Handlungsfeld "Bildung"

Steuerungspyramide bei der Stadt Kirchheim unter Teck

Definition des Handlungsfeldes


Im Handlungsfeld Bildung geht es darum, das kommunale Bildungswesen ganzheitlich vom Individuum aus denkend zu entwickeln. Bildung wird als ein Prozess verstanden, der den Erwerb verwertbarer Qualifikation einschließt, aber darüber hinaus mit der Idee der Selbstentfaltung, mit Aneignung und verantwortlicher Mitgestaltung von Kultur verbunden ist. Bildung meint im Ergebnis einen Zustand, in dem der Mensch selbstverantwortlich fähig ist, sein Leben erfolgreich zu gestalten. Darüber hinaus wird die Leitidee der "Bildung im Lebenslauf" verfolgt.


Strategische Ziele

  • Alle Bildungseinrichtungen verfügen über eine angemessene und sichere Infrastruktur.
  • Der Staat unterstützt die Schulentwicklung zur Digitalisierung und Nachhaltigkeit.
  • Kirchheim unter Teck bietet für die Kinder bis zum Ende der Grundschulzeit Betreuungsplätze mit konstanter Qualität.
  • Hohe Qualität und Ineinandergreifen von Bildung, Erziehung und Betreuung für optimale Zukunftschancen auf die kommunale Bildungsplanung angepasst.

Leistungsziele

Wenn Sie auf ein Leistungsziel klicken, öffnen sich die zugehörigen Maßnahmen.
Kinder mit körperlichen Einschränkungen sollen auch die Möglichkeit haben, im Regelschulmodell geschult zu werden, wofür teilweise noch bauliche Maßnahmen benötigt werden. Durch die UN-Behindertenrechtskonvention ist damit zu rechnen, dass der Anteil an Inklusionskindern in den kommenden Jahren zunimmt.

Das Schulamt Nürtingen hat eine Projektgruppe gebildet, welche das Ziel hat im gesamten Schulamtsbezirk Schwerpunktschulen (nach Förderbedarf,  z.B. Motorik, Hören, Sehen, etc.) zu bestimmen und zu koordinieren, da dies aus finanziellen Gründen vorteilhaft ist. Diese Ergebnisse werden abgewartet, bis es zu einer baulichen Umsetzung kommt.

Maßnahmen

  • Bis zum 31.12.2019 gibt es eine mit dem Schulamt abgestimmte Konzeption für die Schulstandorte in Kirchheim unter Teck.
Es wurde und wird laufend weiterhin Handlungsbedarf über Brandschutzbegehungen, die Brandverhütungsschau und Elektroprüfungen an der Infrastruktur erhoben.
Kurzfristig werden Maßnahmen nach Prioritäten angegangen. Die folgenden Maßnahmen beinhalten zeitnah umzusetzende Projekte.


Maßnahmen

  • Behebung der Brandschutzmängel an der Konrad-Widerholt-Schule in 2018.
  • Konzeption von weiteren Brandschutzmaßnahmen am Schlossgymnasium in 2019.
  • Freihof-Realschule - Brandschutz Fachklassentrakt in 2018.
  • Laufende Umsetzung prioritärer Maßnahmen im Bereich des Brandschutzes mit dem zur Verfügung gestellten Budget.
  • Es wird bis zum 31.12.2019 ein Kindergartenentwicklungskonzept erarbeitet.
Die Stadtbücherei erfüllt eine wichtige Funktion im lebenslangen Lernen durch ein modernes Medienangebot und ist ein Ort für unterschiedliche Bedarfe (Recherche, Ausleihe, Sprachunterricht, Vorlesen...). Durch die Erweiterung an digitalen Medien wurde der Nutzerkreis erweitert. Da dieser Bereich für die Zukunft wichtig ist, ist hier eine regelmäßige Anpassung und Weiterentwicklung notwendig.

Maßnahmen

  • Bis zum 31.12.2018 wird ein Konzept zur Weiterentwicklung des digitalen Angebots erstellt.
  • Ausbau des digitalen Angebots auf der Grundlage der erstellten Konzeption ab 2019.
  • Die Stadtbücherei unterstützt aktiv die Medienbildung an Schulen und hält ein entsprechendes Angebot bereit ab 2019.
Das Bildungspropjekt Nachhaltigkeit mit über 40 individuellen Bildungsangeboten wurde im ersten Jahr (2017) von 150 Schülerinnen und Schülern genutzt. Das Angebot soll fest etabliert werden und zukünftig noch mehr Schülerinnen und Schüler erreichen.

Maßnahmen

  • Das Bildungsprojekt Nachhaltigkeit wird fortgeführt und etabliert.
  • Die Beteiligung und Partizipation von Kindern und Jugendlichen wird weiterhin aktiv unterstützt, auch an den Schulen und in den frühkindlichen Bildungseinrichtungen.
Die Multimedia-Empfehlung des Landes sieht unter anderem in jedem Klassenzimmer 3 PC's vor, welches durch die städtische Medienentwicklungsplanung in regelmäßigen Abständen ausgeführt werden soll. Im nächsten Schritt müssen die Verkabelungen und technischen Voraussetzungen erfüllt werden, um eine flächendeckende, standardisierte Nutzung im Gebäude zu gewährleisten.

Maßnahmen

  • Es gibt ein Konzept zur technischen Umsetzung der Medienentwicklungsplanung bis zum 31.12.2018.
  • Entsprechend des technischen Medienentwicklungskonzepts sind die  Voraussetzungen bis zum Schuljahr 2022/23 an allen Schulen umgesetzt.
Durch die steigende Anzahl an Kindern in Kirchheim unter Teck und dem Fakt, dass Kinder immer jünger und länger betreut werden, müssen sich die Angebote nach diesem Bedarf richten. Dies betrifft sowohl Angebote der freien Träger, als auch städtische Einrichtungen.

Maßnahmen

  • Es wird jährlich eine Kindergartenbedarfsplanung durchgeführt, um notwendige Maßnahmen ableiten zu können.
  • Laufende Schaffung von neuen Plätzen und Umwandlung von bestehenden Plätzen, bzw. Reduzierung des bestehenden Platzangebotes in den Kindertageseinrichtungen und der Tagespflege nach Bedarf.
  • Es wird definiert, wie die Stadt den Bedarf erhebt und ein Standard für die städtischen Betreuungszeiten wird festgelegt bis zum Sommer 2018.

Maßnahmen

  • Das Qualitätshandbuch wird laufend aktualisiert und beteiligungsorientiert mit den Kindergartenleitungen weiterentwickelt.
  • Entwicklung eines gemeinsamen Qualitätsverständnisses mit den freien Trägern von Kindertageseinrichtungen bis zum 31.12.2018.
  • Es gibt ein gemeinsames Vormerksystem bis 31.12.2019.
Aufgrund des Fachkräftemangels muss Kirchheim unter Teck ein attraktiver Arbeitgeber sein, um das beste Personal anbieten zu können.

Maßnahmen

  • Prüfung, ob die Ausbildungsquote im Betreuungsbereich erhöht werden sollte bis zum 31.07.2018.
  • Strukturierung und Ausbau der Konzepte zur Personalentwicklung im Bildungsbereich bis zum 30.06.2019.
Laut Gemeinderatsbeschluss sollen sich alle Kirchheimer Grundschulen, die mindesten zweizügig sind, zur Ganztagesschule entwickeln. Schulleitung und Verwaltung arbeiten für die Ausgestaltung des Ganztags eng zusammen. In den kommenden Schuljahren wird sich zeigen, ob die Ganztagesschule den Bedarf der Eltern trifft und die Ganztagesschule als sinnvolle Alternative zu den bisherigen städtischen Betreuungsmodellen an den Schulen wahrgenommen wird. Grundlage dafür ist eine pädagogisch sinnvolle, ganzheitliche Angebotsgestaltung im Rahmen des Ganztages. Hier ist die Einbindung von externen Partnern (Musikschulen, Vereine, etc.) zielführend. Die Stadt muss definieren, wie sie diesen Prozess positiv unterstützen kann und damit zum Gelingen des Ganztages beiträgt.

Maßnahmen


  • Pädagogische Fachkräfte unterstützen den Ganztag.
  • Es wird die Notwendigkeit der Einrichtung von Koordinationsstellen/Teamleitungen an den Ganztagesschulen, an denen mehr als 3 pädagogische Fachkräfte beschäftigt sind, geprüft.
  • Standortbezogene und gemeinwesensorientierte Konzepte zur weiteren Unterstützung der Ganztagesschulen, um ein attraktives Angebot an der entsprechenden Schule zu schaffen. Einbindung weiterer Akteure (Bsp. Musikschule, Vereine, etc. ...)