Gewässer

Wer ein Grundstück am Gewässer hat, kann sich glücklich schätzen: Gewässeranlieger haben ein Stück Natur und Erholung vor der Haustür. Damit geht aber auch eine gewisse Verantwortung einher. Falsches Verhalten kann zu negativen Eingriffen in das Ökosystem des Gewässers und zu Hochwasserschäden führen. Ablagerungen von Holz, Schnittgut und anderen Gegenständen können Abflusshindernisse bilden und damit das Hochwasserrisiko erhöhen. Die Wasserentnahme mit Pumpen oder der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und Dünger verursachen einen erheblichen Eingriff in das Fließgewässer. Mit dem richtigen Verhalten können Gewässeranlieger zu mehr Natur für die Bäche und Flüsse und zu mehr Hochwasserschutz beitragen. Die Stadtverwaltung möchte Gewässeranliegern daher wichtige Tipps und Informationen mit an die Hand geben.

Die wichtigsten Regelungen in Kürze

  • Kompost, Holz, Bauschutz sowie der Bau von Anlagen ist nur mit ausreichendem Abstand zum Gewässer zulässig. Innerorts sind mindestens fünf Meter zu berücksichtigen; außerorts mindestens zehn Meter.
  • Wasser dürfen nur mit Handschöpfgeräten wie einer Gießkanne oder einem Eimer entnommen werden. Die Entnahme mit Pumpen bedarf einer wasserrechtlichen Erlaubnis des Landratsamtes, da dies vor allem im Sommer einen massiven Eingriff ins Ökosystem Gewässer bedeutet.
  • In einem Abstand von fünf Metern zum Gewässer dürfen keine Pflanzenschutzmittel und Dünger angewendet oder gelagert werden, da diese Stoffe den Lebensraum Gewässer schädigen.
  • Ein naturnahes Ufer auf dem heimische und standortgerechte Pflanzen wachsen schützt das Grundstück und ist ökologisch wertvoll. Daher ist eine Befestigung der Ufer mit Mauern oder sonstigen Materialien nicht zulässig.

Zum Herunterladen

Ein übersichtliches Faltblatt des Landes zum Thema kann auf der Seite der WBW Fortbildungsgesellschaft heruntergeladen werden.