Verkehrskonzept

Die Stadt Kirchheim unter Teck hat sich in den vergangenen Jahrzehnten mit einer Vielzahl verkehrsplanerischer Aufgabenstellungen befasst. Diese Untersuchungen bezogen sich jedoch fast immer auf konkrete bauliche Projekte, meist im Bereich des Kfz-Verkehrs. Mit der Erarbeitung eines Integrierten Verkehrskonzeptes (IVK) werden die städtebaulichen, verkehrsplanerischen, wirtschaftsbezogenen und ökologischen Belange gebündelt und zu einer gesamtheitlichen Planungsstrategie zusammengeführt.

Neben dem privaten Kraftfahrzeug etabliert sich besonders im innerstädtischen Verkehr zunehmend das Fahrrad als prägendes Verkehrsmittel, hinzu kommen die Bedürfnisse von Fußgängern nach sicheren, komfortablen und direkten Wegeverbindungen. Der Busverkehr in der Stadt ist ebenfalls einer deutlichen Dynamik unterworfen, insbesondere nach der erfolgreichen Einführung des vertakteten S-Bahn-Verkehrs mit der Landeshauptstadt Stuttgart. Das Integrierte Verkehrskonzept hat die Aufgabe, diese Verkehrsarten mit ihren unterschiedlichen Rahmenbedingungen untereinander in Einklang zu bringen, eine erfolgreiche wirtschaftliche Entwicklung zu fördern und die übergeordneten gesetzlichen Vorgaben (CO2-Minderung, Lärm, Luftschadstoffe) zu berücksichtigen.

Die Entwicklung unserer Stadt ist jedoch von Einzelentscheidungen und Ereignissen geprägt, die bei der ursprünglichen Beauftragung eines Verkehrskonzeptes nicht vorhersehbar sein können und häufig auch nicht beeinflussbar sind. Zudem ändern sich im Laufe der Zeit auch in bestimmten Bereichen Denkweisen und damit die definierten Handlungsziele in Bezug auf die Verkehrsplanung. Deshalb ist das Integrierte Verkehrskonzept als dauerhafter Prozess angelegt, das die Entwicklung der Stadt ständig begleitet, beeinflusst und neue Erkenntnisse konzeptionell integriert. Es wird also nicht in Form eines fertigen Konzeptes an die Stadt übergeben, sondern immer auf dem neuesten Stand gehalten und weiterentwickelt.