Stadtnachricht

Haushalt für 2019 vom Regierungspräsidium genehmigt


Kirchheim unter Teck ist damit im Kernhaushalt nahezu schuldenfrei, was unter den großen Kreisstädten im Land eine Rarität ist. Im Landesdurchschnitt weisen die Haushaltsplanungen zum 31.12.2019 eine Verschuldung von 514 Euro/Einwohner aus. „Ich freue mich darüber, dass die Verschuldung sich 2019 weiter verringert hat. Der Haushaltserlass des Regierungspräsidiums bestätigt, dass wir als eine der wenigen Großen Kreisstädte im Regierungsbezirk Stuttgart kurz davor sind, einen schuldenfreien Kernhaushalt präsentieren zu können“, so Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker. „Der Haushalt ermöglicht damit Spielraum für die notwendigen Investitionen in die städtische Infrastruktur. Es handelt sich jedoch um die Planung für 2019 und damit um eine Momentaufnahme. In der Finanzplanung bis 2022 sind weitere große Investitionen enthalten, deren Finanzierung - Stand heute - eine Kreditaufnahme in Höhe von 13 Millionen Euro erforderlich macht. Es müssen daher auch künftig alle Investitionen auf deren Notwendigkeit hin überprüft werden“, führt Matt-Heidecker weiter aus.

Die vom Gemeinderat im Dezember 2018 verabschiedete Planung sieht weiter vor, dass der Ergebnishaushalt 2019 mit einem positiven Saldo von 2,9 Millionen Euro abschließen wird. Finanz-Bürgermeister Stefan Wörner freut sich hierüber, gibt jedoch zu bedenken: „Die positive Ertragssituation des städtischen Haushalts hängt zu großen Teilen von der derzeit sehr guten wirtschaftlichen Entwicklung ab. Die Erfahrung aus der Vergangenheit zeigt jedoch, dass eine gute konjunkturelle Entwicklung nicht in alle Ewigkeit fortgeschrieben werden kann. Es sollte vermieden werden, Ausgaben auf hohem Niveau langfristig zu binden. Bei Investitionen gilt es die Folgekosten, die in Form von Abschreibungen, Unterhalt und Bewirtschaftung den laufenden Haushalt belasten, weiter im Blick zu behalten. Mit den entstehenden Spielräumen sollte sich die Stadt stattdessen für schlechte Zeiten wappnen.“

Vor Beginn eines Jahres erstellt die Stadt einen Haushaltsplan, der alle geplanten Einzahlungen und Auszahlungen enthält. Darin wird festgelegt, welche Aufgaben mit welchen Kosten erfüllt werden sollen und woher das dafür benötigte Geld kommt. Seit dem 01.01.2013 arbeitet die Stadt Kirchheim unter Teck mit dem Neuen Kommunalen Haushaltsrecht (NKHR). Ziel der landesweiten Umstellung auf die sogenannte Doppik war es, die Methoden privater Unternehmen auf die öffentliche Verwaltung zu übertragen. Seitdem wird in den Haushalten neben einer rein zahlungsbasierten Betrachtung, auch der Ressourcenverbrauch in Form von Abschreibungen dargestellt.

 
PRESSEMITTEILUNG Nr. 030/19 vom 18.02.2019