Im Foyer des ersten Stockes der Stadthalle befindet sich das größte Werk von Adam Lude Döring in der Stadthalle. Es besteht aus sechs einzelnen Paneelen, die der Künstler wiederum in der für ihn typischen „Hundert-Felder-Malerei“ gliedert, hier unterliegen die Wandtafeln aber den vorgegeben Maßen und weisen daher nur ein Gerüst an Feldern auf, er weicht von der sonst typischen quadratischen Ausführung seiner Motive ab.
Lude Döring beschäftigt sich erneut mit dem Thema des Bahnhofes, der an dieser Stelle früher stand. Er lässt den Betrachter in ein Bahnhofsambiente blicken, das aus verschiedenen Jahrzehnten zu stammen scheint. Dadurch schafft er eine verwirrende, bewegte Atmosphäre, die der Betrachter nicht völlig entschlüsseln kann. Auf der linken Seite scheint eine Tänzerin sich auf einer Art Bühne zu drehen, vielleicht ist es eine Assoziation an die heute sich hier befindliche Stadthalle. Im mittleren Teil sitzen Menschen bei Bier und Zigaretten in nicht näher erkennbaren Räumen, zum Teil sind sie sehr elegant gekleidet, Attribute wie auffällige Brillen rücken in den Blick des Betrachters. Am unteren Bildrand sitzt ein Pianist an einem Klavier. Im rechten Teil erscheint eine große Treppe, die durch Auflösung der Formen in eine Rolltreppe und menschliche Formen übergeht. Auf dieser Seite mag es sich um eine Anspielung an das Treppenhaus des heutigen Gebäudes handeln.
Lude Döring hat hier in Kirchheim nach der Mauritiuskirche in Güglingen 1975 sein zweites großes Wandbild geschaffen und sich dadurch einen Namen für derartige Aufträge geschaffen. Und so folgten noch weitere Arbeiten in der hier begründeten Tradition. (Text: Barbara Honecker)
Lude Döring beschäftigt sich erneut mit dem Thema des Bahnhofes, der an dieser Stelle früher stand. Er lässt den Betrachter in ein Bahnhofsambiente blicken, das aus verschiedenen Jahrzehnten zu stammen scheint. Dadurch schafft er eine verwirrende, bewegte Atmosphäre, die der Betrachter nicht völlig entschlüsseln kann. Auf der linken Seite scheint eine Tänzerin sich auf einer Art Bühne zu drehen, vielleicht ist es eine Assoziation an die heute sich hier befindliche Stadthalle. Im mittleren Teil sitzen Menschen bei Bier und Zigaretten in nicht näher erkennbaren Räumen, zum Teil sind sie sehr elegant gekleidet, Attribute wie auffällige Brillen rücken in den Blick des Betrachters. Am unteren Bildrand sitzt ein Pianist an einem Klavier. Im rechten Teil erscheint eine große Treppe, die durch Auflösung der Formen in eine Rolltreppe und menschliche Formen übergeht. Auf dieser Seite mag es sich um eine Anspielung an das Treppenhaus des heutigen Gebäudes handeln.
Lude Döring hat hier in Kirchheim nach der Mauritiuskirche in Güglingen 1975 sein zweites großes Wandbild geschaffen und sich dadurch einen Namen für derartige Aufträge geschaffen. Und so folgten noch weitere Arbeiten in der hier begründeten Tradition. (Text: Barbara Honecker)
- 1925 geboren in Dresden
- 1948 Übersiedlung nach Westdeutschland
- 1950 – 53 Studium an der Merzschule Stuttgart
- 1954-64 freischaffender Graphiker
- 1967-68 Studium Universität Stuttgart Philosophie bei Max Bense
- bis 1978 wohnhaft in Gutenberg
- danach Umzug nach Sachsenheim-Häfnerhaslach
- 2018 gestorben in Sachsenheim
- Objektstandort: Foyer 1. Obergeschoß Eingang zur Stadthalle
- Material: sechs Wandpaneele, Acryl
- Maße: Höhe 2,75 m Breite 6 x 1,26 m
- Entstehung: 1978/79
- Eigentum: Stadt Kirchheim unter Teck