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Stadtnachricht

Aktueller Werkstattbericht zur Anschluss- und Obdachlosenunterbringung


Mit dem Werkstattbericht (siehe PDF-Datei am Ende des Artikels) informiert die Verwaltung den Gemeinderat und die Öffentlichkeit regelmäßig über aktuelle Entwicklungen zur Anschluss- und Obdachlosenunterbringung. Dem Thema Wohnraumversorgung kommt hierbei besondere Bedeutung zu. So auch in der Sitzung des Gemeinderates vom 4. Oktober 2017.
Die Aufnahme und Integration von Geflüchteten ist weiterhin eine große Herausforderung, der sich Kirchheim unter Teck stellen muss. Dieser Herausforderung begegnet die Stadt  mit dem sogenannten Drei-Säulen-Prinzip, das am im Oktober 2015 vom Gemeinderat beschlossen wurde. Die drei Säulen sind:
  • Neubau von Wohnungen,
  • Ankauf von Wohngebäuden und
  • Anmietung von privatem WohnraumHierzu liefert der Werkstattbericht aktuelle Zahlen.

Die Anschlussunterbringung im Hafenkäs ist seit 1. Juli 2017 bezogen. Weitere Unterkünfte sind im Bau – zum Beispiel auf dem Bolzplatz Jesingen und auf der Klosterwiese. Hier sollen Ende 2018 jeweils bis zu 68 Bewohner Platz finden. Weitere Unterkünfte sind bereits in Planung, um den anhaltenden Bedarf an Wohnraum zu decken und so der gesetzlichen Verpflichtung zur Unterbringung nachkommen zu können. Neben der Unterbringung in Neubauten, erfolgt eine Unterbringung in städtischen und von der Stadt angemieteten Wohnungen sowie über den privaten Wohnungsmarkt. Die Verpflichtung, bis Ende des Jahres 2017 insgesamt196 Geflüchtete unterzubringen, hat die Stadt Kirchheim unter Teck bereits jetzt erfüllt. „Dies heißt jedoch nicht, dass wir uns zurücklehnen können“, betont Kirchheim unter Tecks Erster Bürgermeister Günter Riemer. „Der Bedarf an Wohnraum hält weiter an und erfordert langfristige Maßnahmen“, so Riemer.

Zwischen 2015 und 2017 kamen 362 Personen im Rahmen der Anschlussunterbringung nach Kirchheim unter Teck. Der Großteil von ihnen stammt aus dem vom Bürgerkrieg betroffenen Syrien (42,5 %). Auch der Anteil an Personen aus Afghanistan (13,8 %), Gambia (11,3 %) und dem Irak (9,4 %) ist im Vergleich zu anderen Nationen hoch.

253 von ihnen können eine Aufenthaltserlaubnis vorweisen, also einen befristeten Aufenthaltstitel nach dem Aufenthaltsgesetz – zum Beispiel bei Anerkennung als Flüchtling. 25 haben den Status einer Duldung inne. Diese Personen sind zwar ausreisepflichtig. Ihre Abschiebung wird jedoch ausgesetzt. 102 Bewohnern verfügen über einen Aufenthaltsnachweis während des laufenden Asylverfahrens – eine sogenannte Gestattung.

Anna Breyer, die Leiterin des Ausländerwesens, zeigte in der Gemeinderatsitzung ferner die Möglichkeiten der Beschäftigung während und nach einem Asylverfahren auf. Um einer Beschäftigung nachgehen zu können bzw. eine Arbeitserlaubnis in Deutschland zu erhalten, müssen bestimmte Kriterien erfüllt sein. Diese werden im Werkstattbericht auf Folie 7 dargestellt. Auch die Stadt Kirchheim unter Teck ist ein potentieller Arbeitgeber. Geflüchtete können sich für Praktika, Ausbildungen und langfristige Beschäftigungsverhältnisse bewerben. Die Verwaltung ist jedoch grundsätzlich zur Gleichberechtigung aller Bewerberinnen und Bewerber verpflichtet. Das heißt, die Geflüchteten müssen sich im regulären Bewerbungsverfahren durchsetzen. Erhält der Bewerber den Job, bietet die Stadt Kirchheim unter Teck jedoch individuelle Integrationsförderung an – zum Beispiel durch Sprachkurse.

Stichwort „Integration“: Mit der Koordinationsstelle für ehrenamtliche Flüchtlingshilfe hat die Stadtverwaltung gemeinsam mit der Bruderhausdiakonie eine Instanz zur Verbesserung der Lebenssituation geflüchteter Menschen durch gezielte Koordination von ehrenamtlichen Aktivitäten geschaffen. Dabei greift sie auf ein weitreichendes Netzwerk an Kooperationspartnern zurück. Die Koordinationsstelle steht Ehrenamtlichen und Geflüchteten gleichermaßen offen. Ein gemeinsamer Infostand von Koordinationsstelle, Integrationsrat und Wohnraumakquise unter den Rathausarkaden findet das nächste Mal am Samstag, 20. Oktober 2017, von 10:00 bis 12:00 Uhr statt.

Werkstattbericht_Anschlussunterbringung Oktober 2017

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