Stadtnachricht

Die AGFK informiert: Rush Hour? Fahrrad statt Ferrari!


Der Weg zur Arbeit – für die meisten Menschen nicht gerade die schönste Zeit des Tages. Und doch verbringen wir von Jahr zu Jahr mehr Zeit damit, zur Arbeit zu kommen. Und zurück. Die Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg e. V. (AGFK-BW) hat einen einfachen Tipp, wie Sie mit diesem Trend brechen: Nehmen Sie das Fahrrad.

In Deutschland nimmt man das Auto

08:00 Uhr am Morgen. Gerade erst haben Sie die Haustür hinter sich zugezogen, da öffnen Sie auch schon die nächste Tür: die Ihres Autos. Auf dem Land, wo die Wege weit sind, nutzen laut Statistischem Bundesamt 72 Prozent den eigenen Pkw. Aber selbst in der Stadt sind es noch 49 Prozent. Wenn das liebgewonnene Schnurren des Motors ertönt, beginnt für viele die wohl verlorenste Zeit des Tages: der Arbeitsweg. 48 Prozent der Deutschen brauchen dafür 10 bis 30 Minuten, 22 Prozent sogar bis zu einer Stunde und 5 Prozent sind noch länger unterwegs. Gerade einmal 23 Prozent haben das Glück, weniger als 10 Minuten für ihre Strecke zu benötigen, hat das Statistische Bundesamt erhoben.

Der eigene Pkw: schnell, aber langsam

Da hilft selbst der 500-PS-Sportwagen nichts. Das Fahrrad hingegen schon. Laut Berechnungen des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) könnten 7 Millionen Menschen umsteigen. Genügend Entwicklungspotenzial gibt es allemal. Schließlich nutzen laut Statistischem Bundesamt nur 9 Prozent der Stadtbevölkerung das Rad auf dem Arbeitsweg. Dabei ist das Fahrrad auf kurzen Wegen die deutlich bessere Wahl: Auf Strecken bis 5 km ist man schneller als mit jedem anderen Verkehrsmittel, mit dem Pedelec sogar bis 10 km.

Fahrrad auf einem Fahrradstreifen und vorbeifahrendes Auto

Mit dem Fahrrad am Stau vorbei

Das liegt vor allem daran, dass Sie mit dem Fahrrad häufig am Stau vorbeifahren können. Auf den Hauptverkehrsrouten gibt es oft Schutzstreifen oder Radwege, auf denen Sie deutlich schneller vorankommen als Ihre autofahrenden Kollegen im Stau. Ein weiterer Grund: Mit dem Rad haben Sie meistens mehr Routen zu Auswahl als mit dem Pkw. So gibt es in sowohl in Städten als auch im Grünen viele „Schleichwege“, die für den motorisierten Verkehr nicht freigegeben sind – und in vielen Einbahnstraßen dürfen Radfahrer in beide Richtungen unterwegs sein. Sollten Sie sich also demnächst dabei erwischen, dass Sie schon beim Gedanken an die morgendliche Rush Hour schlechte Laune bekommen, tun Sie sich einen Gefallen: Lassen Sie das Auto stehen. Nehmen Sie das Fahrrad.

Weitere Infos

https://www.zeit.de/feature/pendeln-stau-arbeit-verkehr-wohnort-arbeitsweg-ballungsraeume

Die AGFK-BW e. V.

Das Logo der AGFK Baden-Württemberg
Die Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundlicher Kommunen in Baden-Württemberg e. V. (AGFK-BW) ist ein Netzwerk von über 70 Städten, Landkreisen und Gemeinden. Unterstützt und gefördert vom Land, wollen die Kommunen das Radfahren als selbstverständliche, umweltfreundliche und günstige Art der Fortbewegung fördern, mehr Menschen sicher aufs Rad bringen und ihnen die Freude am Radfahren vermitteln – für eine neue Radkultur in Baden-Württemberg. In diesem Jahr verfolgt die AGFK-BW im Rahmen der Kampagne Mein Weg. Meine Zeit. das Ziel, mehr Arbeitnehmer auf ihren Arbeitswegen aufs Rad zu bringen.