Flächennutzungsplan

Der Flächennutzungsplan hat einen Planungshorizont von etwa 15 Jahren und ist zusammen mit dem Bebauungsplan Teil der zweistufigen Bauleitplanung. Als "vorbereitender Bauleitplan" bündelt der Flächennutzungsplan übergeordnete Planungen sowie Fachplanungen und steuert nachfolgende Planungen wie den verbindlichen Bebauungsplan.
 
Während letztere als Ortsgesetze verbindlich für Jedermann sind, entfaltet der Flächennutzungsplan keine Wirksamkeit für die Bevölkerung. Der Flächennutzungsplan ist als „vorbereitender Bauleitplan“ im Baugesetzbuch beschrieben und unterliegt folglich den entsprechenden Anforderungen und Verfahrensschritten, wie öffentliche Beteiligungsrunden, Abstimmung mit Trägern öffentlicher Belange und der Genehmigung durch die höhere Verwaltungsbehörde.

Aus dem Flächennutzungsplan werden dann die Bebauungspläne (verbindliche Bauleitplanung) entwickelt.
 
Aufgrund seiner Relevanz ist beim Aufstellungsverfahren zum Flächennutzungsplan mit einem komplexen Verfahren zu rechnen, in dessen Rahmen eine Reihe von Gutachten bzw. Nachweisen zu erbringen sind, um die geplanten Flächenausweisungen zu begründen.

Hinzu kommt die Vorgabe des Landesplanungsgesetztes („Gegenstromprinzip“), nach der der Flächennutzungsplan die Vorgaben des Regionalplans des Verbandes Region Stuttgart zu berücksichtigen hat.

Weiterer Abstimmungsbedarf erfolgt aus der Situation der vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft mit Dettingen unter Teck und Notzingen. Hier gilt es für jede einzelne Kommune entsprechende Ziele festzuschreiben, die dann in der Verwaltungsgemeinschaft zusammen getragen werden.

Fachforum Flächennutzungsplan 2035
Im Rahmen der Neuaufstellung des Flächennutzungsplans soll vor dem Einstieg in das formelle Verfahren ein Beteiligungsprozess eingeführt werden, um gemeinsam Ziele festzulegen und die Akzeptanz des Prozesses in der Bürgerschaft zu verankern.
Die Verfahrensstruktur soll breit angelegt werden und damit Fachöffentlichkeit, allgemeine Öffentlichkeit, Gremien und Fachverwaltung gleichermaßen informiert und an der Erarbeitung beteiligen.

Weitere Informationen erhalten Sie über die Sitzungsvorlage, welcher der Gemeinderat am 12.12.2018 zugestimmt hat.