Nachhaltigkeitsbericht

Der erste Nachhaltigkeitsbericht für Kirchheim unter Teck liegt vor! Er dient dazu, die Fortschritte im Bereich der nachhaltigen Entwicklung sicht- und messbar zu machen. Gleichzeit soll er aufzeigen, welche Möglichkeiten es gibt, uns als Stadt weiter zu verbessern.

Im Frühjahr 2023 haben wir uns gemeinsam mit vier anderen Kommunen auf den Weg gemacht, im Rahmen des Projekts „Berichtsrahmen Nachhaltige Kommune (BNK) bundesweit“ einen Nachhaltigkeitsbericht zu erstellen. Grundlage hierfür ist der vom Rat für Nachhaltige Entwicklung entwickelte Berichtsrahmen. Erarbeitet wurde der umfangreiche Bericht von Mitarbeitenden aus verschiedenen Sachgebieten und Abteilungen unserer Stadtverwaltung sowie den Eigenbetrieben Städtischer Wohnbau und den Stadtwerken.

Der Bericht orientiert sich eng an den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen und ist in 18 Berichtskriterien unterteilt. Die eine Hälfte der Kriterien bezieht sich auf die Strategie und Steuerung der nachhaltigen Entwicklung in Kirchheim unter Teck. Die andere Hälfte stellt die Aktivitäten in unterschiedlichen Bereichen wie zum Beispiel dem Handlungsfeld "Wohnen und Quartiere", "Wirtschaft und Arbeit" oder "Klimaschutz, Klimawandelanpassung und Energie" dar. Diese Handlungsfelder entsprechen den Handlungsfeldern der strategischen Ausrichtung.

Als Zeichnungskommune der Musterresolution „2030-Agenda für Nachhaltige Entwicklung: Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene gestalten“ bedeutet dieser erste Kirchheimer Nachhaltigkeitsbericht ein weiteres Bekenntnis in Richtung einer nachhaltigen und verantwortungsvollen Zukunft. Zudem markiert er den Startpunkt einer regelmäßigen Berichterstattung über die nachhaltige Entwicklung unserer Stadt.

Sie finden den Nachhaltigkeitsbericht auf dieser Seite zum Herunterladen.

Kurzinhalte des BNK Berichts

Kirchheim unter Teck befasst sich intensiv mit kommunaler Nachhaltigkeit und hat sie zum Leitprinzip der städtischen Entwicklung gemacht. In der Strategie wurden dafür zehn Handlungsfelder entwickelt. Kirchheim hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2030 klimaneutral zu werden. Dies erfordert z. B. eine nachhaltige Beschaffungsstrategie, den Beitrag des wirkungsorientierten Haushalts sowie die Mitarbeit der städtischen Eigenbetriebe. Es sind zudem Maßnahmen im Haushalt veranschlagt, die die Folgen des Klimawandels abschwächen und der Klimaanpassung sowie Biodiversität zugutekommen. Kirchheim beteiligt sich zudem an vielseitigen Innovationsprojekten und plant in Zukunft vielfältige Digitalisierungsmaßnahmen.
Mit dem integrierten Klimaschutzkonzept setzt sich die Stadt Kirchheim unter Teck das Ziel  2030 die CO2-Emissionen um 37 % gegenüber 2011 zu senken. Um bis 2040 nahezu klimaneutral zu agieren, werden die Mitarbeitenden, die Bürgerschaft und die Unternehmen von der Klimaschutzmanagerin der Stadt unterstützt.

Praxisbeispiele:
Forst- und Landwirtschaft werden mit Hilfe verschiedener Konzepte geschützt und weiterentwickelt, etwa durch das Biotopverbunds- oder das Streuobstwiesenkonzept. Auch im Bereich Abfallwirtschaft wird die Stadt aktiv. Initiativen wie Foodsharing oder Repaircafés fördern zudem einen verantwortungsvollen Konsum. Auch das BNE-Angebot der Stadt enthält viele umwelt- und naturrelevante Themen für Kinder und Jugendliche.


Praxisbeispiele:
Das integrierte Verkehrskonzept (IVK) bündelt städtebauliche, verkehrsplanerische, wirtschaftliche und ökologische Aspekte für eine ganzheitliche Planungsstrategie. Und auch das Klimaschutzkonzept befasst sich mit der nachhaltigen Mobilität. Ein Ziel ist die attraktivere Ausgestaltung des Radverkehrs. Der öffentliche Nahverkehr soll durch ein Stadtticket weiter gefördert werden. Für Fußgänger und Fußgängerinnen werden Begehungen von barrierearmen Quartieren angeboten.

Praxisbeispiele:
Die Sensibilisierung und Bildung im Bereich der Nachhaltigkeit geschieht durch verschiedene Aktionen und Angebote vom Krippen- bis zum Erwachsenenalter. Der erste Naturkindergarten wird derzeit unter städtischer Trägerschaft errichtet. In den Schulen werden die Themen mit Hilfe von AGs und Projekten fortgeführt. Und auch das erste Fachforum Kultur ist in diesem Kontext zu sehen.

Praxisbeispiele:
  • Systemumstellung Mittagsverpflegung
  • Projekt Südstadt-Natur-Erlebnis-Garten „SNEG“
Ein zentraler Leitfaden ist der 2021 erstellte Inklusionsplan. Die Sozialplanung sowie das Fachforum Inklusion spielen eine Schlüsselrolle in der Festlegung und Umsetzung von Maßnahmen. Auch die Partizipation und Förderung von jungen Menschen und Engagierten ist ein wichtiges Thema. Verschiedene Initiativen und Fachstellen widmen sich Fragestellungen wie Obdachlosigkeit und Kinderarmut.
 
Praxisbeispiele:
Die Planung von neuen Stadtquartieren orientiert sich an der Idee einer „Stadt der kurzen Wege“. Mit dem 2022 verabschiedeten Lärmaktionsplan nimmt sich Kirchheim unter Teck der Lärmreduzierung an.

Praxisbeispiele:
Die Stadt Kirchheim unter Teck fördert die Vereinbarkeit von Familie und Beruf durch flexible Arbeitszeitmodelle in der Verwaltung und setzt sich für Diversität und Chancengleichheit am Arbeitsplatz ein. Die Stadt fördert zudem Netzwerke und Veranstaltungen zu nachhaltigkeitsorientierter Wirtschaftsförderung.

Praxisbeispiele:
Kirchheim unter Teck fördert nachhaltige Lebensstile, indem regionale Erzeugnisse fokussiert und erneuerbare Energien für Veranstaltungen genutzt werden. Auch die Sicherstellung hochwertiger Gesundheitsdienste ist ein zentrales Anliegen.

Praxisbeispiele:
Nationale Zusammenarbeit erfolgt mit Engagement Global und dem Rat für nachhaltige Entwicklung. Kirchheim wurde zudem als Fairtrade-Town ausgezeichnet und durch die Zusammenarbeit mit verschiedenen Gruppen entstanden vielfältige Aktionen.

Praxisbeispiele: