Bürgerpark Herrschaftsgärten

Gegenüber dem Schloss lag in früherer Zeit der "Herrschaftsgarten". Er diente den Herzögen als Schlossgärtchen und Hofgärtnerei. Herzog Carl Eugen ließ 1767 die Gärtnerei zum Opernhaus umbauen. Zwanzig Opern- und Ballettaufführungen genossen er und sein Hofstaat unter der Leitung von Kapellmeister Niccolo Jommelli. Den Schlossgarten selbst pflegte Gärtner Johann Michael Kerner. Die Funktion Kirchheims als Opernstadt war aber nur von kurzer Dauer. Leise verfiel das Opernhaus, nachdem Herzog Carl Eugen die Lust daran verloren hatte. Seine Witwe, Herzogin Franziska von Hohenheim, nutzte die nebenan stehende Scheune als Geflügelstall, das Opernhaus selbst wurde 1796 abgebrochen. Später wurde das Gelände vom Pädagogischen Fachseminar genutzt, bis dieses vor kurzem abgerissen und das Gelände von der Stadt gekauft wurde. Jetzt nimmt die Stadtverwaltung die Chance wahr, wieder mehr Grün in die Stadt zu holen. Sie hat auf dem Gelände des ehemaligen fürstlichen Herrschaftsgartens einen Bürgerpark für alle Erholungssuchenden angelegt und dabei auch die Lauter freigelegt. Eine Schmetterlingsweide dient dem Naturschutz und der Freude der Parkbesucher.

Im Hain der Kulturen wurde die Idee verwirklicht, dass Bäume aus allen Ländern, aus denen Menschen in Kirchheim leben, gespendet werden und hier gemeinsam wachsen. Der Bürgerpark verbindet auch als Durchgangsweg den an der Schöllkopfstraße liegenden Bahnhof mit der Fußgängerzone in angenehmer Weise.