfledermaus;
  • und weitere Arten wie Haselmaus, Steinkrebs, Edelkrebses, Salamander) vom 28.07.2017 (Büro Tier- und Landschaftsökologie Deuschle, Köngen).
 
Naturschutzrechtliche Erlaubnis vom 04.05.2017 zur Errichtung eines Habitats für Zauneidechsen.
 
Geotechnischer Bericht vom Büro BWU vom 27.11.2015 mit Ergänzung vom 28.10.2016 zu den Aussagen der Bodenbeschaffenheit.
 
Schallgutachten vom Büro Bauphysik 5 vom 12.04.2019 zu den auf das Plangebiet einwirkenden Gewerbe- und Verkehrslärmimmissionen (insbesondere Schallimmissionen der schalltechnisch relevanten umliegenden Gewerbebetriebe und der Bundesstraße B297) sowie zu den von der Planung ausgehenden Lärmimmissionen (Schallimmissionen durch die Zufahrt des Vorhabens).
 
Aktennotiz des Büros Bauphysik 5 vom 24.02.2017 zur Reflektion des Verkehrslärms auf der B297 durch die Schallschutzwand
 
Aktennotiz des Büros Bauphysik 5 vom 28.06.2017 zur Reflektion des Verkehrslärms auf der B297 durch die Fassaden der Mehrfamilienhäuser.
 
Schalltechnisches Gutachten Gerlinger+Merkle vom 08.06.2017 zur Geräuscheinwirkung eines östlich des Plangebietes liegenden Gewerbeareals auf das Vorhaben
 
Entwässerungskonzept vom 19.12.2016, Entwässerungsgesuch vom 13.12.2016 und wasserrechtliche Erlaubnis vom 06.04.2017 und 09.06.2017 zu den Belangen der Niederschlags- und Schmutzwasserableitung.
 
Lüftungsgutachten Tiefgarage vom 16.08.2017 zu den Belangen der Belüftung.
 
Stellungnahmen des RP Stuttgart – Straßenwesen und Verkehr zur Erschließung des Plangebietes, zu baulichen Anlagen entlang einer Bundesstraße und zur Verkehrssicherheit der geplanten Zufahrt.

Regierungspräsidium Freiburg – Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau zu den Belangen Geotechnik und Geotopschutz.

Landratsamt Esslingen zu den Belangen Wasserwirtschaft und Bodenschutz, Lärm sowie Arten- und Naturschutz.

Verband Region Stuttgart zu den Belangen Kaltluftproduktions- und Kaltluftsammelgebieten.
 
Stellungnahmen von Privaten zu den Themen planbedingter Immissionen, Niederschlagsbeseitigung, Höhensituation, Geländeveränderungen, Auswirkungen der Parkierung, Beeinträchtigung des Ökosystems, Verkehrssituation und Sichtwinkel bei der Zufahrt zum Plangebiet.
 
 
Unterlagen zu diesem Verfahren können im genannten Zeitraum auch auf der städtischen Homepage http://www.kirchheim-teck.de/bebauungsplaene im Internet abgerufen werden.
 
Während der öffentlichen Auslegung können Stellungnahmen zum Bebauungsplanentwurf abgegeben werden.
 
Nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen können bei der Beschlussfassung über den Bebauungsplan unberücksichtigt bleiben.

Geltungsbereich zum Bebauungsplan Wangerhaldenbach