Hommage an den Kegelesbach
Das jüngste Kunstwerk der Stadt entstand auf Initiative der Bewohnerinnen und Bewohner des Ortsteils Ötlingen. Sie wollten den ursprünglichen Verlauf des heute kanalisierten und verdolten Kegelesbaches, der früher durch die Ortsmitte offen floss und seit den 50er Jahren aus dem Ortsbild verschwunden ist, wieder sichtbar machen und damit in Erinnerung rufen. In einem geschlossenen Wettbewerb, der von der Stadt mit Unterstützung verschiedener Kunstinstitutionen ausgelobt worden war, stellten sich rund ein Dutzend Kunstschaffende der Herausforderung. Der Berliner Künstler Johannes Vogl fand eine für die Jury überzeugende Lösung dieser spannenden Aufgabe. Er übertrug den früheren Bachverlauf auf eine 5 Meter hohe, vertikal angebrachte Stahlplatte, eine Stele. Die Visualisierung des Bachverlaufs teilt die Platte in der Mitte. An den Schnittstellen ist Gold aufgebracht und in der Nacht sorgt ein LED- Band für dezente Beleuchtung. Allein durch die enorme Höhe wirkt die Skulptur wie ein Ausrufezeichen am Rande der stark befahrenen Straße in der Ortsmitte von Ötlingen und macht so auf das nicht mehr Sichtbare aufmerksam. Rund um die Stele entstand ein kleiner Grünstreifen; auch das erinnert an den Bachlauf mit seinem bewachsenen Ufer. Und so wie man sich früher am Dorfbach treffen konnte, so laden heute wieder Bänke und die Freifläche zur Kommunikation im Ortskern ein.
Der aus Kaufbeuren stammende Künstler studierte an den Akademien von Karlsruhe, Wien und Berlin, wo er heute auch lebt. Johannes Vogl´s Kunstauffassung kommt aus der Konzept-Kunst. Er setzt sich mit den Aufgaben, Vorgaben und Möglichkeiten auseinander und erarbeitet sein Konzept, das er mit oftmals erstaunlichen Materialien umsetzt. Oft verwendet er Metall, wie das auch in Kirchheim geschehen ist. (Text: Barbara Honecker)
Der aus Kaufbeuren stammende Künstler studierte an den Akademien von Karlsruhe, Wien und Berlin, wo er heute auch lebt. Johannes Vogl´s Kunstauffassung kommt aus der Konzept-Kunst. Er setzt sich mit den Aufgaben, Vorgaben und Möglichkeiten auseinander und erarbeitet sein Konzept, das er mit oftmals erstaunlichen Materialien umsetzt. Oft verwendet er Metall, wie das auch in Kirchheim geschehen ist. (Text: Barbara Honecker)
- 1981 geboren in Kaufbeuren
- 2002–2005 Studium Akademie der bildenden Künste Karlsruhe
- 2005–2007 Studium Akademie der bildenden Künste Wien
- 2007/2008 Studium Kunsthochschule Berlin-Weissensee
- 2008–2009 Studium Universität der Künste Berlin
- lebt und arbeitet in Berlin und Wien
- Objektstandort: Ötlingen, gegenüber dem Rathaus
- Material: Stahl, Blattgold, LED-Beleuchtung
- Maße: Höhe 5 m, Breite 1,05 m, Tiefe 5 cm
- Entstehung: 2022
- Eigentum: Stadt Kirchheim