Maskenpflicht

Die Landesregierung Baden-Württemberg hat eine Maskenpflicht ab 27. April 2020 beschlossen. Diese Pflicht beinhaltet das Tragen von sogenannten „Alltagsmasken“ beim Einkaufen und im öffentlichen Personenverkehr.  Auf diese Weise soll die Verbreitung des Coronavirus weiter verlangsamt werden.

Im Folgenden möchte die Stadtverwaltung für die Bürgerinnen und Bürger von Kirchheim unter Teck die wichtigsten Informationen rund um die Maskenpflicht bereitstellen.

Maskenpflicht im öffentlichen Raum im Landkreis Esslingen ab 9. Oktober 2020

Das Infektionsgeschehen hat im Landkreis Esslingen in den vergangenen Tagen deut-lich zugenommen. Aufgrund dieser Entwicklung hat das Landratsamt Esslingen ent-schieden, Maßnahmen zu ergreifen, die über das hinausgehen, was in der Corona-Verordnung des Landes geregelt ist. Seit Freitag, 9. Oktober 2020 gilt eine Maskenpflicht im öffentlichen Raum im gesamten Gebiet des Landkreis Esslingen.

Letzte Aktualisierung: 13.10.2020, 11:00 Uhr
  • Aktualisierung aufgrund der am 9. Oktober 2020 im Landkreis Esslingen verordneten Maskenpflicht im öffentlichen Raum und der Präzisierung der Ausnahmen vom 12. Oktober 2020

Maskenpflicht

Die von der Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg verordnete Maskenpflicht gilt ab Montag, 27. April 2020.

Am Freitag, 9. Oktober 2020 hat der Landkreis Esslingen darüber hinaus aufgrund der steigenden Infektionszahlen eine Maskenpflicht im öffentlichen Raum für das gesamte Gebiet des Landkreis Esslingen angeordnet und diese am 12. Oktober 2020 nochmals präzisiert.
Die Mund-Nasen-Bedeckungen müssen nicht sofort beim Verlassen des Hauses getragen werden, sondern beim Betreten von geöffneten Verkaufsstellen sowie bei der Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs (in Bus und Bahn, an Haltestellen).

Die Regelung dient der Eindämmung von Infektionsgefahren in Bereichen, in denen ein Mindestabstand von 1,5 Metern von Person zu Person im Einzelfall kurzfristig unterschritten  werden könnte.

Aktualisierung bezüglich der Maskenpflicht im öffentlichen Raum im Landkreis Esslingen ab dem 13. Oktober 2020:


Die seit dem 9. Oktober im Landkreis Esslingen im öffentlichen Raum geltende Maskenpflicht wurde am 12. Oktober 2020 nochmals präzisiert. Die aktuelle Fassung dieses FAQ finden Sie auf der Startseite des Landkreis Esslingen.
  • In welchen Situationen gilt die sog. Maskenpflicht im Landkreis Esslingen?
    Die Maskenpflicht gilt in den Situationen, in denen damit zu rechnen ist, dass der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann. Dies ist klassischerweise auf Wochenmärkten der Fall, auf denen sich die Menschen an den Marktständen aufhalten und das Unterschreiten des Mindestabstands regelmäßig droht.
  • Inwiefern unterscheidet sich diese Verfügung von den Vorschriften der CoronaVO?
    Die CoronaVO sieht in § 2 Abs. 2 eine Pflicht zur Einhaltung eines Mindestabstands im öffentlichen Raum von 1,5 Metern vor. Ein Unterschreiten dieses Abstands ist nur in Ausnahmefällen möglich, u.a. dann, wenn durch Schutzmaßnahmen ein ausreichender Schutz gewährleistet ist. Darüber hinaus ist in § 3 der CoronaVO eine Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes für bestimmte Situationen, wie zum Beispiel in Ladengeschäften verpflichtend.

    Häufig gibt es allerdings Situationen, in denen der Mindestabstand im täglichen Leben nicht – auch wenn nur für kurze Zeit – eingehalten werden kann. Diese Allgemeinverfügung regelt, dass dort, wo die Gefahr des Unterschreitens des Mindestabstands droht, ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen ist.
  • Muss ich in meiner Wohnung eine Maske tragen?
    Nein, die Maskenpflicht gilt im öffentlichen Raum. Hierzu zählt die privat bewohnte Wohnung nicht.
  • Ist der Messe-oder Schulbetrieb von der Allgemeinverfügung betroffen?
    Nach § 3 der Allgemeinverfügung bleiben die Regelungen der speziellen Corona-Verordnungen unberührt. Für Messen und den Schulbetrieb hat das Land die Maskenpflicht in entsprechenden Verordnungen gesondert geregelt. Hiervon wurde nicht abgewichen.
  • Muss ich eine Maske tragen, wenn ich mein Haus verlasse?
    Die Maskenpflicht gilt situationsbezogen. Sie gilt immer dann, wenn damit zu rechnen ist, dass Sie sich in einer Situation wiederfinden, in der zu erwarten ist, dass der Mindestabstand zu anderen Personen nicht eingehalten werden kann. Sofern sich bei Verlassen des Hauses keine weiteren Passanten auf dem Fußweg befinden, ist das Tragen einer Maske nicht erforderlich. Sobald der Fußweg vor Ihrem Haus stark frequentiert ist und die Einhaltung des Mindestabstands beispielsweise zu entgegenkommenden Passanten nicht möglich ist, müssen Sie Ihre Mund-Nasen-Bedeckung anlegen.
In ganz Baden-Württemberg gilt für Personen ab 6 Jahren eine Tragepflicht bei Einkauf und Nutzung des ÖPNV.

Im Landkreis Esslingen gilt darüber hinaus seit dem 9. Oktober eine Maskenpflicht im öffentlichen Raum, die am 12. Oktober nochmals präzisiert wurde.
Die Bedeckungen schützen die Träger nicht davor, sich selber mit dem Coronavirus zu infizieren.

Durch das Tragen kann aber die Geschwindigkeit des Atemstroms oder Speichel-/Schleim-/Tröpfchenauswurfs reduziert werden. Das Risiko, eine andere Person durch Husten oder Niesen anzustecken, wird so verringert. Das Tragen ist also vor allem Fremdschutz. Je mehr Menschen einen Mundschutz tragen, umso geringer ist das Risiko einer gegenseitigen Ansteckung.

Zusätzlich schärfen die Masken das Bewusstsein für den empfohlenen Mindestabstand in der Öffentlichkeit („Social Distancing“) sowie den gesundheitsbezogenen, achtsamen Umgang miteinander.
Nicht jeder Infizierte bemerkt, dass er krank ist. Durch das Tragen der Bedeckung soll auch vermieden werden, dass unentdeckt Infizierte andere Menschen unwissentlich anstecken.

Mit dem Tragen sollen vor allem diejenigen geschützt werden, die mit der beschlossenen Lockerung der Maßnahmen das öffentliche Leben aufrechterhalten. Dazu gehören die Fahrer*innen im ÖPNV, die Angestellten in Supermarkt und Einzelhandel, Ärzte, Krankenschwestern und Pflegekräfte.

Das Tragen von Mundschutz dient aber auch dem Schutz insbesondere von älteren Menschen und Menschen mit Vorerkrankungen, gegenüber denen wir alle eine besondere Verantwortung tragen.
Das Tragen einer Alltagsmaske kann zu einem falschen Sicherheitsgefühl führen. Dadurch laufen Träger*innen Gefahr, andere Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen wie das Händewaschen zu vernachlässigen.

Besonders wichtig ist das regelmäßige Wechseln der Bedeckung (bei Durchfeuchtung möglichst sofort wechseln, mindestens aber einmal pro Tag) und das Waschen und Bügeln bei hohen Temperaturen nach jedem Gebrauch.
 
Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen (z.B. COPD, Asthma, …) nicht in der Lage sind, eine Maske oder behelfsmäßig Schal oder Tuch zu tragen, werden gebeten sich für benötigte Einkäufe an die Versorgungshotline zu wenden.
Einfache Masken sind bei mehreren lokalen und regionalen Anbietern erhältlich. Eine Auflistung für den privaten Bedarf können Sie hier herunterladen:

Angebote Mund-Nasen-Bedeckungen für Privatpersonen (PDF)

Die Stadtverwaltung Kirchheim unter Teck kann keine Aussage zur Qualität der angebotenen Produkte machen oder Empfehlungen aussprechen. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Die Stadt verkauft seit Dienstag, 21. April 2020 ebenfalls Mundschutzmasken, die sie von Kirchheimer Nähereien erworben hat.

Ab Montag, 27.04.2020 können die Baumwollmasken am Haus der Sozialen Dienste (Widerholtplatz 3, Kirchheim unter Teck) werktags zwischen 10:00 Uhr und 12:00 Uhr erworben werden. Die Ausgabe erfolgt am Fenster in Richtung Martinskirchplatz.

Die Masken werden zum Einkaufspreis zum Kauf angeboten. Da die Lieferungen sukzessive eintreffen, findet der Verkauf findet jeweils solange statt, wie Baumwollmasken an diesem Tag verfügbar sind.

Als Alternative zu Masken können aber auch Schals, Tücher oder Schlauchtücher verwendet werden.
Derzeit lässt sich keine Aussage zum Ende der Pandemie treffen - die Wissenschaftler, das Robert-Koch-Institut oder die Weltgesundheitsorganisation haben dazu keine zuverlässigen Daten. Auch die "dringende Empfehlung" der Bundesregierung, eine Maske in der Öffentlichkeit zu tragen, ist unbefristet.

Die Allgemeinverfügung des Landkreis Esslingen, die eine Maskenpflicht im öffentlichen Raum anordnet, ist aktuell befristet bis zum 31. Oktober 2020. Sie endet früher, wenn der 7-Tages-Inzidenzwert im Landkreis an sieben aufeinanderfolgenden Tagen den Wert von 50 unterschreitet.


Zulässige Mund-Nasen-Bedeckungen

Es muss differenziert werden zwischen den zertifizierten medizinischen Masken (z.B. OP-Masken und filtrierenden Halbmasken wie FFP2 und FFP3-Masken) und einfachen Mund-Nasen-Bedeckungen.

Bei medizinischen Masken herrscht ein weltweiter Mangel, und diese sollten vorrangig denen zur Verfügung stehen, die sie in Ausübung ihrer beruflichen oder ehrenamtlichen Tätigkeit bzw. aufgrund akuter Gefährdung benötigen.

Einfache Mund-Nasen-Bedeckungen, können selbst angefertigt werden oder werden in der Stadt von Privatpersonen, Ehrenamtlichen, Schneidereien und Händlern in unterschiedlicher Qualität produziert und teilweise kommerziell angeboten.
Für die eigene Anfertigung von Mundschutzmasken verwendet man am besten dicht gewebte Baumwolle. Entsprechende Anleitungen finden sich im Internet - eine Auswahl gibt es hier:
Die Masken sollten nur für den privaten Gebrauch genutzt werden, auch mit Maske sollte der empfohlene Mindestabstand zu anderen Menschen eingehalten werden.

Beim Anziehen ist darauf zu achten, dass die Innenseite nicht kontaminiert wird. Die Hände sollten vorher gründlich mit Seife gewaschen werden. Die Maske sollte richtig über Mund, Nase und Wangen platziert sein und an den Rändern möglichst eng anliegen, um das Eindringen von Luft an den Seiten zu minimieren. Eine durchfeuchtete Maske sollte umgehend abgenommen/ausgetauscht und heiß gewaschen werden.

Weitere Hinweise zur Handhabung von Alltagsmasken gibt es zum Beispiel beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte.
Alternativ zu einer Maske können z.B. auch Geschirrtücher, T-Shirts, Bettlaken oder andere Stoffe und Tücher aus dicht gewebter Baumwolle so zurechtgeschnitten werden, dass sie vor Mund und Nase gebunden werden können. Auch die Verwendung von Schals und Schlauchtüchern ist zulässig.

Hinweis: Die Landesregierung stuft sog. Faceshields (beschrieben als „Schutzschild aus dünnem und hochtransparentem Polyester mit Bügel“) nicht als Mund-Nasen-Schutz im Sinne von §3 Absatz 1 der Corona-Verordnung des Landes ein.
Risikopatienten wie ältere Menschen und Menschen mit Vorerkrankung sollen nach wie vor soziale Kontakte nach Möglichkeit meiden.

Menschen, die keine Möglichkeit haben sich zu versorgen, können sich an Hilfsangebote wie die Versorgungshotline wenden. Für Stadtpassinhaber stellt die Stadtverwaltung Masken kostenlos bereit.

Über den regulären Verkauf gibt es lokale Anbieter, die auch Lieferungen anbieten. Eine Auflistung finden Sie oben unter "Wo kann ich Mund-Nasen-Bedeckungen bekommen?".