Digitale Infrastruktur

Die Grundlage der Digitalisierung in praktisch allen Bereichen bildet die im Themenfeld 1 der Digitalisierungsstruktur zusammengefasste "Digitale Infrastruktur". In ihm enthalten sind die drei Schwerpunkte Breitband, Funknetze und Sensorik. Für eine wirtschaftliche und nachhaltige Entwicklung ist nicht nur eine Differenzierung auf technologischer Ebene wichtig, sondern auch auf der Ebene der Anwenderinnen und Anwender. Mit den vier hervorgehobenen Anwendungsfeldern Schulen, Wirtschaft, Privathaushalte und städtische Standorte möchte man den unterschiedlichen Herausforderungen und den daraus resultierenden Bedarfen Rechnung tragen. Um diesen Prozess noch zielgerichteter anzugehen, bereitet die Stadtverwaltung für die Kommunalpolitik eine Fortschreibung der mittlerweile überholten Digitalisierungsstrategie aus dem Juni 2019 vor. Die noch "aktuellen" Ziele und Maßnahmen finden Sie am Ende dieser Seite.


          Schwerpunkte Digitale Infrastruktur          Anwendungsfelder vom Themenfeld Digitale Infrastruktur

                             

Breitband (Stand 01/2022)

Der Breitbandausbau in Kirchheim unter Teck erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Zweckverband Breitbandversorgung des Landkreises Esslingen. Kirchheim unter Teck ist Mitglied der Gigabit Region Stuttgart und setzt strategisch unter anderem auf eine Kooperation mit der Deutschen Telekom AG, die sich zum Ziel gesetzt hat, 90 Prozent der Gewerbegebiete und 50 Prozent der Privathaushalte bis zum 31.12.2025 mit einem gigabitfähigen Internetanschluss zu versorgen. Bis zum 31.12.2030 sollen 100 Prozent der Gewerbegebiete und 90 Prozent der Privathaushalte mit einem gigabitfähigen Internetanschluss versorgt sein. Mögliche ergänzende strategische Ziele und Maßnahmen für die Stadt Kirchheim unter Teck werden aktuell im Zuge der Fortschreibung der Digitalisierungsstrategie von der Stadtverwaltung erörtert.

  • Schulen

Die 15 sich in städtischer Trägerschaft befindlichen Schulen in Kirchheim unter Teck haben nun (alle) eine klare Perspektive, wie sie bis spätestens zum 31.12.2025 mit einem gigabitfähigen Glasfaseranschluss versorgt werden sollen. Während 7 Standorte über das "Glasfasernetz Stadtverwaltung Kirchheim unter Teck" (Verwaltungsnetz) versorgt werden, erhalten ebenso 7 Standorte einen gigabitfähigen Glasfaseranschluss durch das Fördervorhaben "Weiße Flecken". Lediglich für die Grundschule Schafhof ist noch offen, ob diese im Rahmen des Fördervorhabens "Graue Flecken" förderfähig mit einem gigabitfähigen Glasfaseranschluss versorgt werden kann oder man diese ebenso über das "Verwaltungsnetz" versorgen muss. Dies ist eine wirtschaftliche Frage, da man deutlich weniger Kosten für eine geförderte Erschließung benötigen würde. Der Ausbau der noch nicht mit einem gigabitfähigen Glasfaseranschluss versorgten Standorte erfolgt in den Jahren 2022 bis maximal 2025 voraussichtlich.

Breitbandstatus Schulen 01-2022

  • Wirtschaft

Das Gewerbegebiet Kruichling ist bereits mit einer flächendeckenden, gigabitfähigen Breitbandinfrastruktur versorgt. Im Gewerbegebiet Bohnau steht die Fertigstellung einer gigabitfähigen Glasfaseranbindung durch einen eigenwirtschaftlichen Ausbau der Deutschen Telekom AG kurz bevor. Im Jahr 2025 wird mit der Erschließung des neuen Gewerbegebiets Bohnau-Süd auch dort gigabitfähiges Glasfaser verfügbar sein. Alle weiteren Standorte in Gewerbegebieten werden im Zuge des Fördervorhabens "Weiße Flecken" bis voraussichtlich spätestens 31.12.2025 mit einem gigabitfähigen Glasfaseranschluss versorgt sein. Ob und in welcher Form die Standorte von Handel und Gewerbe außerhalb von Gewerbegebieten beim Breitbandausbau priorisiert werden sollen und können, ist aktuell noch in Klärung.

  • Privathaushalte

Ein eigenständiges Ziel im Schwerpunkt "Privathaushalte" wurde von der Stadt Kirchheim unter Teck noch nicht näher definiert. Im Rahmen der Kooperationsrahmenvereinbarung mit der Deutschen Telekom AG sollen jedoch 50 Prozent der Haushalte bis zum 31.12.2025 und 90 Prozent der Haushalte bis zum 31.12.2030 mit einem gigabitfähigem Breitbandanschluss versorgt sein. Hier sind gigabitfähige Anschlüsse mittels Kupferleitungen (Super-Vectoring) ausreichend. Mit dem Fördervorhaben "Weiße Flecken" steht in den Jahren 2022 bis 2025 ein erster, großer Schritt an. Hierbei werden alle Standorte mit weniger als 30 MBit/s Datenübertragungsrate im Download mit einem gigabitfähigen Glasfaseranschluss ausgestattet. Das Fördervorhaben "Graue Flecken" läuft mit 1-2 Jahren Verzögerung analog zum Fördervorhaben "Weiße Flecken" mit einer Untergrenze von 100 MBit/s. Damit sollten bis spätestens 2027 alle Privathaushalte mit mindestens 100 MBit/s versorgt werden können.

  • Städtische Einrichtungen

Die Versorgung der städtischen Einrichtungen mit bedarfsgerechter, digitaler Infrastruktur ist die Basis für eine hohe Leistungsfähigkeit in der Zukunft. Im vergangenen Jahr 2021 wurden einige städtische Standorte mit neuer oder leistungsfähigerer digitaler Infrastruktur ausgestattet. Je nach Einrichtung kann dies durch Erhöhung der Bandbreite, Umstellung auf Glasfaser, Einrichtung von WLAN oder anderen Maßnahmen sein. Entscheidend für ein strukturiertes Vorgehen hin zu einer proaktiven Bedarfsdeckung soll die Einführung einer zentralen Übersicht über die digitale Versorgung der städtischen Standorte sein. So sollen Standards definiert und eine Ausbauplanung inklusive transparenter Roadmap erstellt werden.


Funknetze und Sensorik (Stand 01/2022)

Während der Breitbandausbau schon in einem fortgeschrittenem Stadium ist, befinden sich die Schwerpunkte "Funknetze" und "Sensorik" noch in der Aufbauphase. Die zukünftige Bedeutung von leistungsfähigen Funknetzen für Kommunen und deren Menschen und Organisationen ist im Gegensatz zum Breitbandausbau noch nicht vorhanden. Ob schneller Mobilfunk durch 5G bzw. nachfolgende Generationen oder ein Long Range Wide Area Network (LoRaWAN) werden für eine leistungsfähige Kommune als auch den Wirtschaftsstandort Kirchheim unter Teck voraussichtlich schon in naher Zukunft von elementarer Bedeutung sein.

Während die Technologie des Mobilfunks (Bsp. 5G) die beste Wahl ist, um große Datenmengen in Echtzeit über kürzere Distanzen zu übermitteln, bietet LoRaWAN eine hervorragende Leistungsfähigkeit für Anwendungen, die geringe Datenmengen über größere Zeitintervalle auf größere Distanzen kommunizieren.

Beide Technologien sind die Grundlage, um eine hochleistungsfähige Kommune zu werden, die nicht nur digital sondern auch smart ist. Durch den Einsatz mit Funknetzen verbundener Sensoren können Prozesse in enormen Umfang effizienter gestaltet werden. So kann zum Beispiel die Bewässerung von Grünflächen durch die regelmäßige Messung der Feuchtigkeit, vollständig automatisiert auf Grundlage der gesammelten Daten erfolgen. So benötigt man fast keine Personalressourcen mehr und die Grünflächen erhalten jederzeit die optimale Wasserversorgung.

Steuerung "Digitale Infrastruktur"

Bis 2025 können alle Schulen und Gewerbetreibende einen glasfaserbasierten Internetzugang erhalten.
  • Analyse der Anforderungen des EGovG BW bis spätestens zum 30.06.2019.
  • Bis spätestens 30.06.2019 wird ein örtliches Konzept zur Breitbandversorgung erstellt.
  • Bestehende und laufende Maßnahmen zum Aufbau der Breitbandversorgung (Glasfaserausbau) werden aktiv unterstützt und vorangetrieben.
  • Die technischen Voraussetzungen entsprechend des technischen Medienentwicklungskonzeptes werden bis zum Schuljahr 2022/23 umgesetzt.