Stadtnachricht

Abwechslungsreiches Begleitprogramm zur Maidan-Ausstellung im Kornhaus


Das Begleitprogramm startet am Donnerstag, 11. April, mit einem virtuellen Stadtrundgang durch Kiew. In einem Vortrag stellen Studierende der Universität Tübingen historische Orte, interkulturelle Begegnungen und politische Konflikte mit anschaulichem Bildmaterial vor. Der virtuelle Stadtrundgang findet ab 19:00 Uhr im Kornhaus statt.

Der Workshop „Peace Counts - Frieden zählt!“ am Freitag, 12. April, befasst sich mit ziviler Konfliktbearbeitung weltweit. Kern des Workshops sind die Themen Gewalt(freiheit), Konflikt(bearbeitung) und Frieden(svisionen). Moritz Stein von „BePart!“ und Experten der Servicestelle Friedensbildung Baden-Württemberg/Landeszentrale für politische Bildung übernehmen – angeregt von der Foto-Ausstellung und unter Anwendung friedenspädagogischer Methoden – die Leitung des Workshops. Die Veranstaltung findet von 16:00 bis 19:00 Uhr im Mehrgenerationenhaus LINDE (Alleenstraße 90) statt und richtet sich an Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahren.

In einem Vortrag am Donnerstag, 25. April, erläutert Prof. Dr. Klaus Gestwa, Universität Tübingen, die Geschichte der zerrütteten Beziehung von Russland und der Ukraine. Im aktuellen Konflikt der beiden Staaten wird Geschichte immer wieder als politische Waffe eingesetzt, um Politik zu legitimieren und Gesellschaft zu mobilisieren. Der Vortrag geht daher näher auf die Geschichte der Krim, des Zweiten Weltkriegs und die ukrainisch-russischen Beziehungen seit 1991 ein. Der Vortrag beginnt um 19:00 Uhr im Kornhaus.

Mit Theorie, Werkzeugen, Effekten und Interpretation der Fotografie befasst sich der Workshop „Reportage oder Dokumentation?“ am Freitag, 26. April, im Mehrgenerationenhaus LINDE. Nach einem allgemeinen Einstieg in das Thema Fotografie werden die Referenten Wayne Storz (Student und Fotograf) und Katharina Sophia Hardt (Städtisches Museum im Kornhaus) auf Aspekte wie die Wahrnehmungspsychologie, Interpretation und Subjektivität von Fotografien eingehen. Der dreistündige Workshop startet um 17:00 Uhr. Teilnehmen können Jugendliche zwischen 14 und 20 Jahren.

Thema einer Podiumsdiskussion am Donnerstag, 23. Mai, sind Zivilgesellschaft, Politik und Kultur in Russland und der Ukraine. Bei der Diskussion, die in Kooperation mit der
Heinrich-Böll-Stiftung Baden-Württemberg veranstaltet wird, erörtern zwei ausgewiesene Kenner Russlands und der Ukraine die zentralen politischen Problemfelder, den gesellschaftlichen Wandel und die aktuellen kulturellen Debatten. Jens Siegert (Heinrich-Böll-Stiftung/Goethe-Institut) und Dr. Alexander Kratochvil (Tschechische Akademie der Wissenschaften/Humboldt-Universität) gehen dabei auch auf das „System Putin“ ein. Die Podiumsdiskussion beginnt um 19:00 Uhr im Kornhaus.

Der Eintritt ist bei allen Veranstaltungen frei. Um Anmeldung unter 07021 502-377 oder museum@kirchheim-teck.de wird gebeten. Weitere Informationen gibt es auf www.kirchheim-teck.de/maximdondyuk.

PRESSEMITTEILUNG Nr. 073/19 vom 03.04.2019