Flächennutzungsplan

Der Flächennutzungsplan hat einen Planungshorizont von etwa 15 Jahren und ist zusammen mit dem Bebauungsplan Teil der zweistufigen Bauleitplanung. Als "vorbereitender Bauleitplan" bündelt der Flächennutzungsplan übergeordnete Planungen sowie Fachplanungen und steuert nachfolgende Planungen wie den verbindlichen Bebauungsplan.
 
Während letztere als Ortsgesetze verbindlich für Jedermann sind, entfaltet der Flächennutzungsplan keine Wirksamkeit für die Bevölkerung. Der Flächennutzungsplan ist als „vorbereitender Bauleitplan“ im Baugesetzbuch beschrieben und unterliegt folglich den entsprechenden Anforderungen und Verfahrensschritten, wie öffentliche Beteiligungsrunden, Abstimmung mit Trägern öffentlicher Belange und der Genehmigung durch die höhere Verwaltungsbehörde.

Aus dem Flächennutzungsplan werden dann die Bebauungspläne (verbindliche Bauleitplanung) entwickelt.
 
Aufgrund seiner Relevanz ist beim Aufstellungsverfahren zum Flächennutzungsplan mit einem komplexen Verfahren zu rechnen, in dessen Rahmen eine Reihe von Gutachten bzw. Nachweisen zu erbringen sind, um die geplanten Flächenausweisungen zu begründen.

Hinzu kommt die Vorgabe des Landesplanungsgesetztes („Gegenstromprinzip“), nach der der Flächennutzungsplan die Vorgaben des Regionalplans des Verbandes Region Stuttgart zu berücksichtigen hat.

Weiterer Abstimmungsbedarf erfolgt aus der Situation der vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft mit Dettingen unter Teck und Notzingen. Hier gilt es für jede einzelne Kommune entsprechende Ziele festzuschreiben, die dann in der Verwaltungsgemeinschaft zusammen getragen werden.
 
Der Flächennutzungsplan soll ab 2019 unter Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger neu aufgestellt werden. Weitere Informationen erfolgen zu gegebener Zeit über die örtliche Presse und die städtische Website.