"Komposition für Licht und Wind" von Helmut Stromsky in der Stuttgarter Straße/ Friedrichstraße

Anfänglich war die Platzierung des Werks von Helmut Stromsky auf der Grünfläche westlich des Teckcenters mit der Überlegung verbunden gewesen, die Arbeit als Wahrzeichen der Stadt Kirchheim in Szene zu setzen. Besucher und Pendler, die über die belebte Stuttgarter Straße nach Kirchheim kommen, sollten mit einem künstlerisch repräsentativen Gruß empfangen werden. So ehrenvoll die Aufgabe des teckstädtischen Türstehers sein mag, so sehr widerstrebt sie der noblen Dezenz, die Stromskys Arbeit auszeichnet. Seine Wurzeln hat der Esslinger Bildhauer in der kinetischen und minimalistischen Kunst. Bewegliche Objekte aus Edelstahl machten ihn überregional bekannt. Zudem war Helmut Stromsky als Zeichner und Fotograf tätig. Die fortwährende Auseinandersetzung mit den Grundmustern moderner Architektur ist ein Pfeiler seines bildlich-räumlichen Denkens. Ein zweiter ist die künstlerische Reflektion von Naturphänomenen. Und so zeigt sich auch seine Kirchheimer „Komposition“ weniger dem geschäftigem Straßentreiben als dem sublimen Spiel von Licht und Luft zugewandt. Denn das fragile Arrangement sucht nicht den grellen Effekt. Es genügt sich selbst und fordert die Betrachter, sich auf subtile Nuancen einzulassen. Die Stangen aus Edelstahl dienen als Medium, an denen Licht und Wind als gestaltende Kräfte erlebbar werden können. Es ist der beständige Wandel atmosphärischer Einflüsse, der diese stille „Komposition“ fortschreibt. (Text: Florian Stegmaier)
  • 1941 geboren in Sandhübel/Tschechien
  • 1961 - 65 Studium Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste, Stuttgart und Kunstgießerlehre
  • 1965 -67 Studium Geographie, Geologie und Philosophie TU Stuttgart
  • seit 1968 tätig als Bildhauer in Esslingen
  • gestorben 2019 in Esslingen
  • Objektstandort: Grünfläche zwischen Stuttgarter Straße und Osianderstraße, westlich des Teckcenters
  • Material: Edelstahl
  • Maße: Höhe der Längsstangen ca. 7 m; Länge der Querstangen ca.2m
  • Entstehung: 1987
  • Eigentum: Stadt Kirchheim unter Teck