Die Bildhauerin Rotraud Hoffmann gab ihrem Werk einen interessanten Namen: “Stufenstele“. Der Begriff bezeichnet seit der Antike monolithische Pfeiler, aus einem Stück gearbeitet. Die „Stufenstele“, die vor dem ehemaligen Haupteingang des Krankenhausaltbaus steht, fand ihren Platz an dieser Stelle, nachdem sie ein Jahr in der Nähe von Schopfloch auf der Schwäbischen Alb stand.
Von 1999 bis 2000 konnte man dort den Skulpturenpfad des Landkreises Esslingen erleben und erwandern. Der „Große Albgang“ hat Kunstgeschichte geschrieben, es war die erste Veranstaltung dieser Art in einem solch großen Umfang; viele weitere Institutionen übernahmen nachfolgend dieses Ausstellungskonzept. Im Anschluss an den Albgang erwarb der Landkreis Esslingen einige Arbeiten und diese fanden einen Standort bei öffentlichen Gebäuden, so auch die „Stufenstele“.
Rotraud Hoffmann arbeitet ausschließlich mit dem Material Stein. Sie setzt sich mit dessen Beschaffenheit, Farbe und Maserung auseinander und lässt sich davon zu ihren Werken anregen. Die Künstlerin selbst spricht davon, dass sie sich mit dem Stein als Materie auseinandersetzt. Die minimalistischen Formen, die daraus hervorgehen, erarbeitet die Künstlerin während des Schaffensprozesses. Es gelingt der Bildhauerin immer wieder, dem Betrachter einen neuartigen Eindruck des altbekannten, oft erlebten und wahrgenommenen Materials, des Steins, zu geben. Auf den ersten Blick hart und stabil, kann sich dieser Eindruck durch einen Perspektivenwechsel vollkommen ändern und eine ungeahnte Fragilität und Sensibilität hervorrufen. Der Betrachter ist auf diese Weise angehalten, seine Wahrnehmung zu überprüfen. Hartes wird weich, fast zerbrechlich und stabiles wird instabil. Betrachtet man die „Stufenstele“ von der Vorderseite, zeigt sie sich als festgefügte Einheit, wie man es vom Stein kennt und auch erwarten kann. Bei der seitlichen Betrachtung stellt man verblüfft fest, dass diese Stabilität einer balanceartigen Fragilität gewichen ist. (Text: Barbara Honecker)
Von 1999 bis 2000 konnte man dort den Skulpturenpfad des Landkreises Esslingen erleben und erwandern. Der „Große Albgang“ hat Kunstgeschichte geschrieben, es war die erste Veranstaltung dieser Art in einem solch großen Umfang; viele weitere Institutionen übernahmen nachfolgend dieses Ausstellungskonzept. Im Anschluss an den Albgang erwarb der Landkreis Esslingen einige Arbeiten und diese fanden einen Standort bei öffentlichen Gebäuden, so auch die „Stufenstele“.
Rotraud Hoffmann arbeitet ausschließlich mit dem Material Stein. Sie setzt sich mit dessen Beschaffenheit, Farbe und Maserung auseinander und lässt sich davon zu ihren Werken anregen. Die Künstlerin selbst spricht davon, dass sie sich mit dem Stein als Materie auseinandersetzt. Die minimalistischen Formen, die daraus hervorgehen, erarbeitet die Künstlerin während des Schaffensprozesses. Es gelingt der Bildhauerin immer wieder, dem Betrachter einen neuartigen Eindruck des altbekannten, oft erlebten und wahrgenommenen Materials, des Steins, zu geben. Auf den ersten Blick hart und stabil, kann sich dieser Eindruck durch einen Perspektivenwechsel vollkommen ändern und eine ungeahnte Fragilität und Sensibilität hervorrufen. Der Betrachter ist auf diese Weise angehalten, seine Wahrnehmung zu überprüfen. Hartes wird weich, fast zerbrechlich und stabiles wird instabil. Betrachtet man die „Stufenstele“ von der Vorderseite, zeigt sie sich als festgefügte Einheit, wie man es vom Stein kennt und auch erwarten kann. Bei der seitlichen Betrachtung stellt man verblüfft fest, dass diese Stabilität einer balanceartigen Fragilität gewichen ist. (Text: Barbara Honecker)
- 1940 geboren in Aalen
- 1960 -66 Studium der Bildhauerei Akademie der Bildenden Künste Stuttgart
- seit 1966 freischaffend
- Wohnt in Fellbach
- Objektstandort: Medius-Klinik Kirchheim Eingang Stuttgarter Straße
- Material: Marmor Estremoz
- Maße: Höhe 2,5m Grundfläche 30 x 30 cm
- Entstehung: 1990
- Eigentum: Landkreis Esslingen, (Großer Albgang 1999-2000)