Klima-Tipps

Die Energiepreise werden voraussichtlich, auch aufgrund der zunehmenden CO2-Abgabe auf fossile Brennstoffe, weiter steigen. Wie Sie Ihren Geldbeutel und gleichzeitig das Klima schonen können, erfahren Sie mit unseren Klima-Tipps.

Klimabewusst konsumieren

Lebensmittelladen mit Spendern zum Selbstabfüllen

  • Im Online-Handel verursacht die Bestellung von Schuhen inklusive Retouren
    1 kg CO2, davon die Rücksendung 370 g. Deshalb, gezielt bestellen, damit so wenig wie möglich zurückgesandt werden muss und Sammelbestellungen machen. Außerdem werden die Retouren oft vernichtet - eine weitere unnötige Klimabelastung aufgrund der Ressourcenverschwendung.
  • Pro Kopf landen jährlich 75 kg Essen im Müll, davon über die Hälfte in Privathaushalten. Darum, nur so viel kaufen, wie auch gegessen wird, die Lebensmittel richtig lagern und Reste verwerten.
  • Mehr pflanzliche und weniger tierische Nahrung - vor allem bei Fleisch und Wurstwaren essen wir in Deutschland im Durchschnitt doppelt so viel wie gesund ist und belasten dabei noch das Klima. Dabei machen mehr Gemüse, Obst und Hülsenfrüchte das Essen abwechslungsreicher und kalorienärmer.
  • Vier Mal werden Kleidungsstücke durchschnittlich getragen, bevor wir
    sie als Altkleidung aussortieren. Rund 20% unserer Kleidung tragen wir überhaupt nicht*. Bewusster einkaufen bedeutet keine schnellen Schnäppchen, Lieblingsstücke statt schneller Mode und auf ökolisch und fair gesiegelte Kleidung achten.
    *Femnet, Fair Fashion Guide, 2017
  • Unnötige Verpackung vermeiden, deshalb dort einkaufen, wo es unverpackte Lebensmittel gibt (Wochenmarkt, Unverpacktladen, Frische-theke) und genügend Gefäße wie Gemüsebeutel, Stofftaschen, Schüsseln und Körbe mitnehmen. Für spontane Einkäufe gibt es praktische, faltbare Beutel für die Handtasche.

Stromfresser im Haushalt

Doppelter Lichtschalter

  • Alte Heizungspumpen verbrauchen circa 520 bis 800 kWh pro Jahr und verursachen Kosten bis zu 288 €*. Ein Tausch bei älteren Modellen gegen moderne Hocheffizienzpumpen spart im Jahr bis zu 230 €, womit sich die Anschaffung nach wenigen Jahren rechnet.
    *durchschnittlicher Strompreis 1/2022 von 36 ct
  • Mittlerweile wird der meiste Strom im Haushalt durch Informationstechnik,  TV und Audio verbraucht. Um dabei Strom zu sparen sollten Sie den Standby von Geräten vermeiden, Stromsparfunktionen nutzen und lieber einen Laptop anstelle eines PCs nutzen. Die größte Klimabelastung entsteht allerdings durch die Produktion, deshalb auf Langlebigkeit achten und weniger häufig das Gerät wechseln.
  • Außerdem: Jede Anfrage im Internet verbraucht Strom - deshalb vor dem "Enter" nachdenken, denn Kleinvieh verursacht auch Mist.
  • Der Elektroherd verursacht 9 Prozent* des Stromverbrauchs in einem durchschnittlichen Haushalt. Passende Kochtöpfe und die Nutzung des Wasserkochers senken unnötige Kosten.  Wasserkocher nur mit der Menge befüllen, die gebraucht wird.
    *Quelle: BDEW auf www.co2online.de
  • Gefriergerät und Kühlschrank verursacht 11 Prozent* des Stromverbrauchs in einem durchschnittlichen Haushalt. Durch Ersatz und Anschaffung von Geräten mit hoher Energieeffizienzklassen (A+++) lässt sich der Verbrauch auf bis zu 1/3 senken. Außerdem wichtig: regelmäßiges abtauen.
    *Quelle: BDEW auf www.co2online.de

Heizkosten eindämmen

Bild mit kleinem Haus, um das ein Schal gewickelt ist

  • Die Raumtemperatur um 1 Grad zu senken spart im Handumdrehen bis zu 6 Prozent Heizenergie. Deshalb die richtige Raumtemperatur für JEDEN Raum einstellen: Wohn- und Esszimmer 20 Grad, Küche 18 Grad und im Schlafzimmer 17 Grad. Durch digitale Thermostatventile kann eine genaue Regelung dem Tagesrhythmus angepasst werden.
  • Richtig Lüften - auch wenn dieser Tipp bereits  zu den absoluten „Oldies“ gehört, richtiges Lüften lohnt sich. Mehrmals am Tag circa 5 Minuten langes Stoßlüften schafft einen angenehmen Luftaustausch und beugt Schimmelbildung vor.
  • Heizkörper frei räumen. Hinter Vorhängen oder Möbeln versteckte Heizkörper entfalten ihre Wirkung nicht und auch der Thermostatkopf kann die Raumtemperatur nicht richtig fühlen.
  • Warmwasser zu erhitzen kostet sehr viel Energie, je länger wir duschen umso mehr. Deshalb beim Einseifen das Wasser ausstellen und einen Sparduschkopf einbauen. Dieser reduziert den Warmwasserverbrauch bis zu 50 Prozent. Sogenannte Regenduschen können dagegen große Wasserschleudern sein.
  • Rollladen nachts runter lassen. Damit kann während der Heizperiode der Wärmeverlust um bis zu 20 Prozent verringert werden.

Klimabewusst mobil sein

Familie mit zwei Kindern, die Fahrrad fahren und dabei lachen

  • Kurze Wege mit dem Fahrrad oder zu Fuß zurücklegen, dass schont das Klima und ist gesünder.
  • Vor allem bei Inlandsreisen mit dem Zug (29 g CO2äq./Personenkilometer*) fahren anstatt mit dem Auto (154 g CO2äq./Personenkilometer) oder Flugzeug (214 g CO2äq./Personenkilometer).
    *Quelle: Mobilität in Deutschland, BMV 2019
  • Ist ein Flug unvermeidbar sollten die Treibhausgasemissionen kompensiert werden. Dafür gibt es zahlreiche Anbieter. Stiftung Warentest* hat 2018 sechs Anbieter getestet: Atmosfair,  Klima-Kollekte und Primaklima erhielten die Note sehr gut.
    *Stiftung Warentest, Testergebnis Anbieter
  • Wenn Sie ein Auto mit Verbrennungsmotor nutzen, sollten Sie darauf achten: niedertourig zu fahren, das heißt schnell in den höheren Gang schalten; beim Warten Motor abschalten - automatisches Abschalten aktivieren; Reifendruck regelmäßig kontrollieren; Leichtlauföl nutzen; beim Reifenkauf auf die Kraftstoffeffizienz achten. Die Kraftstoffeffizienz (Stufen A bis E) ist eines von fünf Bewertungskriterien nach der EU-Reifenkennzeichnungs-Verordnung und ist auf dem Reifenlabel zu finden.