Stadtnachricht

Steingauquartier: Die ersten beiden Baufelder stehen vor dem Verkauf


In seiner Sitzung am 4. Oktober 2017 entscheidet der Kirchheimer Gemeinderat über den Verkauf der ersten beiden Baufelder des Steingauquartiers. Außerdem wird in der Sitzung über Reservierung für die Ankernutzung auf drei weiteren Baufeldern des Areals, sowie über die Straßenbenennung im Quartier entschieden. Im Technik- und Umweltausschuss am 27. September 2017 wurden bereits der Erschließungsplan und die Nahwärmeversorgung des Steingauquartiers beschlossen.
 
„Jetzt geht es endlich los – nach jahrelanger Vorarbeit und Überwindung vieler Hürden", so Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker über die Fortschritte im Prozess.
Nachdem die Stadt Kirchheim unter Teck seit Anfang diesen Jahres Eigentümerin des Steingauquartiers ist und Dienstbarkeiten sowie entsorgungsrelevante Themen gelöst sind, konnte zunächst das Baufeld 1 ausgeschrieben werden. Die Baufelder 1 und 5 können nun auf Grundlage der eingegangenen Bewerbungen verkauft werden.
 
Die Baufelder 2, 4 und 7 sind Bestandteil der Ankernutzerkonzeption. Ankernutzer sind in der Regel Bauträger, die neben ihrem eigenen Hochbauprojekt gemeinsame Aufgaben des Baublocks – wie Tiefgaragen – übernehmen. Anlieger beteiligen sich in sogenannten Baugruppen und Bauträger an dieser gemeinsamen Infrastruktur. Aus den eingegangenen Bewerbungen erteilte die Vergabekommission dem jeweils überzeugendsten Konzept den Zuschlag für die Reservierung des Grundstückes. Für die Vergabe hatte der Gemeinderat entsprechende Kriterien beschlossen. Als Grundlage für ihre Beteiligung am Verfahren erhalten die Ankernutzer die Zusage, dass sie die jeweils vorgesehenen Grundstücke von der Stadt zu dem bereits definierten Kaufpreis erwerben können, falls sie die von ihnen erwartete Leistung erbringen und der Prozess insgesamt erfolgreich verläuft. „Es ist erfreulich, dass die Vergabe aller fünf Baufelder ausschließlich an Kirchheimer Unternehmen empfohlen wird“, so die Oberbürgermeisterin.
 
Der Erschließungsplan sieht vor, dass ab Dezember 2017 zunächst Versorgungsleitungen installiert werden. Ab Sommer 2018 sollen dann die ersten Häuser entstehen.
Im Zuge dessen soll im Steingauquartier eine Energiezentrale mit zwei Blockheizkraftwerken entstehen, die für die Nahwärmeversorgung sorgen werden. Diese liefern Wärme und erzeugen Strom durch einen Generator. Mit drei Trafostationen soll zudem ein Schritt in Richtung E-Mobilität der Anlieger gemacht werden.
 
Über die Vorschläge der Stadtverwaltung zu den Straßennamen im Quartier wird in der Gemeinderatssitzung am 4. Oktober entschieden. Zu den vorgeschlagenen Namensgebern gehören vor allem Bürgerinnen und Bürger, die sich durch als Vorreiter für Demokratie und oder Kämpfer für die Freiheit verdient gemacht haben.