Stadtnachricht

Kirchheim unter Teck auf dem Weg zur digitalen Einkaufsstadt


„Mehr als 100 interessierte Kirchheimerinnen und Kirchheimer, darunter viele Fachleute und Einzelhändler, sind gekommen“, stellt die Wirtschaftsförderin Saskia Klinger fest, die die Projekte zusammen mit dem Bund der Selbstständigen und dem City Ring begleitet hat.

16 Studierende und drei Bacheloranden der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU) hatten zuvor im Wintersemester 2016/2017 das Potenzial für einen Online-Marktplatz in Kirchheim unter Teck analysiert. Die Studierenden evaluierten in Fokusworkshops zunächst die Präferenzen der Kirchheimer Bevölkerung. Im Mittelpunkt stand vor allem die Frage, wie solch eine Plattform zu konzipieren wäre und was sie enthalten sollte. Außerdem wurden verschiedene Beispiele aus anderen Städten vorgestellt und deren Anwendbarkeit auf Kirchheim unter Teck bewertet. Im Ergebnis empfahlen die Studierenden die Einrichtung eines ganzheitlichen Modells. Dort sollten nicht nur die Einzelhändler mit einer Schaufensterfunktion ihre Produkte bewerben können, sondern auch Gastronomen, Dienstleister und Handwerker vorgestellt werden. Veranstaltungen und Aktionen öffentlicher und privater Organisatoren wären ebenfalls zu ergänzen. Dagegen sei die Einrichtung eines Onlineshops und einer App-Funktion nicht zu empfehlen.

Prof. Dr. Dirk Funck schloss sich in seinem Vortrag am vergangenen Donnerstag dieser Analyse an. Ein reiner Online-Shop sei im Gegensatz zu den großen Konkurrenten wie Amazon nicht wettbewerbsfähig. Stattdessen müsse man mit einem Konzept, das alle Akteure in Kirchheim unter Teck umfasse, Begeisterung für Einkauf bei lokalen Anbietern erzeugen. Außerdem sollte man die gute Vernetzung der Kirchheimer Betriebe nutzen, um über den Online-Marktplatz Synergien aufzubauen. Gleichzeitig betonte Prof. Dr. Funck, das eine solche virtuelle Plattform professionell betrieben werden müsse und nicht von einigen ehrenamtlichen Helfern betreut werden könne. Zur Umsetzung des Online-Marktplatzes empfahl der Hochschulprofessor eine enge Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, City-Ring und BDS. Mit einer Folgeveranstaltung am 26. April 2017 in Nürtingen unter dem Thema „City-Marketing 4.0 - virtuelle, kommunale Marktplätze als Chance?“ werden diese Überlegungen weiterverfolgt werden. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion wird dort unter anderem die Kirchheimer Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker vertreten sein. Sie haben Interesse an weiteren Informationen oder möchten die Präsentation der Veranstaltung lesen? Dann schicken Sie uns eine Nachricht an wifoe@kirchheim-teck.de.