Interkulturelle Wochen 2020

21. September bis 11. Oktober

Die Stadt Kirchheim unter Teck und der Integrationsrat laden alle Kirchheimerinnen und Kirchheimer sowie Gäste aus nah und fern sehr herzlich zu den Interkulturellen Wochen 2020 ein. Verschiedene Veranstaltungen bieten Gelegenheit, einander bei Führungen, Workshops, Kinoabenden und Lesungen kennenzulernen und sich näher zu kommen. Mitveranstalter sind zahlreiche Vereine, Einrichtungen und Initiativen aus Kirchheim.

Programmflyer zum Download (PDF)

Moderierte Kinoabende

Im Rahmen der Interkulturellen Wochen 2020 finden verschiedene Filmvorführungen im Kirchheimer Central-Kino (Dreikönigstraße 15) statt. Beginn ist jeweils um 19:00 Uhr, der Eintritt sowie ein Snack und ein Getränk sind frei.

Zu beachten ist: Bedingt durch die Corona-Pandemie dürfen jedoch nur maximal 36 Besucher an einer Aufführung teilnehmen - Interessierte werden gebeten, sich im Vorfeld beim Central-Kino anzumelden. Kinotickets, die bis 30 Minuten vor der Veranstaltung nicht abgeholt werden, werden an der Abendkasse vergeben.
  • Donnerstag, 24.09.2020 | Moderation: Dr. Jürgen Berghold, Gast: Andreas Kenner

    Film: Pflege mit Verständnis (Dokumentarfilm, 30 Minuten)

    Krank und pflegebedürftig zu werden, ist für jeden Menschen ein schlimmer Einschnitt. Doch Betroffene mit Migrationshintergrund haben es meist noch schwerer, denn zusätzlich zu der belastenden Situation müssen sie oftmals mit Verständigungsschwierigkeiten, Informationsdefiziten und Unverständnis gegenüber ihrer Kultur zurechtkommen. Im deutschen Pflegesystem war über ihre Sorgen und Nöte bislang nur wenig bekannt und die Institutionen der Altenhilfe waren auf ihre speziellen Bedürfnisse oft nicht vorbereitet. Das soll nun anders werden: Patientenorientierte und kultursensible Pflege lauten wichtige Schlüsselbegriffe in der Altenpflege. (Quelle: filmsortiment.de)

    Film: Bittersüße Reise (Dokumentarfilm, 45 Minuten)

    Die Pflege von alten Menschen ist schon länger in der öffentlichen Diskussion. Erst in jüngster Zeit erfahren auch ältere Migrantinnen und Migranten verstärkt Aufmerksamkeit. Die meisten „Gastarbeiter“ haben sich bemüht, ihre Kultur in der „Fremde“ zu bewahren. Aber werden sie, nun wo sie alt und auf fremde Hilfe angewiesen sind, auch nach ihren Wünschen und Bedürfnissen kultursensibel gepflegt? Dieser Frage sind die Diplom-Psychologin Nilgün Tasman und der Filmemacher Dr. Paul Schwarz in ihrem 45-minütigen Dokumentarfilm „Bittersüße Reise“ nachgegangen. Sie haben die Betroffenen und ihre Angehörigen sowie Pflegerinnen und Pfleger in ihrem Alltag begleitet. (Quelle: aerzteblatt.de)
  • Freitag, 02.10.2020 | Moderation: Willi Kamphausen, Gäste: Dr. Jürgen Berghold und Brian Wenzel (Kirchheim Knights)

    Film: Ziemlich beste Freunde (Spielfilm, Frankreich 2012)

    Philippe hat alles, was man sich in einem gut situierten Leben vorstellen kann – mit einem großen Makel: Er ist vom Hals abwärts gelähmt. Allein essen, telefonieren, schreiben, spazieren, Auto fahren? Fehlanzeige. Ohne fremde Hilfe geht gar nichts. Philippe braucht nicht nur eine Krankenschwester, eine Sekretärin und Köche um sich herum. Er braucht jemanden, der sich rund um die Uhr um ihn kümmert. Ein anspruchsvoller Job, der gerade mal wieder neu zu vergeben ist. Unter den Bewerbern ist auch Driss, der sich nicht wirklich für die Stelle interessiert, sondern nur einen Stempel für seine Arbeitslosenunterstützung einkassieren will. Auf den ersten Blick eignet sich das charmante Großmaul aus der Vorstadt auch überhaupt nicht für die Stelle als Pfleger. Doch es ist gerade diese freche Art, die Philippe gefällt […]. (Quelle: Kino-zeit.de)
  • Donnerstag, 08.10.2020 | Moderation: Susan Fischer und Theresa Ringwald

    Film: Exil (Erstaufführung, Spielfilm, Deutschland 2020)

    […] Mit Exil ist Visar Morina ein überaus sehenswerter, atmosphärisch dichter Film gelungen, dem es geschickt gelingt, die Mechanismen und Wirkungsweisen eines alltäglich gewordenen Rassismus einzufangen, ohne ihn dabei auf eine eindeutige Lesart festzulegen: Während für Xhafer zweifelsfrei feststeht, dass er von seinem Kollegen (oder vielleicht sind es ja auch mehrere) systematisch gemobbt wird, stellt sich die Sache von außen schon differenzierter dar, ohne das Geschehene und Erlebte eindeutig zu beurteilen. Doch es geht in dem sich langsam entwickelnden, genau beobachtenden und mit pointiertem Musikeinsatz versehenen Psychodrama nicht allein um Rassismus, sondern auch um Heimat und Identität, Zugehörigkeit und Zerrissenheit, um den Verlust der Sicherheit und das schleichenden Gift des Misstrauens, von dessen verheerender Wirkung wir derzeit viel zu häufig lesen und hören müssen, weil die Realität die Fiktion immer wieder übertrifft. […]. (Quelle: Kino-zeit.de)

Weitere Veranstaltungen

  • Sonntag, 27.09.2020 | 10:30 - 11:45 Uhr, Martinskirche
    Ökumenischer Friedensgottesdienst
  • Dienstag, 29.09.2020 | 19:00 Uhr, Stadtbücherei
    Iris Lemanczyk: "Ins Paradies?" & "Angekommen?" (Lesung)

    Adnan ist 13 Jahre alt und lebt auf der tunesischen Insel Djerba. Seine Mutter ist arbeitslos, sein Vater nach einem Schlag auf den Kopf während einer Demonstration gegen den früheren Machthaber Ben Ali Invalide. Die Not der vierköpfigen Familie ist groß. Deshalb wird Adnan, der älteste Sohn, auf die glückverheißende Reise nach Europa geschickt. Er soll mit dem Boot nach Lampedusa geschleust werden und von dort weiter nach Frankreich, ins vermeintliche Paradies. Nach einer lebensgefährlichen Überfahrt in einem überfüllten Flüchtlingsboot erreicht Adnan gemeinsam mit der neugewonnenen somalischen Freundin Dhura, die ebenfalls allein unterwegs ist, die italienische Insel und später Deutschland. Dort wird es einen Neuanfang für ihn geben.

    In Deutschland angekommen lebt Adnan jetzt in Stuttgart. Er muss nicht nur schnell Deutsch lernen und gegen das Heimweh ankämpfen, sondern auch noch die Telefonate seines Onkels ertragen, der auf die Rückzahlung des geliehenen Geldes pocht. Seine kleinen Nebenjobs reichen dafür aber keineswegs. Da erscheint Youssefs Angebot sehr verlockend. Doch Youssefs Ideen sind meistens kriminell. Soll sich Adnan dennoch mit ihm zusammentun? Und was soll Adnan von der Pflegefamilie halten, die ihn bei sich aufnehmen würde? Er hat doch bereits eine Familie – allerdings weit entfernt.
  • Donnerstag, 01.10.2020 | 20:00 Uhr, Freihof-Realschule
    Mohamed Amjahid: "Unter Weißen: Was es heißt, privilegiert zu sein" (Lesung)


    Wie erlebt jemand Deutschland, der dazugehört, aber für viele anders aussieht? Mohamed Amjahid, Sohn marokkanischer Gastarbeiter und als Journalist bei einer deutschen Zeitung unfreiwillig "Integrationsvorbild", wird täglich mit der Tatsache konfrontiert, dass er nicht-weiß ist. Er hält der weißen Mehrheitsgesellschaft den Spiegel vor und zeigt, dass sich diskriminierendes Verhalten und rassistische Vorurteile keineswegs bloß bei unverbesserlichen Rechten finden, sondern auch bei denen, die sich für aufgeklärt und tolerant halten. Pointiert und selbstironisch macht er deutlich, dass Rassismus viel mit Privilegien zu tun hat – gerade wenn man sich ihrer nicht bewusst ist.
  • Freitag, 02.10.2020| 08:30 - 10:00 Uhr, Freihof-Realschule;
    10:30 - 12:00 Uhr, Teck-Realschule/Rauner-Campus
    Workshop für Schüler*innen, Thema "Rassismus im Alltag" mit Mohamed Amjahid

    Mohamed Amjahid tauscht sich mit Schüler*innen der Freihof-Realschule (8:30 – 10:00)  und Teck-Realschule (10:30-12:00) über das Thema „ Rassismus in meinem Alltag – welche Erfahrungen habe ich gemacht/welche Erfahrungen habt ihr gemacht?“ aus. Bei dem Gespräch soll es neben einem Erfahrungsaustausch und einer Analyse/Ursachenerklärung (auf dem Verständnisniveau von Jugendlichen) auch um die Frage gehen, wie man Alltagsrassismus begegnen kann.
  • Samstag, 10.10.2020 | 10:00 - 12:00, Startpunkt: Stadtbücherei
    Interkulturelle Stadtführung gemeinsam mit Oberbürgermeister Dr. Pascal Bader


    Bitte beachten Sie: Die interkulturelle Stadtführung am Samstag, 10. Oktober wird Corona-bedingt verschoben. Ein Ersatztermin wird noch bekanntgegeben.

    Unterwegs besuchen die Teilnehmer gemeinsam mit Oberbürgermeister Dr. Pascal Bader verschiedene Orte, an denen die kulturelle Vielfalt der Stadt Kirchheim unter Teck sichtbar wird und Integration gelingen kann. Dabei kommen Menschen aus unterschiedlichen Ländern und Religionen zu Wort. (Stationen: Stadtbücherei (Treffpunkt) - Bastion – Mehrgenerationenhaus Linde – Tamilischer Tempel –  Sultan-Ahmed-Moschee –  Diakonieladen / Cafe Eckpunkt.)

Tage der Offenen Tür

  • Alevitischer Kulturverein | 26.09.2020, 10:00 - 20:00 Uhr
    Alleenstr. 18-20, 73230 Kirchheim unter Teck
  • Ahmadiyya Gemeinde | 30.09. & 03.10.2020
    Marktstraße 11 73230 Kirchheim unter Teck
  • Griechisch-Orthodoxe-Kirche | Termin steht noch nicht fest
    Limburgstraße 65, 73230 Kirchheim unter Teck
  • Kirchheim Camii | 02.10.2020
    Villastraße 8, 73230 Kirchheim unter Teck
  • Sultan Ahmed Moschee | 03.10.2020, ganztägig
    Lohmühlegasse 16, 73230 Kirchheim unter Teck