Marstallgarten

Der heutige Marstallgarten gehörte seit jeher zum herrschaftlichen Schlossbereich. Benannt wurde er nach dem schon 1451 erwähnten Marstall, der zur Unterbringung von Pferden diente. 1560 fanden nicht weniger als 64 "Rossstände" Platz. Bis 1842 stand zwischen dem Schloss und dem Marstall die Zehntscheuer. Erst nach deren Abbruch 1846  konnte unter Herzogin Henriette an die Anlage eines 'englischen' Gartens im Stil der Zeit gedacht werden. 1939 wird eine Vereinbarung zwischen Stadt und Land über die Öffnung des Schlossgartens getroffen, der den städtischen "Schulgarten" ersetzen soll. 1949 im Zug des Aufbaus des Pädagogischen Fachseminars wird dieser Vertrag seitens des Landes wieder gekündigt, der Bereich der Öffentlichkeit entzogen.
Heute nutzt die Stadt Kirchheim unter Teck den mit hohen Bäumen bepflanzten Park.
Ein neues Tor in der Umfassungsmauer verbindet zum Schlossplatz hin. Ein Kiesoval bildet einen Rundweg unter den alten Bäumen. Die neuen Wegebeziehungen im Garten ermöglichen nun auch die Verbindung des Schlossplatzes mit der Marstallgasse. Das Oval ist die abstrahierte Form der Wegeführung aus der Henrietten-Zeit.