Stadtnachricht

Bebauungsplan tritt in Kraft: Eckgebäude im Gerberviertel wird ein Stockwerk niedriger


Nächster Meilenstein erreicht: Der Kirchheimer Gemeinderat hat in seiner Sitzung am 10. April 2019 den geänderten Bebauungsplan für das „Gerberviertel“ beschlossen. Dabei setzten die Mitglieder des Gremiums eine wesentliche Änderung durch: Das Gebäude, das auf dem Grundstück an der Ecke Alleenstraße/ Schülestraße entstehen soll, darf höchstens 10,30 Meter bis zur Traufe und 17,00 Meter bis zum First erreichen. Damit wird es ein Stockwerk tiefer als von Gestaltungsbeirat und Stadtverwaltung vorgeschlagen.
 
Ein Ziel des überarbeiteten Bebauungsplans ist es, mehr Freiräume im Gerberviertel zu schaffen. Die ursprünglich vorgesehene vollständig, flächendeckende Überbauung des gesamten Quartiers wird durch eine klassische, kleinteilige Blockrandbebauung ersetzt. Bei einer Blockrandbebauung sind die Gebäude allseitig von Straßen eingerahmt und die Bebauung ist zur Straße orientiert. In der Mitte der Gebäude befindet sich eine Freifläche – zum Beispiel in Form eines Innenhofes. Durch die differenzierte Ausgestaltung von Giebel- und Traufständigkeit werden unterschiedliche Qualitäten der Straßen- und Gassenräume hergestellt.

Bild_2019-04-24_Das abgerissene Turmgebäude an der Ecke Alleenstraße_Schülestraße. Es wird durch einen Neubau ersetzt.
 
Mit der Änderung im Bebauungsplan werden die Voraussetzungen geschaffen, damit sich ein modernes Quartier mit Wohn- und Gewerbeflächen am Rande der Innenstadt entwickeln kann. Der Bereich erfährt dadurch eine städtebauliche Weiterentwicklung. In den Erdgeschossen der Gebäude an der Alleenstraße sollen Flächen für Einzelhändler entstehen, um den öffentlichen Raum zu beleben.
 
Der Bebauungsplan ist bereits in Kraft getreten und kann auf www.kirchheim-teck.de/bebauungsplaene eingesehen werden.