Wohnraum für Geflüchtete und Obdachlose

Kirchheim unter Teck steht wie jede andere Kommune auch, vor der großen Herausforderung, Flüchtlinge in der Anschlussunterbringung mit Wohnraum zu versorgen und diese nachhaltig in unsere Stadtgesellschaft zu integrieren. Eine Aufgabe, die nur gelingen kann, wenn Stadtverwaltung und Gemeinderat, Organisationen und Einrichtungen, Träger, Vereine, Initiativen, Bürgerinnen und Bürger sich weiterhin gemeinsam dafür einsetzen, dass Kirchheim unter Teck auch eine Stadt erfolgreicher nachhaltiger Integration ist und eine Heimat wird, für alle, die hier leben – unabhängig von „Religion und Herkunft“, wie es im Leitbild der Stadt Kirchheim geschrieben steht.

Gerne beantworten wir Ihnen die meistgestellten Fragen zur Anschluss- und Obdachlosenunterbringung.

Die meistgestellten Fragen

Die Stadt Kirchheim unter Teck ist gesetzlich verpflichtet, Flüchtlinge und asylsuchende Menschen aufzunehmen und sie mit Wohnraum zu versorgen. Dieselbe Verpflichtung gilt für von Obdachlosigkeit bedrohte Personen. Gesetzlich ist dies im Polizeirecht normiert.
Bisher ist bekannt, dass bis 2018 in Kirchheim unter Teck vermutlich 680 Flüchtlinge mit Bleiberecht/-perspektive in der Stadt dauerhaft neu hier leben werden. Bei einem Teil davon wird im Rahmen des Familiennachzugs die Zahl durch die Angehörigen noch steigen. Wie sich die Flüchtlingszahlen zukünftig entwickeln werden, ist nicht absehbar. Das ist eine große Herausforderung.
Die Stadt Kirchheim unter Teck strebt an, Wohnraum für Geflüchtete und von Obdachlosigkeit bedrohte Personen über das ganze Stadtgebiet zu verteilen, da dies eine gelingende Integration fördert und sozial verträglich ist. Für die Bereitstellung und Schaffung von diesem Wohnraum verfolgt die Stadt die Drei-Säulen-Strategie „Mieten – Kaufen – Bauen“. Eigene städtische Gebäude werden dafür genutzt, freie Wohnungen und Häuser angemietet oder gekauft und städtische Neubauten errichtet.
Im Rahmen der Anschlussunterbringung von Geflüchteten hat die Stadt Kirchheim unter Teck im Zeitraum 2015 - März 2018 insgesamt 432 Personen untergebracht. Davon:
  • in Privatwohnraum: 145 Personen
  • in städtischem Wohnraum: 147 Personen
  • in von der Stadt angemietetem Wohnraum: 140 Personen

Hinzu kommen noch 14 ehemalige unbegleitete Minderjährige, die ohne Anrechnung auf die Quote mit Wohnraum versorgt werden mussten. Auch die Obdachlosen, die die Stadt untergebracht hat, müssen hinzugerechnet werden. Im Jahr 2017 handelte es sich um insgesamt 84 Personen. Davon:
  • in städtischem Wohnraum: 70 Personen
  • in von der Stadt angemietetem Wohnraum: 10 Personen
  • durch Belegrechte: 4 Personen
Im März 2018 standen noch 56 Unterbringungsfälle an.
Wie hoch der Bedarf an neuem Wohnraum sein wird, hängt entscheidend davon ab, wie sich die Zuweisungszahlen in Zukunft entwickeln und wie viele Menschen jeweils in den einzelnen Stadtbezirken und Teilorten aufgenommen werden können.

Die Stadtverwaltung sucht laufend nach weiteren möglichen Standorten. Die folgende Aufstellung gibt daher nur einen vorläufigen Überblick:

Standorte in Kirchheim unter Teck

  • Hafenkäs
  • Dreschplatz (Lindorf)
  • Bolzplatz (Jesingen)
  • Klosterwiese
  • Kitteneshalde
  • Alte Kirchheimer Straße (Nabern)
  • Schafhof, Nordseite an der Aufstiegsstraße
  • Ginsterweg (Ötlingen)
Im Steingauquartier und am Güterbahnhof können im Rahmen der Zuschlagskriterien in der Vergabe Wohneinheiten geschaffen werden. 

Werkstattbericht Anschluss- und Obdachlosenunterbringung


Details wie die Gebäude- und Geschossanzahl oder die geplante Belegung entnehmen Sie bitte den sogenannten "Werkstattberichten", die in regelmäßigen Abständen im Gemeinderat vorgestellt werden. Alle Werkstattberichte haben wir Ihnen weiter unten auf der Seite bereitgestellt.
Die Stadtverwaltung hat einen geeigneten Gebäudetyp entwickelt. Dieser soll kostengünstig, flexibel und dauerhaft einen Teil des aktuellen und zukünftigen Bedarfs an einfachem Wohnraum decken. Es handelt sich um zwei- oder dreigeschossige Gebäude mit je zwei Wohnungen pro Stockwerk.

Ansicht Wohnmodul Hafenkäs (PDF)

Die Gebäude werden zwei- bis dreigeschossig in Holzbauweise errichtet.