Digitale Infrastruktur

Die Grundlage der Digitalisierung in praktisch allen Bereichen bildet die im Themenfeld 1 enthaltene digitale Infrastruktur, welche sich inhaltlich in die beiden Schwerpunkte "Breitband" sowie "Funknetze + Sensorik" unterteilt. Für eine wirtschaftliche und nachhaltige Entwicklung ist nicht nur eine Differenzierung auf technologischer Ebene wichtig, sondern auch auf der Ebene der Anwenderinnen und Anwender. Mit einer Differenzierung in vier Anwendungsfelder Schulen, Wirtschaft, Haushalte und städtische Standorte trägt man den unterschiedlichen Herausforderungen und den daraus resultierenden Bedarfen Rechnung.

In der Sitzung des Gemeinderats am 20. Juli wird die Stadtverwaltung dem Gemeinderat die Fortschreibung der Digitalisierungsstrategie vorlegen. Im Falle einer Zustimmung würden erstmals differenzierte Zielsetzungen formuliert sein, die mit Maßnahmen unterlegt sind.

Breitbandausbau

Die Stadt Kirchheim unter Teck treibt den Breitbandausbau in Kooperation mit dem Zweckverband Breitbandversorgung Landkreis Esslingen und der Gigabit Region Stuttgart voran. Beide sind strategische Partner auf dem Weg zu einer flächendeckenden, bedarfsgerechten Breitbandversorgung. Im Rahmen der Fortschreibung der Digitalisierungsstrategie sollen in der nächsten Sitzung des Gemeinderats am 20. Juli auch die Ziele beim Breitbandausbau detaillierter und konkreter formuliert werden. Hierfür bereitet die Stadtverwaltung dem Gemeinderat einen Beschlussvorschlag vor. Im Folgenden und im Digitalisierungsbericht 2022 unter dem Abschnitt "Digitale Infrastruktur" erhalten Sie einen groben Überblick über die Fortschritte und den Ausblick.
Das Gewerbegebiet Kruichling ist bereits mit einer flächendeckenden, gigabitfähigen Breitbandinfrastruktur versorgt. Im Gewerbegebiet Bohnau steht die Fertigstellung einer gigabitfähigen Glasfaseranbindung durch einen eigenwirtschaftlichen Ausbau der Deutschen Telekom AG kurz bevor. Im Jahr 2025 wird mit der Erschließung des neuen Gewerbegebiets Bohnau-Süd auch dort gigabitfähiges Glasfaser verfügbar sein. Alle weiteren Standorte in Gewerbegebieten werden im Zuge des Fördervorhabens "Weiße Flecken" bis voraussichtlich spätestens 31.12.2024 mit einem gigabitfähigen Glasfaseranschluss versorgt sein. Ob und in welcher Form die Standorte von Handel und Gewerbe außerhalb von Gewerbegebieten beim Breitbandausbau priorisiert werden sollen und können, ist aktuell noch in Klärung.
Alle 13 Schulen in Kirchheim unter Teck, die sich in städtischer Trägerschaft befinden, sollen bis spätestens zum 31.12.2025 mit einem gigabitfähigen Glasfaseranschluss versorgt werden. Um dieses Ziel schnellstmöglich und gleichzeitig wirtschaftlich zu erreichen, werden die Schulstandorte auf zwei unterschiedliche Wege versorgt werden.

Die städtischen Schulen ohne aktuell ausreichende Bedarfsdeckung sollen spätestens bis Ende des Jahres über eine 5 GBit/s-Glasfaserleitung bedarfsgerecht versorgt werden. Die vier sonstigen Schulen sollen bis spätestens Ende 2024 über das Fördervorhaben "Weiße Flecken" mit gigabitfähigen Glasfaseranschlüssen versorgt werden.

Glasfasernetz Schulen Kirchheim unter Teck:
  • Alleenschule
  • Freihof Grundschule und Freihof Realschule
  • Konrad-Widerholt-Grundschule und -SBBZ
  • Ludwig-Uhland-Gymnasium
  • Raunerschule
  • Schloßgymnasium
  • Teck-Realschule

Fördervorhaben "Weiße Flecken":
  • Eduard-Mörike-Schule
  • Grundschule Nabern
  • Lindachschule Jesingen
  • Teck-Grundschule
Mit der Fortschreibung der Digitalisierungsstrategie sollen in der Gemeinderatssitzung am 20. Juli erstmals konkrete Ziele zur Breitbandversorgung von Haushalten in Kirchheim unter Teck definiert werden. Die bisherigen Ziele der städtischen Strategie beschränkten sich auf die Schulen und Gewerbegebiete. Die Kooperationsrahmenvereinbarung der Gigabit Region Stuttgart und der Telekom ist unverbindlich und erstreckt sich mit seinen Zielmarken auf das gesamte Gebiet der Gigabit Region Stuttgart.

Neben Fortschritten in der Methodik gibt es auch in der Umsetzung voraussichtlich schon bald erfreuliche Nachrichten. In der Sitzungsrunde im Juli präsentiert die Stadtverwaltung dem Gemeinderat (aus rechtlichen Gründen) nicht öffentlich die Beschlussvorlage zu zwei Meilenstein-Projekten. Im Falle eines Beschlusses kann voraussichtlich noch vor der Sommerpause die Öffentlichkeit über das weitere Vorgehen informiert werden. Unter anderem auf dieser Seite finden Sie zeitnah nach Beschluss aktuelle Informationen.
Die Versorgung städtischer Standorte mit bedarfsgerechter Bandbreite soll durch den Ausbau des Glasfasernetzes Stadtverwaltung Kirchheim unter Teck vorangetrieben werden. Im Rahmen der Fortschreibung der Digitalisierungsstrategie soll in der Sitzungsrunde im Juli eine Grundsatzentscheidung über die weitere Vorgehensweise getroffen werden. Zentraler Bestandteil soll eine Roadmap werden, die auf der Basis einer Bestandsanalyse und anschließenden Priorisierung der Ausbaumaßnahmen erstellt werden soll. Die Stadtverwaltung wird dem Gemeinderat einen Vorschlag machen, den dieser in der nächsten Sitzung diskutieren und ggf. verabschieden wird.

Funknetze + Sensorik

Während der Breitbandausbau schon in einem fortgeschrittenem Stadium ist, befindet sich der Schwerpunkt "Funknetze" und "Sensorik" noch in der Aufbauphase. Die zukünftige Bedeutung von leistungsfähigen Funknetzen für Kommunen und deren Menschen und Organisationen ist im Gegensatz zum Breitbandausbau noch nicht vorhanden. Ob schneller Mobilfunk durch 5G bzw. nachfolgende Generationen oder ein Long Range Wide Area Network (LoRaWAN) werden für eine leistungsfähige Kommune als auch den Wirtschaftsstandort Kirchheim unter Teck voraussichtlich schon in naher Zukunft von elementarer Bedeutung sein.

Während die Technologie des Mobilfunks (Bsp. 5G) die beste Wahl ist, um große Datenmengen in Echtzeit über kürzere Distanzen zu übermitteln, bietet LoRaWAN eine hervorragende Leistungsfähigkeit für Anwendungen, die geringe Datenmengen über größere Zeitintervalle auf größere Distanzen kommunizieren.

Beide Technologien sind die Grundlage, um eine hochleistungsfähige Kommune zu werden, die nicht nur digital sondern auch smart ist. Durch den Einsatz mit Funknetzen verbundener Sensoren können Prozesse in enormen Umfang effizienter gestaltet werden. So kann zum Beispiel die Bewässerung von Grünflächen durch die regelmäßige Messung der Feuchtigkeit, vollständig automatisiert auf Grundlage der gesammelten Daten erfolgen. So benötigt man fast keine Personalressourcen mehr und die Grünflächen erhalten jederzeit die optimale Wasserversorgung.