- Standort: Kolbstraße 30
- Bautypus: Villa
- Entstehungszeit: 1895
- Bauherr: Bezirksnotar Ernst Müller
- Heutige Besitzverhältnisse: privat
- Zustand: gut, fortlaufend renoviert
1895 ließ sich der Bezirksnotar Ernst Müller im neogotischen Stil ein repräsentatives Wohn- und Geschäftshaus errichten. Der Notar, der im 1.Stock wohnte, ließ sich zwei Jahre später im Garten hinter dem Haus noch ein eigenes Büro, einen „Comptoirbau“ errichten. Im Dachgeschoss befanden sich die Kammern für das Dienstpersonal. Die Parterrewohnung wurde vermietet, vielleicht hat sogar Manz selbst eine Zeit lang darin gewohnt.
Vermutlich hat sich der Notar übernommen oder er hat krumme Geschäfte gemacht, jedenfalls konnte er nicht lange in dem schönen Haus wohnen: er wurde vergantet, d.h. er hat Konkurs gemacht und musste das Haus verkaufen. Erworben hat es 1909 Nachbar Fabrikant Christian Gaier und seine Ehefrau für die gewaltige Summe von 55.000 Mark.
Müller wurde wegen Betrugs und Untreue bestraft, verlor sein Amt als Notar und hat sich dann als Rechtsagent (Anwalt ohne Zulassung) betätigt, von der Ortspolizei überwacht.
(Nach Sieber, Eberhard: Gründerzeitliche Villenarchitektur und repräsentativer Fabrikbau, Schriftenreihe Stadtarchiv Kirchheim unter Teck Bd. 38/2016, S. 83 ff.)
Vermutlich hat sich der Notar übernommen oder er hat krumme Geschäfte gemacht, jedenfalls konnte er nicht lange in dem schönen Haus wohnen: er wurde vergantet, d.h. er hat Konkurs gemacht und musste das Haus verkaufen. Erworben hat es 1909 Nachbar Fabrikant Christian Gaier und seine Ehefrau für die gewaltige Summe von 55.000 Mark.
Müller wurde wegen Betrugs und Untreue bestraft, verlor sein Amt als Notar und hat sich dann als Rechtsagent (Anwalt ohne Zulassung) betätigt, von der Ortspolizei überwacht.
(Nach Sieber, Eberhard: Gründerzeitliche Villenarchitektur und repräsentativer Fabrikbau, Schriftenreihe Stadtarchiv Kirchheim unter Teck Bd. 38/2016, S. 83 ff.)