Kirchheimer Kunstweg

In Kirchheim unter Teck lässt sich moderne Kunst entdecken. Der Kunstweg führt zu  Skulpturen und Objekten unterschiedlicher Formen und Materialien, die im gesamten Stadtgebiet verteilt sind. Man findet sie auf  Plätzen, in Seitenstraßen, in Form eines Brunnens oder als Kunst am Bau. Insgesamt setzt sich der Kunstweg aus 16 Werken zusammen und erstreckt sich bis nach Ötlingen. Erklärtes Ziel des Kirchheimer Kunstwegs ist es, die zeitgenössischen Skulpturen deutscher und internationaler Bildhauer ins Bewusstsein zu rücken.

Die Werke des Kirchheimer Kunstweges

Figur Bell Hop auf dem Kunstweg

Als "Plastik in der Plastik" charakterisiert Heinz Ohff Thompsons Arbeiten, die oft mit verwegenen und unübersetzbaren Titeln daherkommen wie etwa "The Candy-appled" oder "Tangerine-flaked". Bei Bell Hop, einem Werk, das an die traditionelle abstrakte Bildhauerei anknüpft, sorgen die Winkel, die die breiten Flächen umspielen, für stets neue überraschende Korrespondenzen innerhalb des plastischen Gefüges.
Figur in Aktrion auf dem Kunstweg

Figur in Aktion ist ein ansprechender Titel für ein vor Bewegung strotzendes Gebilde. Deutlich wird hier eine dynamische Tendenz zur Entstofflichung der Figur, wie man es etwa von Werken der so genannten surrealistischen Plastik her kennt.
Figur Schichtungen auf dem Kunstweg

Geologische Schichtungen - weißer, brauner und schwarzer Jura - werden mit verschiedenartigen Steinen und Metall dargestellt. Diese >>Schichtungen<< betreffen nicht nur die Plastik selbst, sondern ziehen sich - gekennzeichnet durch eine andere Bepflasterung und in den Boden eingelassene Ammoniten aus Guss - bis in die Brandstraße hinein. Eine nach Entwürfen von Ackermann gefertigte Tafel erinnert hier an den verheerenden Stadtbrand von 1690.
Figur Sciola Stein auf dem Kunstweg

Die wuchtige, aus sardischem Stein gehauene Plastik vermittelt in ihrer gedrungenen Kompaktheit den Eindruck kontemplativer Versunkenheit. Zugleich wird aber auch die immense verborgene Kraft und Energie spürbar, die aus dieser nur scheinbaren Ruhe erwächst. Darüber hinaus besitzt der Stein auch einen wichtigen lokalen Symbolgehalt als kulturelles Bindeglied: Im Jahre 1979 machte der Künstler anlässlich der Wiedereröffnung des Kornhauses und der ersten Wahl zum europäischen Parlament seine Skulptur der Stadt Kirchheim unter Teck zum Geschenk.
Figur Atlas auf dem Kunstweg

Der antiken Mythologie gemäß trägt Titanensohn Atlas die Last der Weltkugel auf seinen Schultern. Somit wird er zur Zentralfigur, eingespannt und mit kosmologischer Verantwortung behaftet zwischen elementarsten Gegensätzen. Aus der Ambivalenz des >>Oben<< und >>Unten<<, sowie des >>Leichten<< und >>Schweren<< - der Symbolgehalt der eingehängten Last des Lavasteins ist offensichtlich - bezieht die mit wenigen grundlegenden Formelementen souverän gestaltete Skulptur ihre Kraft.
Figur am Postplatz-Brunnen auf dem Kunstweg

Der Brunnen reflektiert die kubischen Bauformen seiner Umgebung und begegnet ihnen in einer verdichteten Streckung in die Vertikale. In die so entstehende, bei aller Kompaktheit stets transparente Stahlkomposition sind bildhauerische Verweise und Zitate der regionalen Sagenwelt eingebunden, wie sie auch auf der Schautafel vor Ort detailliert aufgeführt sind.
Glasbild auf dem Kunstweg

Eine dichte, dennoch filigrane und fein austarierte Komposition geometrischer Grundformen, die in einem lebhaften Dialog organisch zusammenwirken. Die volle Kraft der farbigen Gläser erschließt sich dem Betrachter erst bei Gegenlicht, insbesondere vom Foyer der Stadthalle aus gesehen.
Wandbild auf dem Kunstweg

Mit mehr als bloßem, verschönerndem Dekor hat diese Auftragsarbeit an der Außenfassade des Teckcenters aufzuwarten. Versatzstücke aus Metall, deren Form aus simplen geometrischen Grundmustern abgeleitet wurden, fügen sich schlüssig zu einem anthropomorphen Bild. Wie auch in seinen weiteren im Treppenhaus des Gebäudes zu sehenden Arbeiten, nimmt Döring inhaltlichen Bezug auf den an diesem Ort ehemals befindlichen alten Bahnhof Kirchheims.
Komposition für Licht und Wind auf dem Kunstweg

Mit äußerst reduzierten Mitteln setzt der Künstler seine fragil anmutende Komposition für Licht und Wind in einen permanenten Dialog mit den Gegebenheiten des sie umgebenden Raumes. Die daraus im Laufe der Zeit zwangsläufig resultierenden Deformationen der Edelstahlteile treten als stumme Zeugen quasi an die Stelle einer klassischen Patina.


Gerade der Gegensatz zwischen der polierten, unter großer Spannung stehenden gewölbten Innenfläche und der naturbelassenen Oberfläche des Granitblockes im Randbereich lädt den Betrachter zum Ertasten und Erspüren dieser handwerklich virtuos gearbeiteten Skulptur ein. "Die sanften Wölbungen und Kehlungen der Flächen, so der Künstler selbst, "lassen an Organisches denken, ohne dass sich die Gesamtform eindeutig im Sinn eines menschlichen Torsos klären ließe".
Skulptur Bewegtes Gefüge auf dem Kunstweg

Beim Betrachten der Skulptur fühlt man sich an Umberto Boccionis Forderung erinnert, demzufolge einer Plastik die Aufgabe und Eigenschaft zukommt, den sie umgebenden Raum einzuschließen und mitzuformen. Der Eindruck, Scherer habe hier ein Objekt fragmentarisch aufgebrochen und die Einzelteile in einen labilen, bewegungsreichen Kontext zueinander gesetzt, verhilft der Plastik zu einer spannenden Binnendynamik.
Figur Stufenstele auf dem Kunstweg

Hofmanns vermeintlich schlichte und elegant geschichtete Stufenstele scheint wie ein archaisches Relikt. Und in der Tat reflektiert das Objekt Erfahrungen und Erinnerungen antiker, durch die archäologische Forschung auf uns gekommener Architekturen und dahinter wirkender Urformen. Eine Plastik von wahrhaft zeitloser Aussagekraft.
Figur Begegnung auf dem Kunstweg

Der Bildhauer schreibt über das Thema Begegnung:
Begegnen - sich treffen - gemeinsam - kommunizieren - sich austauschen ...
Unser Leben ist geprägt von Begegnungen, von einem Miteinander, von Kommunikation und zwischenmenschlichen Beziehungen. Begegnungen prägen uns als Person und unsere Gesellschaft. Begegnung ist Grundvoraussetzung für Kommunikation, zum Austausch zur Entwicklung, zur Veränderung.
Figur occursus auf dem Kunstweg

Datum der Entstehung: 2005
Figur Gegenüberstellung auf dem Kunstweg

Wie beim Objekt Gegensätze, bei dem Bucher ebenfalls aus dem Kosmos einer elementaren geometrischen Formensprache schöpft, bietet er hier Dialektik in denkbar reinster Form. Zwei aufgrund der spezifischen Raumpositionierungen in antithetischen, also gegensätzlich gegenüberstellenden Bezug gebrachte Formelemente verbinden sich durch ihre vom Betrachterstandpunkt abhängigen Überschneidungen und Durchdringungen zu einem organischen Ganzen.
Figur Gegensätze auf dem Kunstweg

Bei den Objekten Gegenüberstellung und Gegensätze bedient sich Bucher einer einfachen geometrischen Formensprache. Dreiecke bzw. Halbkreisformen sind sich jeweils gegenübergestellt und vermitteln dem Betrachter eine spannungsvolle Raumkonstruktion.