Maskenpflicht

Die Landesregierung Baden-Württemberg hat eine Maskenpflicht ab 27. April 2020 beschlossen. Diese Pflicht beinhaltet das Tragen von sogenannten „Alltagsmasken“ beim Einkaufen und im öffentlichen Personenverkehr.  Auf diese Weise soll die Verbreitung des Coronavirus weiter verlangsamt werden.

Im Folgenden möchte die Stadtverwaltung für die Bürgerinnen und Bürger von Kirchheim unter Teck die wichtigsten Informationen rund um die Maskenpflicht im Einzelhandel und ÖPNV bereitstellen.

Letzte Aktualisierung: 18.05.2020, 9:00 Uhr

Maskenpflicht

Die Maskenpflicht gilt ab Montag, 27. April 2020.
Die Mund-Nasen-Bedeckungen müssen nicht sofort beim Verlassen des Hauses getragen werden, sondern beim Betreten von geöffneten Verkaufsstellen sowie bei der Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs (in Bus und Bahn, an Haltestellen). Außerdem empfiehlt die Stadtverwaltung auch das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung während des Einkaufs auf dem Wochenmarkt.

Die Regelung dient der Eindämmung von Infektionsgefahren in Bereichen, in denen ein Mindestabstand von 1,5 Metern von Person zu Person im Einzelfall kurzfristig unterschritten  werden könnte.
In ganz Baden-Württemberg gilt für Personen ab 6 Jahren eine Tragepflicht bei Einkauf und Nutzung des ÖPNV.

Die Maskenpflicht gilt nicht, wenn dies aus medizinischen oder sonstigen zwingenden Gründen unzumutbar ist, etwa bei Asthma oder, wenn es auf Grund einer körperlichen Einschränkung nicht möglich ist. Sie gilt auch nicht, wenn es einen anderen mindestens gleichwertigen baulichen Schutz gibt, etwa für Kassierer und Kassiererinnen, die hinter einer Plexiglasscheibe arbeiten.
Die Bedeckungen schützen die Träger nicht davor, sich selber mit dem Coronavirus zu infizieren.

Durch das Tragen kann aber die Geschwindigkeit des Atemstroms oder Speichel-/Schleim-/Tröpfchenauswurfs reduziert werden. Das Risiko, eine andere Person durch Husten oder Niesen anzustecken, wird so verringert. Das Tragen ist also vor allem Fremdschutz. Je mehr Menschen einen Mundschutz tragen, umso geringer ist das Risiko einer gegenseitigen Ansteckung.

Zusätzlich schärfen die Masken das Bewusstsein für den empfohlenen Mindestabstand in der Öffentlichkeit („Social Distancing“) sowie den gesundheitsbezogenen, achtsamen Umgang miteinander.
Nicht jeder Infizierte bemerkt, dass er krank ist. Durch das Tragen der Bedeckung soll auch vermieden werden, dass unentdeckt Infizierte andere Menschen unwissentlich anstecken.

Mit dem Tragen sollen vor allem diejenigen geschützt werden, die mit der beschlossenen Lockerung der Maßnahmen das öffentliche Leben aufrechterhalten. Dazu gehören die Fahrer*innen im ÖPNV, die Angestellten in Supermarkt und Einzelhandel, Ärzte, Krankenschwestern und Pflegekräfte.

Das Tragen von Mundschutz dient aber auch dem Schutz insbesondere von älteren Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen, gegenüber denen wir alle eine besondere Verantwortung tragen.
Das Tragen einer Alltagsmaske kann zu einem falschen Sicherheitsgefühl führen. Dadurch laufen Träger*innen Gefahr, andere Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen wie das Händewaschen zu vernachlässigen.

Besonders wichtig ist das regelmäßige Wechseln der Bedeckung (bei Durchfeuchtung möglichst sofort wechseln, mindestens aber einmal pro Tag) und das Waschen und Bügeln bei hohen Temperaturen nach jedem Gebrauch.
 
Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen (z.B. COPD, Asthma, …) nicht in der Lage sind, eine Maske oder behelfsmäßig Schal oder Tuch zu tragen, werden gebeten sich für benötigte Einkäufe an die Versorgungshotline zu wenden.
Einfache Masken sind bei mehreren lokalen und regionalen Anbietern erhältlich. Eine Auflistung für den privaten Bedarf können Sie hier herunterladen:

Angebote Mund-Nasen-Bedeckungen für Privatpersonen (PDF)

Die Stadtverwaltung Kirchheim unter Teck kann keine Aussage zur Qualität der angebotenen Produkte machen oder Empfehlungen aussprechen. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Die Stadt verkauft seit Dienstag, 21. April 2020 ebenfalls Mundschutzmasken, die sie von Kirchheimer Nähereien erworben hat.
Ab Montag, 27.04.2020 können die Baumwollmasken am Haus der Sozialen Dienste (Widerholtplatz 3, Kirchheim unter Teck) werktags zwischen 10:00 Uhr und 12:00 Uhr erworben werden. Die Ausgabe erfolgt am Fenster in Richtung Martinskirchplatz.
Die Masken werden zum Einkaufspreis zum Kauf angeboten. Da die Lieferungen sukzessive eintreffen, findet der Verkauf findet jeweils solange statt, wie Baumwollmasken an diesem Tag verfügbar sind.

Als Alternative zu Masken können aber auch Schals, Tücher oder Schlauchtücher verwendet werden.
Derzeit lässt sich keine Aussage zum Ende der Pandemie treffen - die Wissenschaftler, das Robert-Koch-Institut oder die Weltgesundheitsorganisation haben dazu keine zuverlässigen Daten. Auch die "dringende Empfehlung" der Bundesregierung, eine Maske in der Öffentlichkeit zu tragen, ist unbefristet.


Zulässige Mund-Nasen-Bedeckungen

Es muss differenziert werden zwischen den zertifizierten medizinischen Masken (z.B. OP-Masken und filtrierenden Halbmasken wie FFP2 und FFP3-Masken) und einfachen Mund-Nasen-Bedeckungen.

Bei medizinischen Masken herrscht ein weltweiter Mangel, und diese sollten vorrangig denen zur Verfügung stehen, die sie in Ausübung ihrer beruflichen oder ehrenamtlichen Tätigkeit bzw. aufgrund akuter Gefährdung benötigen.

Einfache Mund-Nasen-Bedeckungen, können selbst angefertigt werden oder werden in der Stadt von Privatpersonen, Ehrenamtlichen, Schneidereien und Händlern in unterschiedlicher Qualität produziert und teilweise kommerziell angeboten.
Für die eigene Anfertigung von Mundschutzmasken verwendet man am besten dicht gewebte Baumwolle. Entsprechende Anleitungen finden sich im Internet - eine Auswahl gibt es hier:
Die Masken sollten nur für den privaten Gebrauch genutzt werden, auch mit Maske sollte der empfohlene Mindestabstand zu anderen Menschen eingehalten werden.

Beim Anziehen ist darauf zu achten, dass die Innenseite nicht kontaminiert wird. Die Hände sollten vorher gründlich mit Seife gewaschen werden. Die Maske sollte richtig über Mund, Nase und Wangen platziert sein und an den Rändern möglichst eng anliegen, um das Eindringen von Luft an den Seiten zu minimieren. Eine durchfeuchtete Maske sollte umgehend abgenommen/ausgetauscht und heiß gewaschen werden.

Weitere Hinweise zur Handhabung von Alltagsmasken gibt es zum Beispiel beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte.
Alternativ zu einer Maske können z.B. auch Geschirrtücher, T-Shirts, Bettlaken oder andere Stoffe und Tücher aus dicht gewebter Baumwolle so zurechtgeschnitten werden, dass sie vor Mund und Nase gebunden werden können. Auch die Verwendung von Schals und Schlauchtüchern ist zulässig.

Hinweis: Die Landesregierung stuft sog. Faceshields (beschrieben als „Schutzschild aus dünnem und hochtransparentem Polyester mit Bügel“) nicht als Mund-Nasen-Schutz im Sinne von §3 Absatz 1 der Corona-Verordnung des Landes ein.
Risikopatienten wie ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankung sollen nach wie vor soziale Kontakte nach Möglichkeit meiden.

Menschen, die keine Möglichkeit haben sich zu versorgen, können sich an Hilfsangebote wie die Versorgungshotline wenden. Für Stadtpassinhaber stellt die Stadtverwaltung Masken kostenlos bereit.

Über den regulären Verkauf gibt es lokale Anbieter, die auch Lieferungen anbieten. Eine Auflistung finden Sie oben unter "Wo kann ich Mund-Nasen-Bedeckungen bekommen?".