An dieser Stelle, an der sich heute Adam Lude Dörings Wandbild befindet, verliefen früher die Gleise des ehemaligen Hauptbahnhofes der Stadt Kirchheim bis zur Verlegung des Bahnhofes im Jahre 1975 an den heutigen Standort.
Beim Neubau des Teckcenters an ebendieser Stelle ermöglichte die damalige „Kunst am Bau“ Regelung, dass ein gewisser Prozentsatz der Bausumme für künstlerische Arbeiten einzuplanen war. Und so kam es zur Beauftragung des Künstlers Adam Lude Döring.
Er zählt zu den berühmtesten und anerkanntesten Malern der 60er und 70er Jahre im südwestdeutschen Raum. Damals wohnte er in Gutenberg und stand dadurch in Beziehung zur Stadt Kirchheim unter Teck.
Dörings Markenzeichen sind seine „Hundert-Felder-Bilder“. Er rastert seinen Bilduntergrund in gleichmäßige Quadrate. Diese Vorgehensweise gibt ihm als Maler eine Art Gerüst, in das er sein Bild hineinarbeitet. So geschehen auch beim Wandbild der Außenfassade des Teckcenters. Mit dem Wissen um die Quadrateinteilung lassen sich diese erkennen.
Die weiße Form im rechten Teil des Wandbildes assoziiert sowohl ein weibliches Gesicht als auch eine Lokomotive. Lude Döring spielt bewusst mit der Möglichkeit unterschiedlicher Assoziationen. Das schwarze Quadrat dient dabei als Fenster oder als Auge. Hier lässt sich das Quadrat als Rasterform des gesamten Bildes sehr gut erkennen. Auch die beiden roten Kreise erlauben verschiedene Interpretationen. Zum einen könnte es der Mund der Frau sein, zum anderen ein Zugsignal. Die unteren Querbalken lassen sich unschwer als Gleise interpretieren. Allerdings gelingen diese Erkenntnisse nur in Kenntnis des ursprünglichen Nutzungsortes. Bei dem krallenartigen Fingermotiv verschließt sich dem Betrachter eine genaue Interpretation ebenso wie bei der grünen quadratischen Fläche. Der stilisierte Finger taucht in den weiteren Arbeiten Lude Dörings im Teckcenter ebenfalls auf und ist ein Stilmittel des Künstlers in der Zeit. (Text: Barbara Honecker)
Beim Neubau des Teckcenters an ebendieser Stelle ermöglichte die damalige „Kunst am Bau“ Regelung, dass ein gewisser Prozentsatz der Bausumme für künstlerische Arbeiten einzuplanen war. Und so kam es zur Beauftragung des Künstlers Adam Lude Döring.
Er zählt zu den berühmtesten und anerkanntesten Malern der 60er und 70er Jahre im südwestdeutschen Raum. Damals wohnte er in Gutenberg und stand dadurch in Beziehung zur Stadt Kirchheim unter Teck.
Dörings Markenzeichen sind seine „Hundert-Felder-Bilder“. Er rastert seinen Bilduntergrund in gleichmäßige Quadrate. Diese Vorgehensweise gibt ihm als Maler eine Art Gerüst, in das er sein Bild hineinarbeitet. So geschehen auch beim Wandbild der Außenfassade des Teckcenters. Mit dem Wissen um die Quadrateinteilung lassen sich diese erkennen.
Die weiße Form im rechten Teil des Wandbildes assoziiert sowohl ein weibliches Gesicht als auch eine Lokomotive. Lude Döring spielt bewusst mit der Möglichkeit unterschiedlicher Assoziationen. Das schwarze Quadrat dient dabei als Fenster oder als Auge. Hier lässt sich das Quadrat als Rasterform des gesamten Bildes sehr gut erkennen. Auch die beiden roten Kreise erlauben verschiedene Interpretationen. Zum einen könnte es der Mund der Frau sein, zum anderen ein Zugsignal. Die unteren Querbalken lassen sich unschwer als Gleise interpretieren. Allerdings gelingen diese Erkenntnisse nur in Kenntnis des ursprünglichen Nutzungsortes. Bei dem krallenartigen Fingermotiv verschließt sich dem Betrachter eine genaue Interpretation ebenso wie bei der grünen quadratischen Fläche. Der stilisierte Finger taucht in den weiteren Arbeiten Lude Dörings im Teckcenter ebenfalls auf und ist ein Stilmittel des Künstlers in der Zeit. (Text: Barbara Honecker)
- 1925 geboren in Dresden
- 1948 Übersiedlung nach Westdeutschland
- 1950 – 53 Studium an der Merzschule Stuttgart
- 1954-64 freischaffender Graphiker
- 1967-68 Studium Universität Stuttgart Philosophie bei Max Bense
- bis 1978 wohnhaft in Gutenberg
- danach Umzug nach Sachsenheim-Häfnerhaslach
- 2018 gestorben in Sachsenheim
- Objektstandort: Teckcenter Osianderstraße
- Material: Farbe auf Stahlblech; Blech auf Beton
- Maße: ca.4,5mx45m
- Entstehung: 1978/79
- Eigentum: Stadt Kirchheim unter Teck