Lärmaktionsplan

Lärm ist unerwünschter Schall und damit zunächst ein subjektives Phänomen. Lärm kann jedoch auch unabhängig von der eigenen Wahrnehmung krank machen. Lärm ist damit ein großes Gesundheitsrisiko und zählt somit zu den schwerwiegendsten Umweltproblemen in unserer Gesellschaft. Der Straßenverkehr bildet dabei die bedeutendste Belastungsquelle.

Um die Bevölkerung von schädlichem Lärm zu entlasten, wurde im Juni 2002 die EU-Umgebungslärmrichtlinie (2002/49/EG) verabschiedet. Diese ging 2005 mit der Änderung des Bundesimmissionsschutzgesetzes in deutsches Recht über. Demnach ist auch die Stadt Kirchheim unter Teck verpflichtet, die Belastung der Bürger in Lärmkarten darzustellen und einen Aktionsplan zu erarbeiten, der beschreibt, wie die Lärmbelastung zukünftig verringert werden soll.

Die strategischen Lärmkarten für den Straßenverkehrslärm werden von der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) erarbeitet und sind Grundlage für die Betroffenheitsanalyse und die Aufstellung von Lärmaktionsplänen.

In einer ersten Stufe im Jahr 2008 waren in Kirchheim unter Teck alle klassifizierten Hauptverkehrsstraßen mit einer Verkehrsbelastung von über 16.400 Fahrzeugen/Tag  zu betrachten. Die Maßnahmen dieser ersten Stufe sind am 15.10.2008 durch den Gemeinderat beschlossen worden.

In der zweiten Stufe wurde die Lärmaktionsplanung für alle Hauptverkehrsstraßen mit einer Belastung von über 8.200 Fahrzeugen/Tag durchgeführt. Der Entwurf des Lärmaktionsplans wird derzeit überarbeitet.