Hochwasserschutz

Heftige Starkregenereignisse in den letzten Jahren haben uns gezeigt: Unwetterartige Niederschläge können überall im Land und auch abseits von größeren Flüssen zu dramatischen Überschwemmungen führen. So zuletzt das Starkregenereignis aus dem Juni 2021 und 2018, bei dem überwiegend die Kirchheimer Stadtteile Ötlingen und Lindorf betroffen waren. Voraussichtlich wird der Klimawandel die Hochwassersituation in Zukunft noch verschärfen. Viele Akteure tragen dazu bei, die nachteiligen Folgen von Hochwasser zu verringern: von der Wasserwirtschaft über die Kommunen bis hin zu den Unternehmen sowie Bürgerinnen und Bürgern.

Hochwasserschäden können nicht nur durch Überlastungen der Gewässer, sondern auch abseits der Gewässer durch sogenanntes „wild abfließendes Wasser“ entstehen. Ausgelöst werden solche Überflutungen meist durch lokal begrenzte Starkregenereignisse kurzer Dauer und hoher Niederschlagsintensität in Form typischer Sommergewitter. Starkregenereignisse können in den Ortslagen zu verheerenden Überflutungen führen, erscheinen jedoch aufgrund ihrer Kleinräumigkeit meist nur in der lokalen Presse.

In der letzten Dekade war eine enorme Zunahme an Starkregenereignissen zu beobachten, bei denen katastrophale Überflutungen und hohe Schäden auftraten. Es muss davon ausgegangen werden, dass das heute wichtige Thema Starkregen durch die Folgen der Klimaänderung zukünftig noch weiter an Bedeutung gewinnen wird.

Starkregenrisikomanagement

Das zentrale Ergebnis der Untersuchung sind die Starkregengefahrenkarten (SRGK). Diese zeigen die aus den drei verschiedenen Starkregenszenarien entstehenden flächigen Ausdehnungen und Tiefen der Überflutungen (Darstellung ab 5 cm) sowie die tiefengemittelten Fließgeschwindigkeiten. Hierbei wird immer der Maximalwert (Überflutungstiefe, Fließgeschwindigkeit) über das Gesamtereignis (eine Stunde Beregnungszeit und eine Stunde Nachlauf) je Szenario dargestellt. Die Starkregengefahrenkarten sind das Schlüsselelement zur Darstellung der Gefährdung und zur Identifikation von Risiken. Sie bilden die Grundlage zur Verortung der zu treffenden Vorsorgemaßnahmen.

Die drei Starkregenszenarien setzen sich wie folgt zusammen:

Ein seltenes Ereignis, welches durch ein statistisches Niederschlagsereignis (Dauer 1h) mit einer Jährlichkeit von 30 Jahren generiert und anhand definierter Bodenverhältnisse modifiziert wird und zu einem seltenen Oberflächenabflussereignis führt. Bei diesem Abflussszenario sind Anlagen der Stadtentwässerung i. d. R. überlastet und Überflutungen in der Fläche treten auf.

Ein außergewöhnliches Ereignis, welches durch ein statistisches Niederschlagsereignis (Dauer 1h) mit einer Jährlichkeit von 100 Jahren generiert und anhand definierter Bodenverhältnisse modifiziert wird und zu einem außergewöhnlichen Oberflächenabflussereignis führt. Bei diesem Abflussszenario können weite Bereiche überflutet werden.

Ein extremes Ereignis, welches durch ein extremes Niederschlagsereignis (128 mm in 1 Stunde) generiert und anhand definierter Bodenverhältnisse modifiziert wird und zu einem extremen Oberflächenabflussereignis führt. Bei diesem Szenario treten großflächige Überflutungen auf (Naturkatastrophe).

Aufgrund der Kombination von unterschiedlichen Modellparametern kann den Ergebnissen aus der Simulation der Oberflächenabflussszenarien keine statistische Auftretenswahrscheinlichkeit oder Jährlichkeit zugeordnet werden.

Bürgerinformation am 02.05.22 „Hochwasser und Starkregen – Was tun?“

Vortrag "Bürgerinformationsveranstaltung"

Vortrag "Starkregengefahrenkarten für Lindorf und Ötlingen"

Vortrag "Maßnahmen zum Eigenschutz"

Starkregengefahrenkarten für Kirchheim unter Teck

Starkregengefahrenkarte Lindorf - seltenes Ereignis

Starkregengefahrenkarte Lindorf - aussergewöhnliches Ereignis

Starkregengefahrenkarte Lindorf - extremes Ereignis

Starkregengefahrenkarte Ötlingen - seltenes Ereignis

Starkregengefahrenkarte Ötlingen - aussergewöhnliches Ereignis

Starkregengefahrenkarte Ötlingen - extremes Ereignis

Erläuterungsbericht Starkregenrisikomanagement

Checklisten

Weitere Informationen

Vergangene Hochwasserereignisse