- Standort: Kolbstraße 29 (ehemals Bahnhofstraße 29)
- Bautypus; Villa
- Entstehungszeit: 1893/94
- Bauherr: Victor Friedrich Oehler
- Heutige Besitzverhältnisse: privat
- Zustand: gut erhalten
Der Dettinger Pfarrer, Victor Friedrich Oehler ließ sich für seinen Ruhestand 1893/94 von Manz als erster Bauherr in der vornehmen Bahnhofstraße ein aufwändiges, nicht historisierendes zweistöckiges Zweifamilienhaus erbauen. Manz selbst wohnte in der Bahnhofstraße 3, im Haus von Kaufmann Stecher. Die Villa Oehler liegt nicht parallel zur Bahnhofstraße, sondern zur Olgastraße, die im spitzen Winkel zur Bahnhofstraße mündete, später aber aufgelassen wurde. So hat das Haus auch zwei Schauseiten zu den beiden Straßen hin. Die Schauseiten wurden jeweils geprägt von einem Risalit (ein in ganzer Höhe des Gebäudes vorspringender Gebäudeteil) mit Schmuckgiebel, im EG durch ein breites, im OG durch ein dreiteiliges Stichbogenfenster und im Dachgeschoss durch ein Rundbogenfenster. Die übrigen Fenster waren im EG ebenfalls Stichbogen-, im OG Korbbogenfenster. Die Höhe des Hauses wurde optisch gemildert durch breite Schmuckbänder zwischen den Stockwerken.
Das Haus machte einen vornehmen Eindruck und zeigt, dass Manz schon in jungen Jahren über kreative, geradezu künstlerische Fähigkeiten verfügte und sich bereits von dem historistischen Baustil der Villa Weise gelöst hatte.
Oehler war von 1884 bis 1895 Pfarrer in Dettingen unter Teck, sehr konservativ und bereits von geschwächter Gesundheit. Er war durch die Herausgabe von Reden zu Kasualien (geistliche Amtshandlungen z.B. bei Hochzeiten oder Begräbnissen) zu einiger Berühmtheit gelangt. Er ist 1897 gestorben.
(Nach Sieber, Eberhard: Gründerzeitliche Villenarchitektur und repräsentativer Fabrikbau, Schriftenreihe Stadtarchiv Kirchheim unter Teck Bd. 38/2016, S. 75 f.)
Das Haus machte einen vornehmen Eindruck und zeigt, dass Manz schon in jungen Jahren über kreative, geradezu künstlerische Fähigkeiten verfügte und sich bereits von dem historistischen Baustil der Villa Weise gelöst hatte.
Oehler war von 1884 bis 1895 Pfarrer in Dettingen unter Teck, sehr konservativ und bereits von geschwächter Gesundheit. Er war durch die Herausgabe von Reden zu Kasualien (geistliche Amtshandlungen z.B. bei Hochzeiten oder Begräbnissen) zu einiger Berühmtheit gelangt. Er ist 1897 gestorben.
(Nach Sieber, Eberhard: Gründerzeitliche Villenarchitektur und repräsentativer Fabrikbau, Schriftenreihe Stadtarchiv Kirchheim unter Teck Bd. 38/2016, S. 75 f.)