Veranstaltung

PODIUMSDISKUSSION im Rahmen der Ausstellung Maxim Dondyuk. Culture of Confrontation. Die Fotografien der Maidan-Revolution 2013/2014

dondyuk
Do, 23. Mai 2019
19:00 Uhr

Zivilgesellschaft, Politik und Kultur in Russland der Ukraine: Podiumsdiskussion in Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung Baden-Württemberg mit Jens Siegert (Moskau, Heinrich Böll Stiftung und Goethe-Institut) und Dr. Alexander Kratochvil (Prag, Tschechische Akademie der Wissenschaften/Berlin, Humboldt Universität)
Moderation: Prof. Dr. Klaus Gestwa (Universität Tübingen)


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Beschreibung
Zwei ausgewiesene Kenner Russlands und der Ukraine werden die zentralen politischen Problemfelder, den gesellschaftlichen Wandel und die aktuellen kulturellen Debatten erörtern. Sie diskutieren die Folgen der ukrainischen Präsidentschaftswahlen, erläutern das ‚System Putin‘ und fragen danach, welche Bedeutung zivilgesellschaftliche Organisationen und die Kirchen in den beiden Ländern haben. Themen der Podiumsdiskussionen werden der Nationalismus, die inszenierten Wertekonflikte und das wechselhafte Verhältnis zu Europa sein. Behandelt wird ferner die Lage im umkämpften Donbass und auf der annektierten Halbinsel Krim. Ziel ist es, deutlich zu machen, wie sehr die unerbittliche Gegnerschaft die Ukraine und Russland miteinander verbindet und so erheblichen Einfluss sowohl auf die internationalen Beziehungen als auch auf die innergesellschaftlichen Entwicklungen nimmt.
 
Jens Siegert war von 1999 bis 2015 Direktor des Länderbüros Russland der Heinrich Böll Stiftung in Moskau. Gegenwärtig leitet er am Goethe-Institut in Moskau das von der EU finanzierte Projekt „Public Diplomacy: EU und Russland“. Als Berater engagiert er sich für die russische Menschenrechtsorganisation „Memorial“, die von Seiten der russischen Politik stark unter Druck gesetzt wird. Jens Siegert hat zahlreiche Veröffentlichungen zur russischen Innen- und Außenpolitik verfasst. Er ist Autor des kürzlich erschienenen Buches „111 Gründe, Russland zu lieben: Eine Liebeserklärung an das schönste Land der Welt“. Große Resonanz findet sein „Russlandblog“ (http://russland.boellblog.org), in dem er sachkundig über die aktuellen politischen und gesellschaftlichen Geschehnisse in Russland berichtet.
 
Privatdozent Dr. Alexander Kratochvil ist als Gastwissenschaftler an der Tschechischen Akademie der Wissenschaften und als Lehrbeauftragter an der Humboldt Universität zu Berlin tätig. Er forscht zur Literatur und Kultur Mittel- und Osteuropas mit einem besonderen Fokus auf der Ukraine. Zuletzt publizierte er über die ukrainische und tschechische Literatur in „Posttraumatisches Erzählen. Trauma-Literatur-Gedächtnis sowie in Aufbruch und Rückkehr. Ukrainische und tschechische Literatur im Zeichen der Postmoderne“. Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit übersetzt er wichtige Werke aus der tschechischen und ukrainischen Literatur (Oksana Sabuschko, Juryj Wynnytschuk, Oleksandr Irwanez u.a.)
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Veranstaltungsort
Kornhaus
Max-Eyth-Straße 19
73230 Kirchheim unter Teck
Städtisches Museum im Kornhaus
Max-Eyth-Straße 19
73230 Kirchheim unter Teck
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Kosten
Eintritt frei.
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Hinweise
Wir bitten um Anmeldung unter 07021 502-377 oder museum@kirchheim-teck.de

Bitte beachten Sie: Zur Dokumentation der Veranstaltung, werden Fotografien angefertigt.
Die Aufnahmen werden ggf. zur Berichterstattung in Medien veröffentlicht.



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Veranstalter
Städtisches Museum im Kornhaus
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