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Gemeinsam für das Klima: Fortschreibung des Klimaschutzkonzeptes und Beitritt zum Klimaschutzpakt


„Mit der Fortschreibung des Klimaschutzkonzeptes und dem Beitritt zum Klimaschutzpakt der Landesregierung bekräftigen wir unsere Ziele im Klimaschutz und unterstreichen unsere Verantwortung als Kommune“, so Oberbürgermeister Dr. Pascal Bader.

Klimaschutzpakt des Landes Baden-Württemberg

Bereits 2013 wurde das Klimaschutzgesetz in Baden-Württemberg verabschiedet, auf dessen Grundlage im Dezember 2015 durch das Land und die kommunalen Spitzenverbände der Klimaschutzpakt Baden-Württemberg beschlossen wurde. Ziel ist es, in möglichst vielen Gemeinden und Städten einen systematischen Ansatz zum Klimaschutz zu verankern und die bestehenden Ansätze zu stärken.

Bislang unterstützen mehr als 412 Kommunen in Baden-Württemberg den Klimapakt und haben dadurch die Möglichkeit, zusätzliche Fördermittel für ihre Klimaschutzkonzepte zu beantragen. Die Stadt Kirchheim unter Teck verpflichtet sich mit ihrem Beitritt eine weitgehende Klimaneutralität der Stadtverwaltung bis zum Jahr 2040 anzustreben.

Um dieses Ziel zu erreichen wurden bereits zahlreiche Maßnahmen umgesetzt - beispielsweise die Einführung von Ökostrom, die Vermietung von Dächern oder Installation von Photovoltaik-Anlagen auf städtischen Liegenschaften, die schrittweise Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED, die Einführung eines Dienstradleasings oder die Anschaffung von E-Fahrzeugen für den Fuhrpark des städtischen Baubetriebshofs. Weitere Maßnahmen sind im Rahmen der Fortschreibung des Klimaschutzkonzeptes geplant. Beispielhaft seien der Ausbau des kommunalen Energiemanagements oder das Projekt Energiesparen an Schulen genannt. Auch wird künftig bei den Entscheidungen des Gemeinderates die Klimarelevanz eine Rolle spielen, die entsprechend in den Sitzungsvorlagen ausgewiesen wird.

Fortschreibung des Klimaschutzkonzeptes von 2013

Im Jahr 2013 wurde das integrierte Klimaschutzkonzept der Stadt Kirchheim unter Teck verabschiedet. Seitdem wurden zahlreiche Maßnahmen für mehr Klimaschutz angestoßen und umgesetzt. Doch um das gesetzte Ziel zu erreichen, bis 2030 die CO2-Emissionen gegenüber 2011 um 37 Prozent zu verringern, ist noch viel zu tun - und in den vergangenen Jahren gab es durch neue gesetzliche Bestimmungen einige Veränderungen im Klimaschutz. Aus diesem Grund wurde das Klimaschutzkonzept 2021 fortgeschrieben.

Das fortgeschriebene Klimaschutzkonzept gibt einerseits einen Überblick über die Fortschritte und Aktivitäten der vergangenen Jahre. Andererseits werden im aktualisierten Handlungskonzept die Maßnahmen für die nächsten Jahre beschrieben und festgelegt. Die Maßnahmen sind sieben Handlungsfeldern zugeordnet; die Klimafolgenanpassung ist neu hinzugekommen.

Die Fortschreibung des Klimaschutzkonzeptes war ein Prozess über anderthalb Jahre, in dem in mehreren Schritten die Bürgerschaft und Unternehmen, der Kirchheimer Gemeinderat, die Ortschaftsräte sowie Mitarbeitende der Stadtverwaltung beteiligt waren. In das neue Handlungskonzept sind bisher noch nicht umgesetzte Maßnahmen aus dem bestehenden Klimaschutzkonzept eingeflossen, vor allem jedoch neue Ideen und Vorschläge durch die beteiligten Akteure.

Umsetzung benötigt auch Mitwirkung der Bevölkerung

Bei der Umsetzung der Maßnahmen aus dem fortgeschriebenen Klimaschutzkonzept kommt es auch auf die Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger sowie der Kirchheimer Unternehmen an. Die Stadtverwaltung unterstützt diese gerne dabei: So soll beispielsweise der Ausbau der Solarenergienutzung in Form einer neuen Photovoltaik-Kampagne gefördert werden - mit zahlreichen Informationen, Vorträgen und Beratungsangeboten. Der Start der Kampagne erfolgt im Rahmen der Energiewendetage im September.

Eine weitere, wichtige Maßnahme ist der Einstieg in die kommunale Wärmeplanung. In Form von Wärme wird über die Hälfte der Energie in Kirchheim unter Teck verbraucht. Mit der kommunalen Wärmeplanung soll einerseits der Wärmeverbrauch gesenkt werden, beispielsweise durch energetische Sanierung. Andererseits soll die Wärme zunehmend aus regenerativen Quellen kommen, etwa durch Holz, Luft- oder Erdwärme für Wärmepumpen, Solarenergie oder auch aus Abwärme oder Abwasser. Hierbei sind sowohl Privatpersonen wie auch Unternehmen und die Stadtverwaltung selbst gefordert, zu einer zunehmend klimaneutralen Wärmeversorgung beizutragen.

Das fortgeschriebene Klimaschutzkonzept 2021 und das bisherige Klimaschutzkonzept 2013 können unter www.kirchheim-teck.de/klimaschutzkonzept eingesehen und heruntergeladen werden.

Würfel mit Aufschrift Klimaschutz / Wandel

Pressemitteilung Nr. 185/21 vom 25.08.2021